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Lübecker entwickeln vegane Alternative zu Joghurt

Lübeck: Archiv - 18.10.2021, 15.23 Uhr: Tüfteln, verfeinern und optimieren. Der Weg ein neues Produkt zur Marktreife zu bringen, ist oft lang und steinig. So engagiert sich das Hotelteam vom Holiday Inn Lübeck derzeit für das Lübecker StartUp „Haferkram“, deren Gründerinnen Nina Lotz und Carlotta Ohlemann eine vegane Joghurt-Alternative aus Hafer entwickeln.

„Die Begeisterung, der Innovationswille und Ideenreichtum in unserer Stadt müssen gefördert werden“, findet Hoteldirektor Christian Schmidt, der als einer der Ersten die Neuheit des StartUps „Haferkram“ testen durfte. „Daher waren mein Team und ich sofort bereit, unsere Ressourcen, wie eine professionelle Küche und Equipment, bereitzustellen.“ Das Ergebnis kann sich in seinen Augen definitiv sehen lassen. „Ein tolles Produkt, noch dazu aus der Region - lecker, frisch, mit einem optimalen Maß an Süße. Das macht Appetit auf mehr.“ Für die Verkostung überließ Küchenchef Kai Otto Jacobson den beiden Entwicklerinnen sein Reich im hoteleigenen Restaurant „Kochwerk Lübeck“. Dort konnten sie ihre Test-Produkte professionell und unter Einhaltung aller Lebensmittelvorschriften herstellen.

„Die letzten Monate haben wir lange und intensiv nach einer Küche gesucht, um unter optimalen Bedingungen eine Charge unserer Joghurt-Alternative zu produzieren und eine Verkostung durchzuführen“, erzählt Nina Lotz. „Dieser Schritt aus der Privatküche in ein professionelles, gastronomisches Umfeld war für uns sehr wichtig, um unser Produkt zu finalisieren und dem Markteintritt näher zu kommen.“ Carlotta Ohlemann, ihre Partnerin im StartUp, schätzte besonders die Herzlichkeit und Unterstützung des Hotelteams. „Wir wurden mit offenen Armen empfangen und wir durften die Küche rund um die Uhr nutzen“, so die Gründerin. „Das war ein enormer Vorteil, da der Herstellungsprozess unserer Joghurt-Alternative aus Hafer sehr zeitaufwändig ist. Durch den offenen Austausch mit Christian Schmidt haben wir zusätzlich von seiner Expertise und seinen Erfahrungen als Unternehmer profitiert, so dass wir für unser Projekt einen großen Schritt nach vorne machen konnten.“

Der Kontakt zwischen Hotel und Haferkram kam dabei auf Initiative von GATEWAY49 zustande. Dies ist ein so genannter „Startup-Accelerator“ aus Lübeck, der zum Ziel hat, Gründungen und Innovationen zu fördern und die StartUp-Szene nachhaltig zu befördern. Bis zu 12 Teams werden dazu pro Jahr durch ein strukturiertes neunmonatiges Coaching-, Mentoring- und Ausbildungs-Programm möglichst nah an die Marktreife herangeführt – ohne Abgabe von Anteilen und mit einer Förderung von bis zu 30.000 Euro pro Team pro Jahr aus Landes- beziehungsweise EFRE-Mitteln sowie durch Partner und Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft. „Wir wollen Gründungen in Lübeck hip machen und kluge Köpfe für den Standort begeistern,“ erklärt Stefan Stengel, Programm-Manager GATEWAY49. „Wir begleiten von der Ideenfindung bis zum Markteintritt und unterstützen Startups in der frühen Phase. Das Alter der Gründer ist dabei ganz egal – vom Studierenden bis hin zum erfolgreichen Unternehmer, der oder die Lösungen für bestehende Probleme hat oder die Welt verändern will.“

Als einer der ausgewählten Partner des Programms hat sich das Holiday Inn Lübeck bereitgefunden, die Gründerinnen von „Haferkram“ auf ihrem Weg zu begleiten. „Mir ist es wichtig, die Entwicklung in unserer Stadt voranzubringen. Dazu gehört auch die Unterstützung von aufstrebenden StartUps“, so Christian Schmidt. „Deswegen bieten wir ‚Haferkram‘ gern erneut unsere Küche und das Restaurant im Holiday Inn Lübeck an, um ein exklusives Tasting zu veranstalten.“

Sie möchten der neuen Joghurt-Alternative aus Hafer zum Durchbruch verhelfen: Christian Schmidt, Direktor des Holiday Inn Lübeck, die StartUp-Gründerinnen Nina Lotz und Carlotta Ohlemann sowie Küchenchef Kai Otto Jacobson. Foto: Sascha König

Sie möchten der neuen Joghurt-Alternative aus Hafer zum Durchbruch verhelfen: Christian Schmidt, Direktor des Holiday Inn Lübeck, die StartUp-Gründerinnen Nina Lotz und Carlotta Ohlemann sowie Küchenchef Kai Otto Jacobson. Foto: Sascha König


Text-Nummer: 147891   Autor: Claudia Wingens   vom 18.10.2021 um 15.23 Uhr

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