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Ausschuss stimmt für mobile Lüfter in Schulen

Lübeck: Die Mitglieder im Ausschuss für Schule und Sport stimmten vergangene Woche mehrheitlich für einen Antrag des Ausschussmitglieds Katja Mentz, Fraktion Freie Wähler und GAL. In dem Antrag wird gefordert, dass jede Schule mobile Luftfilter, ausreichend für drei Klassenräume erhält, um diese flexibel einsetzen zu können, wenn Lehrkräfte oder Schulleitungen bemerken, dass CO2 Ampeln in den Räumen trotz regelmäßigen Lüftens häufig gelb oder rot anzeigen.

„Wir haben diesen Antrag meiner Fraktionskollegin Juleka Schulte-Ostermann zu verdanken, die als Mutter zweier Kinder die Auswertungen der Datenerfassung über CO2 Ampeln in den Schulen ihrer Kinder überprüfte. Dabei stellte sich heraus, dass es jeweils mehrere Räume gab, die alarmierende Werte über längere Zeiträume aufzeigten, ohne dass die Schulleitungen hierüber verständigt wurden oder die Ursachen für die erhöhten Werte bekannt waren", so Katja Mentz.

Die Politikerin erläutert: „Da wir bisher in der Bürgerschaft keine Mehrheit für fest installierte Luftfilteranlagen oder eine flächendeckende Ausstattung mit mobilen Luftfiltergeräten erhalten haben, wollen wir zumindest dort Geräte einsetzen, wo die Messwerte dies dringend gebieten. Uns ist dabei klar, dass diese nicht das regelmäßige Lüften und auch keine Masken ersetzen. Mobile Luftfilter aber stellen einen notwendigen ergänzenden Baustein dar, der dazu beiträgt, dass sich in der Raumluft weniger Viren befinden."

"Während die Ausschussmitglieder der Freien Wähler und GAL, Linken, Grünen, Unabhängigen und FDP mit insgesamt sieben Stimmen für den Antrag stimmten, waren die sechs anwesenden Mitglieder der SPD und CDU dagegen. Die Gründe gegen den Antrag zu stimmen, waren fadenscheinig", berichtet die GAL. "So äußerte ein SPD-Vertreter seinen Unmut darüber, dass in dem Antrag jede Schule mit Luftfiltern für drei Klassen ausgestattet werden solle. Das würde gar keinen Sinn machen, da die Schulen unterschiedlich groß seien. Auf die Aufforderung, einen Änderungsvorschlag zu machen, wenn er grundsätzlich für die Anschaffung weiterer Luftfilter sei, folgte jedoch nichts. Ein Ausschussmitglied der CDU begründete seine Ablehnung schlicht nur damit, dass er das Thema Luftfilter nicht mehr hören könne und ein weiteres Mitglied der SPD zitierte einen Zeitungsartikel über Luftfilter, dessen Position nach unserem Kenntnisstand mittlerweile als veraltet gilt. Weder durch den Änderungsvorschlag der Linken, anstelle der Zahl 3 einfach „ausreichend" Luftfilter zu beantragen, noch durch ein Mitglied der Grünen, selbst noch Schüler, der berichtete, dass es nicht zuzumuten sei, während langer Klausuren dauernd die Fenster aufzumachen, ließen sich CDU und SPD von ihrer ablehnenden Haltung abbringen. Die Verwaltung unterrichtete die Ausschussmitglieder, die mittlerweile in Jacken und Decken gehüllt im gelüfteten Raum saßen, darüber, dass aufgrund der ersten Auswertung der Messwerte 44 mobile Luftfiltergeräte bestellt worden seien anstelle der zuvor angekündigten 26 Geräte. Auf die Mahnung des Ausschussmitglieds der Unabhängigen, jetzt mehr Geräte zu bestellen, da die Lieferzeiten so lang seien, entgegnete Senatorin Frau Frank, beim Städtetag sei davon dringend abgeraten worden, flächendeckend Geräte zu bestellen, weil dann diejenigen keine mehr kriegen würden, die sie benötigen."

„Wir sind froh, dass unser Antrag eine Mehrheit erhalten hat und der Schulausschuss damit eine Empfehlung ausspricht. Die nächste Hürde ist in der Bürgerschaft zu nehmen, denn dort stellt unsere Fraktion am Donnerstag denselben Antrag", so Juleka Schulte-Ostermann, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der GAL.

Der zuständige Fachausschuss hat sich für die Anschaffung der mobilen Lüfter für Schulen ausgesprochen.

Der zuständige Fachausschuss hat sich für die Anschaffung der mobilen Lüfter für Schulen ausgesprochen.


Text-Nummer: 148575   Autor: GAL/red.   vom 23.11.2021 um 15.29 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Horsti

schrieb am 23.11.2021 um 18.50 Uhr:
Offensichtlich haben manche Politiker immer noch nicht verstanden, daß die CO2-Ampel absolut untauglich ist. Mit der Deltavariante hat sich die Übertragbarkeit des Virus um den Faktor 1000 verstärkt und ist von der Infektiosität am ehesten mit Windpocken zu vergleichen. Die Inzidenz bei Kindern bis 13 liegt im deutschlandweiten Duchschnitz bei 867,3.
Diesbezüglich sind Politiker*innen wie Frau Prien, die uns glauben machen wollen, daß Problem sei mit Stoßlüften zu beherrschen schlicht Bullshit! Sie sollten sich und uns den Gefallen tun, in Ihrem erlernten Beruf Ihre Brötchen zu verdienen und zurückzutreten. Wissenschaftler haben den zusätzlichen Vorteil der Luftfilter längst evident belegt, der Bund hat Gelder für die Beschaffung bereit gestellt. Nur bezweifle ich stark, daß die Geräte noch rechtzeitig kämen um noch einen positiven Nutzen zu haben. Allerdings gehen Epidemiologen bereits von einer fünften Welle aus!

Christian Schenk

schrieb am 24.11.2021 um 10.08 Uhr:
Was denn nun, Lüfter oder Filter? Ein Lüfter, gemeinhin auch Ventilator genannt, kann den Luftstrom beim Lüften, also beim Luftaustausch in einem Raum beschleunigen um ausreichend Frischluft in den Raum einzubringen. Ein Luftfilter kann, vorausgesetzt man nutzt das richtige Modell, eine Virenbelastung in der Raumluft senken. Voraussetzung dafür ist allerdings eine gewissenhafte und sachkundige ständige Wartung der Filtergeräte. So ein Filter kann sonst schnell zu einer Keimschleuder werden. Auch kann ein Luftfilter nicht den CO2 Gehalt in der Atemluft senken. Das geht nur mit einem Lüfter. Also was denn nun, Lüfter oder Filter, oder beides? Der Ausschuss und auch die Verantwortlichen in einer Schule sollten sich einmal die während der mit Millionenaufwand durchgeführten Sanierung im Jugendzentrum Burgtor auf dem Dachboden eingebaute Klimaanlage mit Lüftern und Filtern anschauen. Ein wirklich beeindruckendes Monster durch das deutlich wird, dass es mit mobilen Geräten nicht getan ist. Sie können nur mehr schaden als nutzen. Auch ist die Energiebilanz mobiler Geräte einfach nur verheerend.