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Neujahrsempfang der IHK mit Labskaus vor dem Bildschirm

Lübeck: Auch im zweiten Jahr fand der Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck digital statt. Labskaus gab es trotzem: Die IHK hatte eine Liste von Betrieben veröffentlicht, die das Gericht fertig vor den Bildschirm servierten. Aber natürlich ging es auch um politische Forderungen.

„Die Politik sollte die Wirtschaft als Partnerin auf Augenhöhe bei der Lösung der drängenden Zukunftsaufgaben anerkennen“, sagte Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, beim digitalen IHK-Neujahrsempfang am Mittwochabend. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther reichte die Hand, indem er herausstellte, wie wichtig es sei, gemeinsam Lösungen für Probleme und gesellschaftliche Herausforderungen zu finden bei den Themen Nachfolge und Fachkräftesicherung, Internationalisierung durch mehr Wettbewerb und Innovationen sowie dem Klimaschutz, der einen Einklang von Ökonomie und Ökologie erfordere. Der Regierungschef hatte sich live in das „IHK-TV-Studio“ in Lübeck zugeschaltet, um mit Präses Kühn und IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning über die drängenden Aufgaben der Wirtschaft zu diskutieren.

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Erneut schauten hunderte Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft, Politik und öffentlichem Leben zu und nahmen am vermutlich größten digitalem Labskausessen der Welt teil. Bürgermeister Jan Lindenau hatte sich das traditionelle Essen für den Neujahrsempfang ins Rathaus kommen lassen.

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Ministerpräsident Günther stellte heraus, dass das Land Gründer ermutigen und fördern wolle. „Für diese hochmotivierten Unternehmer räumen wir die Hürden beiseite.“ Das funktioniere bereits, die Gründerszene im Norden habe sich deutlich belebt. „Insgesamt werden wir weiter daran arbeiten, ihnen ordentlich Rückenwind zu geben.“ Als ein „Vorzeigeprojekt“ für Gründungsförderung bezeichnete der Regierungschef den Accelerator „Gateway 49“ in Lübeck. „Hier werden junge Unternehmen gecoacht, um fit für den Markt zu werden, und der Austausch von etablierten Unternehmen des Mittelstands mit diesen jungen Unternehmen organisiert.“ Zudem ging Günther auf die Energiepreise ein: „Im Mittelpunkt aller Überlegungen zur Steigerung der Wertschöpfung muss stehen, wie wir die Produktion von sauberem Strom als Standortvorteil nutzen können. Ziel ist es, den in Schleswig-Holstein produzierten Strom auch hier zu verwenden, anstatt die Produktion zu drosseln.“ Der regulatorische Rahmen gehöre daher auf den Prüfstand. „Aktuelle Diskussionen zum Strompreis und seinen Bestandteilen sowie zum rechtlichen Rahmen für eine Wasserstoffwirtschaft bieten hierfür die richtigen Anknüpfungspunkte“, sagte der Regierungschef im Talk mit Moderator Christopher Scheffelmeier.

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Einen Blick nach vorn gab Oliver Leisse von SEE MORE in Hamburg. „Die Zukunft folgt neuen Regeln. Um als Unternehmen erfolgreich zu sein, sollten Sie diese berücksichtigen“, sagte er und nannte die vier wichtigsten: „Commitment – nichts geht mehr ohne Haltung. Fragen Sie sich, was der Antrieb Ihres Unternehmens ist und warum es sich lohnt, dafür zu arbeiten? Ob Marketing, Produktentwicklung oder Recruiting: Formulieren und leben Sie eine sinngebende Haltung.“ Der zweite Punkt ist „Convenience“. Da die Welt immer komplizierter werde, müssten die Unternehmen sie ihren Kunden und Mitarbeitern einfacher machen, durch Automatisierung, Vorausdenken, Reduzierung von Pain Points. „Reduzieren Sie Wartezeiten. Vereinfachen Sie komplizierte Prozesse.“

Viel wichtiger als die hohe Leistung sei das Erlebnis, sagte Leisse zum dritten Punkt: „Creativity“. Konsumenten wollen schon jetzt und erst recht in Zukunft die Dinge nicht besitzen, sondern Teil eines Erlebnisses sein. „Hier hilft Kreativität, in der Art der internen Arbeit, in der Art des Angebots. Überraschen Sie immer wieder neu!“, riet Leisse. Seine vierte Regel ist „Connection“. Effizienz und Digitalisierung seien zwar wichtig. „Doch noch bedeutender ist der persönliche Kontakt. Es gilt, tiefe und zuverlässige Verbindungen herzustellen, im Team nach innen und nach außen zu den Partnern und Kunden. Setzen Sie auf starke Verbindungen.“

Im Original-Ton hören Sie IHK-Präses Friederike C. Kühn, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Ministerpräsident Daniel Günther.

IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Präses Friederike C. Kühn und Moderator Christopher Scheffelmeier im Gespräch mit Daniel Günther. Screenshots, O-Ton: Harald Denckmann

IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Präses Friederike C. Kühn und Moderator Christopher Scheffelmeier im Gespräch mit Daniel Günther. Screenshots, O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 149404   Autor: IHK/red.   vom 12.01.2022 um 21.00 Uhr

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