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Kontrollwoche Truck and Bus: Ernüchternde Bilanz

Schleswig-Holstein: Archiv - 21.10.2021, 10.35 Uhr: Eine Woche lang liefen in Schleswig-Holstein verstärkte Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Erfahrungsgemäß bildet die Überprüfung des Güterverkehrs den Schwerpunkt der Maßnahmen. 802 Fahrzeuge sind dieses Mal kontrolliert worden, dabei wurden bei 329 Fahrzeugen Verstöße festgestellt. Die Beanstandungsquote beträgt damit über 40 Prozent.

Schwerpunkt waren erneut Verstöße gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr. Dazu gehören auch die Lenk- und Ruhezeiten. In mehr als 2000 Fällen wurden zu lange Lenkzeiten, zu kurze Pausen, fehlende Aufzeichnungen über die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer oder auch Manipulationen des digitalen Kontrollgeräts festgestellt. Die hohe Anzahl der Verstöße bei lediglich 329 Fahrzeugen mit Verstößen liegt darin begründet, dass durch das Auslesen des digitalen Kontrollgerätes eines Fahrzeugs mehrere Verstöße festgestellt werden können.

Weiterer Schwerpunkt waren Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, zum Beispiel zu schnelles Fahren, und Ladungsverstöße, in der Regel Überladung der Fahrzeuge und mangelnde Ladungssicherung, aber auch Verstöße gegen die Vorschriften zum Transport gefährlicher Güter. Die Einsatzkräfte mussten 27 Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagen.

Aus Sicht der Polizei sind Kosten- und Konkurrenzdruck im Transportgewerbe ein Hauptgrund für viele Verstöße: "Bei mehr als 40 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge wurden Verstöße festgestellt. Die Gesamtzahl der Verstöße wird durch Mehrfachverstöße auf ein überaus bedenkliches Niveau angehoben. Wer sein Fahrzeug überlädt oder zu lange am Steuer sitzt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile. Diese gehen aber auf Kosten der Verkehrssicherheit und natürlich auch der betroffenen Fahrer", so Marcel Schmidt, Pressesprecher im Landespolizeiamt.

LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer. Das Risiko, bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen getötet zu werden, ist für andere Verkehrsteilnehmer fast viermal so hoch wie für die Insassen eines Güterkraftfahrzeuges.

Die Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs bleibt ein Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung. Übermüdete Fahrer und technisch nicht einwandfreie Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Darum sei es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen zu bewahren.

Die Beanstandungsquote liegt auch dieses Mal wieder bei über 40 Prozent. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Beanstandungsquote liegt auch dieses Mal wieder bei über 40 Prozent. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 147956   Autor: LPA S-H   vom 21.10.2021 um 10.35 Uhr

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