Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Baerbock-Auftritt: Absage nach Buttersäure-Anschlag

Lübeck: Die für Samstag in Lübeck geplante Veranstaltung (wir berichteten) mit Annalena Baerbock und Monika Heinold musste abgesagt werden. Auf dem Veranstaltungsort, der Freilichtbühne, wurde eine stark riechende Substanz entdeckt. Fünf Mitarbeiter der Grünen wurden verletzt. Der Auftritt in Ahrensburg konnte wie geplant stattfinden.

Bei Aufbauarbeiten wurde ein beißender Geruch bemerkt. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert. Diese rückten mit der Löschzug-Gefahrgut an und riegelten vor Ort alles ab. Bei den Untersuchungen vor Ort konnte eine stinkende Substanz festgestellt werden, die auf der gesamten Veranstaltungsbühne verteilt war. Am Abend lag die Bestätigung vor: Es handelt sich um Buttersäure.

Der Landesverband der Grünen und das Bundeskriminalamt haben sich, angesichts des Fundes, zu einer Absage der Veranstaltung entschieden.

Bild ergänzt Text

Nach Angaben der Polizei wurden fünf Mitarbeiter der Grünen, die auf dem Gelände Vorbereitungen trafen, verletzt. Sie klagten über Übelkeit und wurden vom Rettungsdienst untersucht. Das Bundeskriminalamt und der Staatsschutz der Lübecker Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

"Wir verurteilen diese feige Tat aufs Schärfste!", so der Grüne Landesverband. "Kein solcher Angriff wird unsere politischen Positionen verändern, im Gegenteil wird damit abermals deutlich, dass es Einzelnen nicht um die argumentative Auseinandersetzung geht. Leidtragende sind Besucher und die Lübecker Kulturszene, für die die Freilichtbühne eine enorme Bedeutung hat. Wir hoffen sehr, dass der Kulturbetrieb hier schnell wieder aufgenommen werden kann. Wir danken Polizei, Feuerwehr und allen Hilfskräften ausdrücklich für Ihren hochprofessionellen Einsatz!"

"Der Wahlkampf lebt vom Wettbewerb und Austausch von Argumenten und Programmen. Man kann diese teilen oder ablehnen. Wer versucht diesen Austausch zu verhindern, Menschen gefährdet oder dies sogar begrüßt verlässt das demokratische Spektrum und disqualifiziert sich im Dialog um Meinungen und Argumente", sagt Daniel Kerlin, Vorsitzender der Lübecker FDP. "Unsere Solidarität gilt insbesondere den verletzen Personen und dem politischen Wettbewerber, dessen Veranstaltung der Tat zum Opfer fiel. Es ist wichtig, dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden. Angriffen und Störungen auf den demokratischen Austausch darf keine Toleranz gezeigt werden."

Der ebenfalls für Samstagabend geplante Auftritt der Außenministerin Annalena Baerbock konnte stattfinden. "Etwa 150 Personen versammelten sich um den Wahlkampfauftritt der Bündnis 90/ Die Grünen, um durch laute Zwischenrufe und unter Einsatz von Trommeln, Megaphonen und Trillerpfeifen zu stören", berichtet die Polizei. "Nach Hinzuziehung von Polizeikräften beruhigte sich die Situation. Es wurde gegen eine Person ein Platzverweis für den Bereich rund um den Veranstaltungsort ausgesprochen. Weitere polizeilichen Maßnahmen waren nicht erforderlich."

In der Vergangenheit gab es bereits andere Zwischenfälle mit der besagten Substanz. So soll Anfang April ein Rheinmetall-Gebäude in Peterswerder von Unbekannten mit Buttersäure beworfen worden sein sollen. Ein politisches Motiv wird vermutet, der Staatsschutz ermittelt noch. Die Bremer Grünen verurteilten damals den Anschlag.

Der geplante Auftritt soll nach aktuellen Informationen heute nicht stattfinden.

Der geplante Auftritt soll nach aktuellen Informationen heute nicht stattfinden.


Text-Nummer: 151368   Autor: Red.   vom 30.04.2022 um 11.45 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.