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Ein feierlicher Abend rund um KI in Lübeck

Lübeck: 200 zufriedene Gäste, 4 Millionen Euro für ein Lübecker KI-Med-Ökosystem und eine Preisträgerin – das ist die Bilanz eines Abends, der die Künstliche Intelligenz in Lübeck gefeiert hat und wieder einmal mehr herausstellen konnte, welch beeindruckende Forschungsvielfalt die norddeutsche Hansestadt zu bieten hat.

Es war eine Premiere: Der "Norddeutsche Zukunftspreis für Künstliche Intelligenz", gestiftet von Axel Junge, Inhaber der Junge GmbH, wurde dieses Jahr zum ersten Mal vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Entgegennehmen durfte ihn Dr. Andrea Schenk, die damit für Ihre langjährigen wichtigen Beiträge zur medizinischen Bildverarbeitung mit künstlicher Intelligenz gewürdigt wurde. Sie ist Vorstandsmitglied des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medizin MEVIS in Bremen und ist hauptsächlich im Bereich der Leberforschung tätig.

Überreicht wurde er von den Sprechern des Zentrums für KI Lübeck, Prof. Dr. Jörg Barkhausen und Prof. Dr. Thomas Martinetz: "Wir freuen uns sehr, dass Herr Junge das Zentrum für Künstliche Intelligenz der Universität zu Lübeck mit diesem hochdotierten Preis ausstattet, um herausragende KI-Beiträge aus Norddeutschland zu prämieren. Mit Frau Dr. Schenk haben wir eine ideale erste Preisträgerin. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten zur KI-basierten Bildverarbeitung ermöglichen es komplexe operative und interventionelle Lebereingriffe an dreidimensionalen Bilddaten schnell und extrem genau zu planen. Dieses Vorgehen verbessert die Patientenversorgung, da optimale Behandlungsergebnisse erreicht und Komplikationen vermieden werden".

Norddeutschland hat sich in den Augen von Prof. Dr. Stefan Fischer, Vizepräsident für Transfer und Digitalisierung der Universität zu Lübeck, in den vergangenen Jahren zu einer führenden Region, vor allem im Bereich KI und Medizin entwickelt. Und so freute er sich auch über zwei Förderbescheide über insgesamt vier Millionen Euro für ein KI-Med-Ökosystem, die Ministerpräsident Daniel Günther für die Uni Lübeck im Gepäck hatte. Günther sagte: "Mit Künstlicher Intelligenz können wir Krankheiten früher entdecken, Patientinnen und Patienten gezielter und wirksamer behandeln sowie die Gesundheitsversorgung noch besser machen." In Lübeck entstehe ein KI-Handelsplatz und eine Plattform für Technologietransfer: "In diesem KI-Med-Ökosystem können Ideen entstehen und wachsen. Daten werden sinnvoll verbunden, Algorithmen trainiert, Lösungen entwickelt und angeboten. Das ist eine gute Grundlage für eine moderne Gesundheitswirtschaft im Norden", so der Ministerpräsident.

Und auch ein Rückblick durfte nicht fehlen: so sprach Prof. Dr. Claudia Schmidtke, die als Patientenbeauftragte der Bundesregierung und Mitglied der Enquette-Kommission Künstliche Intelligenz die Idee zur Lübecker DFKI-Außenstelle hatte, in einem kurzen Grußwort über die Bedeutung der Weiterentwicklung von KI in Lübeck: "Ich werbe dafür, den Möglichkeiten von KI offen gegenüberzutreten. Ich bin der Überzeugung, dass die Digitalisierung in der Medizin viele Vorteile bietet. Ein digital vernetztes Gesundheitssystem zeigt gerade in dieser Pandemie am Beispiel Israel, dass Daten Leben retten können. In Lübeck wurden die Zeichen der Zeit bereits erkannt."

Abgerundet wurde der Abend durch einen Festvortrag von Prof. Dr. Paul Lukowicz vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), der humorvoll beleuchtete, was KI überhaupt ist: "Symbolische KI ist eigentlich nur: Wissen darstellen und Wissen suchen. Das Zusammenspiel aus Suche, Statistik und Analyse ist eigentlich nur einfache, simple Mathematik." Dass es sich trotz allem lohnt, in die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz zu investieren, hat die Woche der KI in Lübeck eindrucksvoll bewiesen.

Zum feierlichen Abend rund um KI wurde ins Audimax geladen. Foto: Olaf Malzahn/Hanse Innovation Campus Lübeck

Zum feierlichen Abend rund um KI wurde ins Audimax geladen. Foto: Olaf Malzahn/Hanse Innovation Campus Lübeck


Text-Nummer: 148482   Autor: Uni Lübeck/Red.   vom 18.11.2021 um 12.01 Uhr

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