Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Mann plündert Fernmelde-Verteiler

Lübeck - St. Jürgen: Am Mittwochmorgen, 8. September 2021, haben die Beamten des 4. Polizeirevieres Lübeck einen 38-jährigen Mann festgenommen. Dieser steht im dringenden Verdacht, Kabel aus einem Fernmeldeverteilerkasten in der Ratzeburger Allee entwendet zu haben. Er muss sich nun wegen des Verdacht des besonders schweren Falls des Diebstahls verantworten.

Ein aufmerksamer Zeuge meldete der Polizei gegen 3.30 Uhr eine verdächtige Person im Bereich Ratzeburger Allee/Lessingstraße. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten am Tatort einen gewaltsam geöffneten Fernmeldeverteilerkasten feststellen. Ersten Ermittlungen zufolge fehlten aus diesem mehrere Kabel.

Aufgrund der abgegebenen Personenbeschreibung konnten die Beamten nach kurzer Zeit in der Nähe einen Tatverdächtigen antreffen. Der Lübecker führte diverses Werkzeug und die entwendeten Kabel noch mit sich. Die Gegenstände wurden durch die Polizei sichergestellt. Der Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Tatverdächtigen eingeleitet.

Symbolbild.

Symbolbild.


Text-Nummer: 147121   Autor: PD Lübeck   vom 08.09.2021 um 15.07 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.

Text kommentieren.


Kommentare zu diesem Text:

Thomas Völker

schrieb am 08.09.2021 um 15.37 Uhr:
Es ist Diebstahl, klar. Aber ein besonders schwerer Fall? Was ist denn dann der Diebstahl der 100 Kg Goldmünze aus dem Bodemuseum Berlin im Jahr 2017? Ein besonders, besonders, besonders, besonders, besonders schwerwiegenster Fall?

Alex

schrieb am 08.09.2021 um 16.55 Uhr:
Wie asozial muss man denn sein um für die 5 Euro Kupfer einen Straßenabschnitt der Telefonanschlüsse zu berauben?

HaJo

schrieb am 08.09.2021 um 17.07 Uhr:
@ Thomas Völker
Die Frage lässt sich ganz einfach mit einem Blick in das Strafgesetzbuch beantworten:
§ 243 StGB
Besonders schwerer Fall des Diebstahls

(1) In besonders schweren Fällen wird der Diebstahl mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
...
2. eine Sache stiehlt, die durch ein verschlossenes Behältnis oder eine andere Schutzvorrichtung gegen Wegnahme besonders gesichert ist,
...
Quelle: https://dejure.org/gesetze/StGB/243.html

Im Text steht "Die eingesetzten Polizeibeamten konnten am Tatort einen gewaltsam geöffneten Fernmeldeverteilerkasten feststellen."
Der Fernmeldeverteilerkasten ist in der Regel verschlossen.

Der (einfache)Diebstahl wird in § 242 StGB behandelt, der
Diebstahl mit Waffen; Bandendiebstahl; Wohnungseinbruchdiebstahl in § 244.

Marc

schrieb am 08.09.2021 um 17.15 Uhr:
https://dejure.org/gesetze/StGB/243.html

Vermutlich ist Satz 1) und vielleicht auch 3) in diesem Fall erfüllt.

Jan H

schrieb am 08.09.2021 um 18.17 Uhr:
@Thomas Völker

Man kann sich darüber aufregen oder es lassen sie sollten einfach Froh sein das die Polizei dort war und denjenigen noch gefunden hat ob es jetzt eine schwere Straftat ist es kommt halt darauf an Kabel ist heutzutage heiß begehrt

sie wollen mit Sicherheit nicht das derjenige an euern Haus oder sonstiges Kabel herausschneidet und wird dann nur lasch bestraft also immer Froh sein

natürlich ob er jetzt hart bestraft wird oder nicht das liegt am Richter oder Richterin so wie die Staatsanwaltschaft

micha

schrieb am 08.09.2021 um 19.11 Uhr:
Alex hat es klar erkannt. Ich würde sogar eher auf 3€ tippen bei Telefondraht. Allein die Arbeit alles neu zu verdrahten, na vielen Dank, die Gesellschaft dankt.

Niko

schrieb am 08.09.2021 um 22.24 Uhr:
Wie verzweifelt muss ein Mann sein mit 38
Für paar Euros Kabel zu klauen .. das tut mir irgendwie leid
Natürlich ist das eine Straftat aber heir reden welche so als wäre er ein Mörder

Gabriele Ka

schrieb am 08.09.2021 um 23.07 Uhr:
Es geht ja nicht allein um den Diebstahl. Es ist Kabel entwendet worden, das für die Funktion von Kommunikationsanlagen notwendig ist. Dadurch ist nicht nur der materielle Schaden (3 - 5 Euro), sondern möglicherweise auch ein erheblicher Sach- bzw. Kollateralschaden entstanden. Zum Einen der Verteilerkasten, zum Anderen kann man davon ausgehen, dass Menschen, die im Homeoffice tätig sind, durch die fehlenden Kabel keinen Internetempfang und somit Verdienstausfälle hatten. Man sollte vielleicht, bevor man Kommentare schreibt, mal "über den Tellerrand" schauen.

Gabriele Ka

schrieb am 08.09.2021 um 23.19 Uhr:
@ Thomas Völker

Das war kein "dummer Jungenstreich". Falls auch Telefonleitungen durch den "Kabelklau" betroffen waren, hätten Menschenleben gefährdet werden können, wenn z. B. kein Notruf erfolgen kann.