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Wetter: Eisheilige könnten Regen-Heilige werden

Lübeck: Archiv - 07.05.2022, 18.53 Uhr: In der Zeit vom 11. bis 15. Mai werden die "Eisheiligen" mit ihren Nachtfrösten erwartet. Harald Denckmann hat die Wetterdaten ausgewertet und gibt Entwarnung: Von Nachtfrösten sind wir weit entfernt.

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Keine Frage, wir warten alle sehnsüchtig auf mehr als ein wenig ausreichenden Regen. Die Natur braucht es dringend und die Sorgenfalten vieler Landwirte werden täglich tiefer. Auf sandigen Böden droht bereits jetzt ohne regelmäßige Bewässerung eine schlechte Ernte. Viel können wir leider nicht versprechen, aber am kommenden Wochenende besteht zumindest aus heutiger Sicht die Chance, dass sich nach längerer Zeit einmal wieder ein Tiefdruckgebiet mit Regenfronten bei uns einstellt.

Nun befinden wir uns etwa Mitte Mai in der Zeit der sogenannten Eisheiligen. Die dafür klassische Wetterlage mit Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln und Tiefdruckgebiet über Skandinavien hatten wir in diesem Jahr aber bereits in den ersten Tagen des Mai. Es herrschten recht kalte Winde und in den Nächten war durchaus auch einmal Bodenfrost dabei. Nur der Regen, der eigentlich auch fallen sollte, hat einen Bogen um uns gemacht und ist weiter in Deutschlands Süden niedergegangen.

In vielen Kommentaren heißt es daher "die Eisheiligen 2022 sind bereits durch" und wenn ich mir die Prognosekarten ansehe, stimme ich da absolut zu. In der kommenden Woche werden wir sogar am frühen Morgen noch Temperaturen im zweistelligen Bereich messen können. Von Nachtfrösten kann also überhaupt nicht mehr die Rede sein.

Schauen wir uns daher die Eisheiligen 2022 einmal genauer an. Los geht es am kommenden Mittwoch dem 11. Mai mit "Mamertus". Da befinden wir uns noch weitgehend unter Hochdruckeinfluss und das vorherrschende trockene Wetter dauert noch an. Ein Tiefdruckgebiet formiert sich aber bereits über Island.

Das nimmt an Pankratius - 12. Mai - erst einmal Anlauf und erreicht uns dann hoffentlich an Servatius - Freitag 13. Mai - und Bonifatius - Samstag 14. Mai mit seinen begleitenden Regenfronten.

Wenn wir einmal auf die Karte sehen, können wir nur hoffen, dass die Grenze zwischen Hochdruckgebiet im Süden und Tiefdruckgebiet im Norden so weit wie möglich südlich von Lübeck verläuft, denn bereits die sogenannte 'kalte Sophie', traditionell der Abschluss der Eisheiligen am Sonntag, den 15. Mai, wird wieder weitgehend unter Hochdruckeinfluss stehen. Wie es aussieht wird das Regenwetter nicht lange vorhalten.

Für den Beginn der zweiten Monatshälfte sind wieder sommerliche Verhältnisse zu erwarten. Das ist zwar schön für alle, die auf Touristen warten, aber für Wälder und Felder eben einfach nicht so gut. Nach Monatsmitte müssen wir daher für uns im Norden schauen, wie es weiter geht, denn nur bei uns war es ja richtig trocken. Weiter im Süden sind Niederschläge verzeichnet worden, die ursprünglich in den Vorhersagekarten einmal für unsere Region gedacht waren.

Die Eisheiligen fallen in diesem Jahr aus. Es wird deutlich wärmer. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann

Die Eisheiligen fallen in diesem Jahr aus. Es wird deutlich wärmer. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 151536   Autor: Harald Denckmann   vom 07.05.2022 um 18.53 Uhr

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