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Beschäftigte in städtischen Kitas streiken erneut

Lübeck: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft auch in der laufenden Woche (vom 11. bis zum 13. Mai) zu Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst auf, um vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 16. und 17. Mai 2022 nochmals klare Signale an die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu senden. Auch in Lübeck soll am Donnerstag, dem 12. Mai, erneut gestreikt werden. Am bundesweiten Warnstreik am 8. März haben allein in Lübeck über 150 Beschäftigte teilgenommen.

Insgesamt sind rund 23.000 Beschäftigte in Schleswig-Holstein mittelbar oder unmittelbar von der Tarifrunde betroffen. Allein 21.500 Betroffene arbeiten als pädagogisches Personal in Kitas. Am Donnerstag und Freitag, dem 12. und 13. Mai, sind Streiks in Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Nordfriesland, Flensburg, Neumünster, Norderstedt und Henstedt-Ulzburg geplant. In der Landeshauptstadt Kiel und Plön wird bereits einen Tag früher, am 11. Mai, sowie ebenfalls am Freitag, dem 13. Mai, die Arbeit niedergelegt.

"Was uns vor allem stört, ist die totale Verweigerungshaltung der Arbeitgeber. Bei permanent steigenden Lebenserhaltungskosten und einer Inflationsrate von über 7 Prozent ist eine Anpassung der Löhne schon lange überfällig. Respekt und Wertschätzung gegenüber unserer Arbeit sieht anders aus", so Martin Kürle, Schulsozialarbeiter und ver.di Vertrauensmann in Lübeck.

"Wir im Norden waren bislang zurückhaltend mit Streikaktivitäten, aber nun ist es an der Zeit, den Druck zu erhöhen. Die Beschäftigten der Sozialen Arbeit werden sich jetzt deutlich sichtbar für ihre Forderungen einsetzen und erwarten, dass sie endlich gehört werden", so Sabine Kaiser, Fachbereichsleiterin der öffentlichen Dienste im ver.di Landesbezirk Nord.

"Die Arbeitgeber sollten die Signale der Kolleginnen und Kollegen ernst nehmen und endlich mit uns konstruktiv an Lösungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und einer Aufwertung der sozialen Berufe arbeiten. Eine weitere Verhandlungsrunde ohne konkrete Ergebnisse, hätte unweigerlich die Ausweitung der Streiks zu Folge", so die Gewerkschafterin weiter.

Geplant sind Warnstreiks, Kundgebungen und Aktionen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Am Donnerstag, dem 12. Mai, wird es eine digitale Streikkonferenz mit Live-Schaltungen in das gesamte Bundesgebiet geben. Hier wird aus Kiel live mit Bremen, Stuttgart und München gestreamt.

Hintergrund ist die aktuelle Tarifauseinandersetzung mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Die beiden vorangegangenen Tarifrunden im Februar und im März verliefen erfolglos. ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16. und 17. Mai in Potsdam statt.

Die nächsten Streikaktivitäten in Lübeck sind für Donnerstag, den 12. Mai, geplant. Foto: Archiv/VG.

Die nächsten Streikaktivitäten in Lübeck sind für Donnerstag, den 12. Mai, geplant. Foto: Archiv/VG.


Text-Nummer: 151584   Autor: Ver.di Nord/Lüb/NDR/Red   vom 10.05.2022 um 10.57 Uhr

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