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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Die neue Corona-Verordnung ist fertig!

Schleswig-Holstein: Die Landesregierung hat wie angekündigt eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen. Sie gilt ab Montag, 20. September 2021. Die Details zu den neuen Regeln finden Sie hier.

Ab Montag (20. September) werden Einschränkungen grundsätzlich in den Bereichen aufgehoben, in denen die 3G-Regel (vollständig Geimpfte, Genesene und negativ Getestete) gilt. Bisherige Gebote zu Abständen sowie zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen werden größtenteils in Empfehlungen umgewandelt. Wo die 3G-Regelung nicht greift (z.B. im öffentlichen Personenverkehr und Einzelhandel), gilt weiterhin die Maskenpflicht. Und: In Außenbereichen sind sehr viele Aktivitäten wieder uneingeschränkt möglich.

Wichtige Punkte der neuen Verordnung:

· Das Abstandsgebot von 1,5 Metern wird in eine Empfehlung umgewandelt. Nur in Wahlgebäuden gilt mit einigen Ausnahmen das Abstandsgebot weiterhin verpflichtend.

· An privaten Zusammenkünften dürfen weiterhin unbegrenzt viele vollständig geimpfte oder genesene Personen teilnehmen. Für nicht Immunisierte gilt hier eine Obergrenze von 25 Personen innerhalb geschlossener Räume (Kinder unter 14 Jahren werden als Begleitpersonen ihrer Haushaltsangehörigen nicht mitgezählt). Wenn sonstige Regeln der Verordnung greifen wie die 3G-Regel in der Innengastronomie, gelten die genannten Personenzahlbegrenzungen nicht.

· Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird bei Anwendung der 3G-Regel in den meisten Innenbereichen aufgehoben. Wo ein angemessener Abstand nicht eingehalten werden kann, wird innen und außen weiterhin das Tragen von Masken empfohlen.

· Bei Gottesdiensten muss während des Gemeindegesangs in geschlossenen Räumen keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden, sofern alle Teilnehmenden vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind (3G) oder Abstände eingehalten werden. Die Gemeinden haben hier also verschiedene Optionen.

· Die Vorgaben zur Einhaltung der 3G-Regel bleiben in Innenbereichen bestehen: Dies betrifft Veranstaltungen und Feste, Innengastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen (z.B. Museen, nicht jedoch Bibliotheken und Archive), im Regelfall bei körpernahen Dienstleistungen, Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben, Reiseverkehre zu touristischen Zwecken, außerschulische Bildungsangebote, Einrichtungen zur Sportausübung.

· Die bisherigen Regelungen zur Erfassung der Kontaktdaten in Innenbereichen werden ab dem 20. September nahezu aufgehoben. Dies betrifft insbesondere Veranstaltungen, Gaststätten, Freizeit- und Kultureinrichtungen, körpernahe Dienstleistungen (z.B. Friseure, Massagestudios), Einrichtungen für Sport (z.B. Fitnessstudios, Schwimmbäder) und touristische Reiseverkehre (z.B. organisierte Busfahrten). Durch den Wegfall der Vorschriften sind entsprechende Registrierungen in den genannten Bereichen nur freiwillig und dann nur unter Einhaltung strenger datenschutzrechtlicher Vorgaben möglich.

· Gilt die 3G-Regel, so ist ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder ein aktuelles negatives Testergebnis (maximal 24 Stunden alter Antigen-Schnelltest oder 48 Stunden alter PCR-Test) vorzulegen. Zudem müssen Personen ab dem 16. Lebensjahr zusätzlich ihre Identität mit einem Lichtbildausweis nachweisen können, damit überprüft werden kann, dass der Nachweis tatsächlich auf sie ausgestellt ist. Kinder unter sieben Jahren bleiben von den Testpflichten ausgenommen. Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die anhand einer Bescheinigung der Schule nachweisen, dass sie im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden, benötigen auch weiterhin keinen zusätzlichen Testnachweis. Für die Zeit der Herbstferien, in der keine regelmäßige Testung in der Schule stattfindet, gilt, dass die Bescheinigung der Schule nur in Verbindung mit einer Selbstauskunftsbescheinigung der Eltern oder einer Testbescheinigung aus einer anerkannten Teststation gültig ist, die nicht älter als 72 Stunden sein darf. Den Schülerinnen und Schülern werden dafür bei Bedarf vor den Herbstferien Selbsttests zur Verfügung gestellt. Als Bescheinigungen der Schulen gelten weiterhin die bekannten Formulare.

· Im Einzelhandel, im öffentlichen Personenverkehr, in Kitas (gilt nicht für Kita-Kinder) sowie in Bibliotheken und Archiven bleiben die Vorgaben zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bestehen, da hier die 3G-Regel nicht gilt.

· Für das Personal mit Gästekontakt in Gaststätten, Beherbergungsbetrieben und im Bereich der körpernahen Dienstleistungen entfällt die Maskenpflicht, sofern es vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Der Test muss spätestens alle 72 Stunden wiederholt werden. Bei körpernahen Dienstleistungen muss der Test täglich wiederholt werden (alle 24 Stunden).

· In Beherbergungsbetrieben werden die Vorgaben zur wiederholten Testung der Gäste gestrichen. Die 3G-Regel bei Aufnahme in einem Hotel bleibt aber bestehen.

· Bei Veranstaltungen fallen Beschränkungen weitgehend weg. Sie sind damit innerhalb und außerhalb geschlossener Räume ohne Einhaltung des Abstandsgebotes und ohne Maskenpflicht möglich. Voraussetzung bleibt die Erstellung eines Hygienekonzepts unter anderem mit einer regelmäßigen Lüftung der Innenbereiche. In Innenbereichen ist zudem die 3G-Regel einzuhalten. Kino- und Konzertsäle beispielsweise können unter Einhaltung der 3G-Regel wieder voll ausgelastet werden. Dem Betreiber bleibt es aber unbenommen, nach Hausrecht weiterhin Kapazitätsbeschränkungen vorzusehen.

· Bei Sportveranstaltungen gelten bezogen auf die Zuschauerinnen- und Zuschauerzahlen keine Obergrenzen mehr.

· Die Vorgaben für den Betrieb von Diskotheken werden unter Einhaltung der 3G-Regel normalisiert. Voraussetzung für einen normalen Betrieb ist, dass ein Hygienekonzept erstellt wird, in dem besondere Anforderungen an die Lüftung berücksichtigt werden. Nicht-immunisierte Teilnehmende benötigen für den Einlass zudem einen maximal sechs Stunden alten negativen Testnachweis.

· Die Regelungen für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe bleiben bestehen, da die Bewohnerinnen und Bewohner zu den besonders vulnerablen Personengruppen gehören. Für Besucherinnen und Besucher gilt weiterhin die 3G-Regel sowie die Maskenpflicht auf Verkehrsflächen und in Gemeinschaftsräumen in geschlossenen Räumen. Auch müssen weiterhin Kontaktdaten erhoben werden. Mitarbeitende dieser Einrichtungen, die nicht geimpft oder genesen sind, unterliegen einer täglichen Testpflicht.

Die Verordnung gilt bis einschließlich 17. Oktober.

Verboten sind die Masken zwar nicht, aber in vielen Bereichen ab Montag nicht mehr erforderlich. Foto: JW

Verboten sind die Masken zwar nicht, aber in vielen Bereichen ab Montag nicht mehr erforderlich. Foto: JW


Text-Nummer: 147265   Autor: Stk./red.   vom 15.09.2021 um 15.04 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Jean Paul Muzzi

schrieb am 15.09.2021 um 15.44 Uhr:
Ich sehe Licht am Ende des Tunnel. 💡

Jean Paul

Monika M.

schrieb am 15.09.2021 um 15.50 Uhr:
Moin,

zum Thema Lohnfortzahlung bei Covid-Quarantäne steht jetzt nichts drin.
Heißt das, alles bleibt beim alten?!

Peter piplak

schrieb am 15.09.2021 um 16.33 Uhr:
1) die Tests werden ja ab Oktober kostenpflichtig..ca.20 -25 Euro je Test.
2) über die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte wird es entschieden, diese wird aber wohl kommen da viele Bundesländer diese schon eingeführt haben. Also Impfen gehen.

Jörg

(eMail: natureforever@web.de) schrieb am 15.09.2021 um 17.23 Uhr:
@Monika M.

Sind Sie heiß darauf kein Geld zu bekommen,oder ist das ein Versuch die Nichtgeimpften zu verunglimpfen?

Leon

schrieb am 15.09.2021 um 18.43 Uhr:
Die Durchseuchung beginnt.
Bürgerschutz ala Schlewig Holstein.
3 G ohne Kontrollen vom Amt .
Schlampige Schnelltests fürs Personal.
Genessene mit abgelaufener 6 Monatsbescheimigung.
Gefälschte Impfbescheinigungen.
Abstand auf Tuchfühlung.
Alles mit Ansage und den Folgen.
Ja, das ist nun wirklich der Kniefall vor den Rechtswählern und Querdenkern.
Was uns da verkauft wird ist ein Schnellschuss ins Knie ohne Sachverstand.
Wo zB. ist die Ampel die uns sagt wann dieser Unsinn zu weit geht? Nix!
Wo sind die Gebührensätze bei Verstössen? Nix!
Wo ist die landesweite Werbung in der Impfwoche? NIX!
HERR GÜNTHER UND SEIN GRUSSELKABINETT HABEN MAL WIEDER VOLL IN DEN EIMER GEGRIFFEN.

Herr Bund

schrieb am 15.09.2021 um 20.10 Uhr:
Es ist traurig und zeitgleich sehr interessant zu sehen, wie sehr manche Menschen sich in den letzten 1,5 Jahren in einen panikartigen Zustand versetzen lassen haben. Ich drücke euch die Daumen, aus der Zange wieder rauszukommen, habe fast Mitleid, aber eben nur fast…

Einzelhändler

schrieb am 15.09.2021 um 20.59 Uhr:
Alles gut und schön mit der neuen Verordnung. Wie sieht es denn mit den Verkäufer und der Maskenpflicht aus??
Kein Wort davon das wie im letzten Jahr " nur " der Kunde eine Maske braucht. Wir arbeiten im Normalbetrieb beraten unsere Kunden gerne,sind geimpft, genesen oder getestet geht ja in fast allen anderen Berufen auch.Sogar im öffentlichen Nahverkehr hat der Fahrer keine Maske. Und ab Montag dann auch der Friseur nicht. Der Kunde geht nachdem er gekauft an die Luft ohne Maske wir suchen schnell eine neue " trockne" Maske.

Jan H

schrieb am 15.09.2021 um 22.46 Uhr:
@Einzelhändler

Der Busfahrer brauch auch keine weil der dafür die Plexiglasscheibe hat und beim Austeigen zieht er sich meist eine An

vorausgesetzt du hast sowas mal beobachtet als auf dein Handy zu schauen


lg Jan H

Onkel Horst

schrieb am 16.09.2021 um 02.19 Uhr:
@ leon
Sehr richtig
eine Verordnung auf der Basis von Fantasiezahlen mit undurchdachten Massnahmen.
Wasser auf die Mühlen der Impfgegner.
Während immer mehr Pflegepersonal kündigt und die Impfzahlen stagnieren
spielt die Lansesregierung 80% wie in DK.
Nur das wie lange nicht bei 80% sind.
Das der Ordnungsdienst der Hansestadt das jemals überprüft ist illusorisch
Einfach mal merken welche Parteien uns das eingebrockt haben.
Und was ist mit dem Quarantänegeld? Rundumbelohnung für Nichtimpfer damit muss sofort schluss gemacht werden

Bürger aus u

schrieb am 16.09.2021 um 05.34 Uhr:
Lohnfortzahlung: Wer krank bzw infiziert ist bekommt doch auch Lohnfortzahlung. Geimpft oder nicht geimpft ist egal. Betroffen sind die Fälle, die in Quarantäne sollen weil sie Reiserückkehrer sind oder vorsorglich in Quarantäne müssen oder dergleichen. Das eist die Darstellung der Medien. An die Verpflichtung eine LFZ im Krankheitsfall zu leisten kommt man nicht so schnell Ran. Das widerspräche auch dem in unserem Staat geltenden Prinzip der sozialen Sicherheit. Also das Thema ist schon etwas zu stark beleuchtet worden.

Christian

schrieb am 16.09.2021 um 07.58 Uhr:
Die Verordnungen greifen viel zu kurz und benachteiligen Familien in erschreckender Weise. Eine Aufhebung sämtlicher Maßnahmen bzw. die Umwandlung in Empfehlungen wäre schon lange angebracht gewesen.