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250 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst im Warnstreik

Lübeck: Archiv - 12.05.2022, 13.09 Uhr: Am Donnerstag beteiligten sich am Donnerstag rund 250 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst an einem Warnstreik. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen, die am Montag in die dritte Verhandlungsrunde gehen. Die Gewerkschaft Ver.di droht mit einer Ausweitung der Streiks, falls es in der kommenden Woche keine Verhandlungsergebnisse gibt.

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"Wir im Norden waren bislang zurückhaltend mit Streikaktivitäten, aber nun ist es an der Zeit, den Druck zu erhöhen. Die Beschäftigten der Sozialen Arbeit werden sich jetzt deutlich sichtbar für ihre Forderungen einsetzen und erwarten, dass sie endlich gehört werden", so Sabine Kaiser, Fachbereichsleiterin der öffentlichen Dienste im ver.di Landesbezirk Nord. "Die Arbeitgeber sollten die Signale der Kolleginnen und Kollegen ernst nehmen und endlich mit uns konstruktiv an Lösungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und einer Aufwertung der sozialen Berufe arbeiten. Eine weitere Verhandlungsrunde ohne konkrete Ergebnisse, hätte unweigerlich die Ausweitung der Streiks zu Folge", so die Gewerkschafterin weiter. Gefordert wird nicht nur mehr Geld, sondern zum Beispiel die Anrechnung von Vorbereitungszeiten.

Die Streikenden zogen vom Gewerkschaftshaus am Holstentor zum Verwaltungszentrum Mühlentor. Die Gewerkschaft hatte Bürgermeister Jan Lindenau oder Sozialsenatorin Pia Steinrücke zu einem Gespräch aufgefordert. Das sei abgelehnt worden.

Betroffen von dem Warnstreik waren besonders die Kitas. "Von den städtischen Kitas haben nach bisherigen Erkenntnissen rund 100 Mitarbeitende am Warnstreik teilgenommen, so dass das Betreuungsangebot nicht im gewohnten Umfang stattfinden konnte", berichtet Nicole Dorel, Sprecherin der Stadtverwaltung. "Viele Eltern hatten sich im Vorfeld um eine alternative Betreuung bemüht – dafür danken wir, denn so konnten die verbliebenden Kinder betreut werden."

Viele Streikende zogen vom Gewerkschaftshaus zum Verwaltungszentrum Mühlentor. Fotos: VG

Viele Streikende zogen vom Gewerkschaftshaus zum Verwaltungszentrum Mühlentor. Fotos: VG


Text-Nummer: 151641   Autor: VG   vom 12.05.2022 um 13.09 Uhr

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