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17-Jähriger liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Lübeck: Am Montagabend, 9. Mai 2022, hat sich eine Verkehrskontrolle zu einer Verfolgungsfahrt entwickelt, die erst nach einigen Kilometern gestoppt werden konnte und dem flüchtenden Fahrer am Ende mehrere Strafanzeigen einbrachte.

Gegen 22.25 Uhr wollte eine Streife des 1. Polizeirevieres Lübeck in der Schwartauer Landstraße einen Peugeot 206 für eine Verkehrskontrolle anhalten, nachdem der 17-jährige Fahrer zuvor durch eine unsichere Fahrweise aufgefallen war. Die Halteaufforderungen mittels Lichtlaufleiste wurde jedoch ignoriert, ebenso wie das daraufhin eingeschaltete Blaulicht und Martinshorn. Der flüchtende Peugeot beschleunigte stattdessen und wollte sich offenbar der Kontrolle entziehen, so dass weitere fünf Streifenwagen hinzugezogen wurden. Der Fahrer flüchtete zunächst über die Memelstraße, die Vorwerker Straße und die Straße Zum Vorwerk in die Hauptstraße in Bad Schwartau. Auf dieser Strecke überfuhr er auch eine rote Ampel, wobei jedoch niemand gefährdet wurde. Anschließend ging es über die Cleverbrücker Straße weiter bis zur Straße Tremskamp, wo dem Peugeot schließlich mit einem quergestellten Streifenwagen der Weg abgeschnitten wurde. Der 17-jährige Lübecker weigerte sich anschließend, aus dem Auto auszusteigen, so dass er von den Beamten aus dem Fahrzeug gezogen wurde.

Im Zuge der ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer den Peugeot am selben Abend in der Reiferstraße in Lübeck entwendet beziehungsweise unbefugt in Gebrauch genommen hatte, was die betroffene Fahrzeugnutzerin bislang noch gar nicht bemerkt hatte. Der Fahrer war außerdem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und wurde anschließend mit einem Streifenwagen zum 1. Polizeirevier Lübeck gebracht. Unterwegs beleidigte der 17-Jährige dann noch zwei Polizeibeamte, was eine weitere Anzeige zur Folge hatte. Schließlich wurde der Lübecker an eine Erziehungsberechtigte übergeben.

Gegen den Fahrer wird wegen nun wegen des Verdachts des Diebstahls, des Unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeuges, der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Beleidigung ermittelt. Zu diesem Ermittlungskomplex gehören der Vollständigkeit halber auch die beiden Ordnungswidrigkeiten wegen der Missachtung der Anhalteaufforderung sowie des Rotlichtverstoßes dazu.

Mit sechs Streifenwagen gelang es, den Peugeot in der Straße Tremskamp zu stoppen. Foto: HS

Mit sechs Streifenwagen gelang es, den Peugeot in der Straße Tremskamp zu stoppen. Foto: HS


Text-Nummer: 151591   Autor: PD Lübeck   vom 10.05.2022 um 14.41 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Reinhart Jahnke

schrieb am 10.05.2022 um 16.29 Uhr:
5 Streifenwagen, um den 17-Jährigen zu stoppen. Und dann wird der Bengel an eine Erziehungsberechtigte übergeben. Das wirkt! Wann erfolgt die Fortsetzung?

Al bundy

schrieb am 10.05.2022 um 16.54 Uhr:
Leider wird dies immer schlimmer jegliche Hinsicht mit den Jugendlichen. Vorallem der Respekt älteren mitbürgern ist grundsätzlich fehl am Platze.
Fehlender Zivildienst und Wehrdienst leisten hier auch ganze Arbeit so kann weiterhin überall "gechillt "werden. Wir sollten dies dringend wieder einführen,kann nur bei der Reife helfen☝️!

S.

schrieb am 10.05.2022 um 18.21 Uhr:
Al bundy:genau das habe ich vor kurzem beim Abendessen meiner 17 jährigen Tochter und ihrem Freund gesagt....für ganz viele wäre die Bundeswehr hilfreich .....warum wurde es abgeschafft ....viele werden leider nicht mehr erzogen....schade und traurig zu gleich .....

nicht Andere sind immer ,,Schuld,,

schrieb am 10.05.2022 um 21.33 Uhr:
Alle die hier nach der Zeit bei der Bundeswehr rufen!!!

Ich weiß nicht was ihr erwartet, die Eltern dürfen die Kinder zeugen, aber die Erziehung soll die Kita, Schule und Bundeswehr übernehmen???

Seltsame Logik habt ihr!!

Hier sind eindeutig die ,,Schuld,, bei den Eltern zu suchen!! Nicht bei fehlendem Grundwehrdienst!!

Erziehung ist in erster Linie Elternaufgabe!!

Eiven

(eMail: eiven-hl@gmx.net) schrieb am 11.05.2022 um 06.34 Uhr:
Früher gabs von Papa ein Arschvoll das sich gewaschen hat. Damit sich sowas nicht wiederholen kann. Nach der Bundeswehr zu rufen hat auch keinen Sinn, da die Truppe auch nicht so hervorragend und überzeugend ist. Das war wohl sehr ironisch gemeint?? Deswegen hab ich mich auch nicht dorthin gemeldet. Man konnte noch länger durch die Gegend butschern....

Electric Arthrose

schrieb am 11.05.2022 um 07.06 Uhr:
6 Monate Haft und keine 20 Sozialstunden, dann macht er so was nie wieder.
Auf jeden Fall hat er schon mal einen "guten" Start in seine kommende kriminelle Karriere hin gelegt.

Electric Arthrose

schrieb am 11.05.2022 um 07.21 Uhr:
@ Reinhard Jahnke

In der Tat kommt einem da der Gedanke an Dilettanten auf. 5 Streifenwagen um einen 17 Jährigen in einem schwächlich motorisierten 206 zu stoppen.
Bei einem beherztem Eingreifen hätte eine potentielle Gefährung anderer unbeteiligter Personen vermieden werden können. Warum der Fahrer über eine unnötig lange Strecke Andere gefährden durfte, das ist auch mir schleierhaft.