Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Gemeinnützige Lübeck

Tag der Ersten Hilfe: Johanniter geben Tipps

Schleswig-Holstein: Zum Tag der Ersten Hilfe am 11. September 2021 geben die Johanniter Tipps zum richtigen Verhalten im Notfall Vielen Menschen ist unwohl bei dem Gedanken, Erste Hilfe leisten zu müssen, da sie Angst haben, etwas falsch zu machen. "Dabei kann nur jemand etwas falsch machen, der gar nichts tut", betont David Klüver, Erste-Hilfe-Trainer bei den Johannitern im Regionalverband Schleswig-Holstein Süd/Ost.

"Grundsätzlich gilt: Einen Notruf abzusetzen und die Unfallstelle abzusichern, ist das Minimum im Notfall. Das gilt genauso während der Corona-Pandemie." so die Johanniter. Darüber hinaus sollten Helfende im Notfall folgende Verhaltensregeln beachten:

Überblick verschaffen: Um die Situation einschätzen zu können, sollten Sie sich zunächst einen Überblick verschaffen: Was ist passiert? Ist jemand verletzt? Wenn ja, wie viele Verletzte gibt es? Sind diese ansprechbar?

Sich selbst und andere schützen: Dies spielt insbesondere bei Unfällen im Straßenverkehr eine wichtige Rolle. Schalten Sie Ihr Warnblinklicht ein und fahren Sie langsam an die Unfallstelle heran. Parken Sie Ihr Fahrzeug mit ausreichendem Abstand und stellen Sie Ihr Warndreieck auf. Stellen Sie dann die Zündung des Unfallwagens ab. Achten Sie auf Anzeichen eines Brandes.

Retten aus dem Gefahrenbereich: Droht dem Verunfallten eine Gefahr, zum Beispiel durch Feuer oder Rauch, sollten Sie den Betroffenen mithilfe des sogenannten Rautek-Rettungsgriffs aus dem Gefahrenbereich bringen. Greifen Sie dazu mit beiden Händen von hinten unter den Achseln durch und umfassen Sie einen möglichst unverletzten Arm mit beiden Händen.

Notruf absetzen: Alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112. Beantworten Sie die folgenden W-Fragen: Wo hat sich der Notfall ereignet? Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Welcher Art sind die Verletzungen? Wichtig: Nicht auflegen, sondern auf Rückfragen warten.

Erste Hilfe leisten: Prüfen Sie, ob die verletzte Person bei Bewusstsein ist und ob sie normal atmet. Ist der Betroffene ohne Bewusstsein, die Atmung aber normal, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Atmet der Betroffene nicht oder ungleichmäßig, muss umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Am wichtigsten ist dabei die konsequent und möglichst lückenlos durchgeführte Herzdruckmassage – 100 bis 120 Mal pro Minute. Setzen Sie die Wiederbelebung fort, bis der Rettungsdienst eintrifft. Wechseln Sie sich ggf. mit anderen Helfenden ab.

Die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe lernt man am besten in einem Erste-Hilfe-Kurs. Damit diese im Notfall ohne langes Nachdenken abgerufen werden können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen – am besten alle zwei Jahre. Hier geht es zur Online-Kursbuchung: www.johanniter.de/erste-hilfe. Wer Menschen beibringen möchte, anderen zu richtig zu helfen, kann bei der Johanniter-Unfall-Hilfe ehrenamtliche/r Erste-Hilfe-Trainer oder -Trainerin werden.

Im Notfall ist schnelles Handeln gefragt: Celina Schüler und Julian Zimmer von den Johannitern machen vor, wie es geht. Foto: Johanniter

Im Notfall ist schnelles Handeln gefragt: Celina Schüler und Julian Zimmer von den Johannitern machen vor, wie es geht. Foto: Johanniter


Text-Nummer: 147151   Autor: Johanniter/Red.   vom 11.09.2021 um 09.14 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.

Text kommentieren.