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35 Bildpaten für die Ostseestation

Lübeck - Travemünde: Zweimal malt sie noch: Am Mittwoch und Donnerstag ab 13 Uhr wird die Travemünder Künstlerin Inga Prasse das letzte Mal öffentlich mit ihrem Gemälde von der Qualle und der Einwegmaske im Meer auf der Strandpromenade in Travemünde zu sehen sein. Bereits seit Anfang Oktober arbeitet Inga Prasse vor der Ostseestation und auf der Strandpromenade an ihrem Projekt „Bildpaten für die Ostseestation“.

Im Rahmen der Aktion malt die 27-Jährige an einem Gemälde, auf dem eine Feuerqualle zu sehen ist, die neben einer benutzten Einwegmaske im Meer treibt. Immer mit dabei ist eine Infotafel, auf der zu lesen ist, wie lange beides im Meer schwimmen wird: Die Feuerqualle wird maximal ein Jahr in der Ostsee verbringen, die Einwegmaske jedoch wird 450 Jahre brauchen, bis sie komplett verrottet ist.

„Normalerweise möchte ich auf meinen Bildern die Einzigartigkeit eines Menschen oder eines Tieres festhalten. Bei diesem Gemälde ist es anders: hier bilde ich realistisch ab, was mittlerweile zur Normalität geworden ist“, erzählt die junge Künstlerin. Außerdem legt sie bei ihrer Aktion Schilder aus, auf denen die Abbauzeiten vieler anderer Dinge des täglichen Bedarfs stehen - Schilder, an denen die Blicke der Leute hängen bleiben.

Mit ihrem Kunstwerk macht sie auf die zu geringe Umweltbildung vieler Menschen aufmerksam, möchte aber auch direkt vor Ort etwas bewirken: Mittels Patenschaften können interessierte Menschen noch bis zum 31. Dezember 2021 für einen selbstgewählten Betrag einen Teil des Bildes erwerben - sie werden Paten für das Gemälde und können ihren Namen auf einer Holzplanke gemeinsam mit den Namen anderer Bildpaten verewigen lassen. Die Gesamtsumme aus allen Bildpatenschaften spendet Inga Prasse Anfang des Jahres komplett an die Ostseestation Travemünde, damit diese ein neues umweltpädagogisches Projekt mit Kindern verwirklichen kann.

Von Anfang Oktober bis jetzt konnte die junge Künstlerin mit ihrer Aktion 35 Menschen jeden Alters für eine Bildpatenschaft begeistern und eine vierstellige Summe an Spenden gewinnen. „Besonders berührt hat mich das Interesse vieler Kinder am Projekt“, erzählt Inga Prasse. „Meistens sind es die Kinder, die zuerst stehen bleiben und mir beim Malen zusehen. Drei von ihnen haben sogar beschlossen, selbst Bildpaten zu werden und mein Projekt zu unterstützen.“

Immer, wenn die Künstlerin nicht an ihrem Gemälde arbeitet, wird es zusammen mit der Holzplanke mit den Namen der Bildpaten im Kunstpavillon Travemünde in der Vogteistraße 21 ausgestellt. Bis Ende November war das Gemälde im Museum für Natur und Umwelt in Lübeck in der Ausstellung „Von Flüssen und Meer“ zu sehen.

Am Mittwoch und Donnerstag macht Inga Prasse mit dem Bild auf der Strandpromenade auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam. Foto: pivat

Am Mittwoch und Donnerstag macht Inga Prasse mit dem Bild auf der Strandpromenade auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam. Foto: pivat


Text-Nummer: 149177   Autor: Veranstalter/red.   vom 28.12.2021 um 11.23 Uhr

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