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Der Schaukelsommer im Norden geht weiter

Lübeck: Fast ganz Deutschland stöhnt unter einer Hitzewelle. Nur bei uns war der Sonntag regnerisch und kühl. Harald Denckmann hat die Wettermodelle ausgewertet und hat für alle hitzegeplagten Deutschen einen Tipp: Urlaub an der Lübeck Bucht.

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Wir sollten nicht jammern. Bisher haben wir einen richtig schönen Schleswig-Holstein Sommer, der uns mal einen Regenschauer für die Land- und Forstwirtschaft und mal einen sonnigen Strandtag mit roten Besucherampeln in der Lübecker Bucht beschert. Um zu sehen, wie andere Regionen Deutschlands unter Hitzewelle, Waldbränden und Trockenheit stöhnen brauchen wir nur die Abendnachrichten der Fernsehstationen einzuschalten. Wir haben das Glück, dass vorbeiziehende Tiefdruckgebiete uns nördlich streifen und von daher die Sommertemperaturen erträglich halten. Und abwechslungsreich natürlich auch.

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Der in der Karte erkennbare Tiefdruckkern über den Britischen Inseln wird in der kommenden Woche im Wesentlichen das Wetter in unserer Region bestimmen. Das bedeutet zu Wochenbeginn zunächst einmal etwas frischere Verhältnisse, bevor dann ab Donnerstag auch mehr Hitze aus Südwest zu uns herangeführt wird. Im Verlauf des kommenden Wochenendes sind da durchaus einmal Temperaturen an die +30°C drin. Jetzt erinnern wir uns aber an den Schaukelsommer. Die hohen Temperaturen werden bei uns nicht lange vorhalten. Sehr schnell wandern die Druckgebiete weiter und bringen anders strukturierte Luftmassen zu uns. Das führt dann wiederum zu schnellen Temperaturrückgängen von sechs bis acht Grad, so dass wir auch nach kurzen und intensiven Hitzeperioden schnell wieder in den komfortableren Bereich zurückfallen werden.

Wenn Luftmassen unterschiedlicher Temperatur schnell aufeinandertreffen bedeutet das natürlich auch immer die hohe Wahrscheinlichkeit von Hitzegewittern. Auch die sollten bis zum Ende des Monats auftreten. Da die Gegensätze bei uns im Norden allerdings nicht so stark ausgeprägt sein werden, wie in anderen Regionen Deutschlands, dürfte es in diesem Zusammenhang bei uns nicht zu übermäßig extremen Wettererscheinungen dieser Art kommen. Alles daher ein bisschen norddeutsch moderater.

Interessant dürfte dann noch der 27. Juni werden. Dieser Tag, und fairerweise muss man sagen auch die darauffolgende Woche, markiert im Bauernkalender den sogenannten 'Siebenschläfer'. Zu dieser Zeit sollte sich das Azorenhoch so intensiv bei uns eingenistet haben, dass eine Schönwetterperiode von darauf folgenden sieben Wochen anhält. Obwohl es so aussieht, dass eine Hochdruck-Nase just um diese Zeit in unsere Region vorstößt, sieht es doch gleichermaßen so aus, als ob dieser Vorstoß zu Beginn des Monats Juli gleich schon wieder zu Ende ist. Genau kann man das jetzt noch nicht sagen, aber vieles deutet darauf hin, dass der wechselhafte Schaukelsommer bei uns noch eine Weile weitergehen wird. Gegen Ende Juni, wenn wir da klarer sehen, werden wir uns wieder melden.

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Für die Land- und Forstwirtschaft wäre eine Fortschreibung der wechselhaften Verhältnisse erfreulich. Wir verzeichnen jetzt nach einem halben Jahr bereits eine bisherige Niederschlagsmenge von etwa 300 Millimeter, so dass wir guter Hoffnung sein können, am Ende des Jahres zwischen 600 und 700 Millimeter einfahren zu können. Das würde in etwa dem langjährigen Mittelwert entsprechen und die vielfach in den Medien befürchtete Dürre von uns fernhalten.

Uns erwartet auch in der nächsten Zeit ein echter Schleswig-Holstein Sommer mit wechselhaften Temperaturen. Fotos: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann

Uns erwartet auch in der nächsten Zeit ein echter Schleswig-Holstein Sommer mit wechselhaften Temperaturen. Fotos: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 152324   Autor: Harald Denckmann   vom 19.06.2022 um 18.50 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Grindbert Dottersack III

schrieb am 20.06.2022 um 13.24 Uhr:
Preiset den Norden! Ich bin dermaßen froh über den bisherigen Verlauf des Sommers, das kannste Dir nicht ausmalen.. Darf gerne genau so weitergehen.. :-)