Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

FDP: Zweite Zufahrt nach Travemünde genau prüfen

Lübeck - Travemünde: Ein umfangreiches Gutachten hat eine zweite Zufahrt nach Travemünde untersucht (wir berichteten am 14. Juni). Die Lübecker FDP begrüßt die vorgelegte Studie zur zweiten Zuwegung, warnt aber vor Schnellschüssen.

Auch die FDP hat sich immer für eine zweite Zuwegung eingesetzt und eine Studie zur Machbarkeit der zweiten Zuwegung nach Travemünde eingefordert. Daran erinnerte Thomas Markus Leber, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion. Wir veröffentlichen seine Mitteilung im Wortlaut:

(")Wir begrüßen es insoweit, dass eine solche Studie nunmehr vorgelegt werden konnte. Der Umfang der Studie von 213 Seiten (Vorlage und Studie) erfordert allerdings eine intensive Prüfung, Bewertung und Abwägung. Eine Vielzahl von Überlegungen ist anzustellen.

Es geht darum, die beste Lösung für die Menschen im Ort, für die Unternehmen im Ort und für die Gäste, die den Ort erreichen wollen, zu identifizieren. Und dies im Einklang der Natur. Die Thematik ist zu ernst, als dass sie sich für Schnellschüsse eignen würde.

In diesem Zusammenhang verwundert es sehr, wie die Grünen das umfangreiche Papier interpretieren und welche Schlüsse sie daraus ziehen. Wenn die Grünen nun ein Mobilitätskonzept einfordern, bei dem der Autoverkehr erst gar nicht in den Ort gelangen soll, werden viele Punkte zu klären sein. So müssen beispielsweise die nicht näher definierten „vorgelagerten Parkflächen“ irgendwo geschaffen werden. Das bedeutet Landerwerb. Das bedeutet Flächenversiegelung, da man den Gästen sicherlich nicht zumuten möchte auf einem Stoppelfeld zu parken. Bislang haben die Grünen sich immer gegen weitere Flächenversiegelungen ausgesprochen. Nun die Kehrtwende?

Und ob Tagesgäste aus Hamburg es besonders witzig finden nach einer einstündigen Anfahrt eine weitere Stunde auf den Shuttlebus auf einem wenig einladenden Acker zu warten oder durch „anderweitige Anschlussmobilitäten eingesammelt“ zu werden, weil sie gerade den Anschluss verpasst haben, mag bezweifelt werden. Dies gilt insbesondere auch für all jene Gäste, die den Priwall erreichen wollen. Die Praktikabilität all dieser Vorschläge erschließt sich dem geneigten Leser kaum und sollte dringend überdacht werden.

Bei der Frage der zweiten Zuwegung steht viel auf dem Spiel, nicht zuletzt auch die Zukunftsfähigkeit des Seebades als Wohn-, als Arbeits- aber auch als Tourismusort. Es geht um Erreichbarkeit, um Aufenthaltsqualität, um Arbeitsplätze, aber auch um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Seebades.

All diese Punkte erfordern eine besonnene Analyse und eine Entscheidung mit Augenmaß, an sich der die FDP intensiv beteiligen wird.(")

Die FDP hält den Vorschlag der Grünen für vorgelagerte Parkplätze mit einem Shuttle-Service für Travemünde für nicht praktikabel. Symbolbild: Karl Erhard Vögele

Die FDP hält den Vorschlag der Grünen für vorgelagerte Parkplätze mit einem Shuttle-Service für Travemünde für nicht praktikabel. Symbolbild: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 152330   Autor: FDP/red.   vom 20.06.2022 um 10.02 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.

Text kommentieren.


Kommentare zu diesem Text:

Flummy62

schrieb am 20.06.2022 um 12.27 Uhr:
Das wird ja denn noch dauern. Wenn ich lese Arbeitsplätze dann sage ich nur es kommt keiner mehr her zum arbeiten weil es keine bezahlbaren Wohnraum gibt. Und das fahren zu teuer wird. Es gibt genug Möglichkeiten hierher zu fahren . Stau an der Fähre hat es auch schon vor Jahren gegeben als es noch die Straße am Skandinavien Kai gab. Der Ort ist inzwischen zu klein für soviel Menschen. Es hat nichts mehr mit Fischerort zu tun.

Mano

schrieb am 20.06.2022 um 13.52 Uhr:
Es ist ja schön zu hören , dass sich Gedanken um die Menschen vor Ort, die Gäste, die Unternehmen, die Natur… erstaunlich ist doch, dass bei der Variante 1 Rücksicht auf den Hafen genommen wird, in V 2 gibt es den Konflikt Landschaftsschutz, in V 3 gibt es Konflikt mit der Wohnbebauung, in V 4 der Konflikt zusätzlicher Verkehr durch Wohngebiet …..nur bei V 5 ist aus Sicht der Gutachter alles OK…. Da entfällt der Bahnübergang , die Buslinie muss verlegt werden und ja… Mehrverkehr durch die Ortslage Ivendorf. Ja man könnte auf die Idee kommen und fragen … Ivendorf… ja wohnt denn da jemand? Ist ja keine Wohnbebauung also kein Konflikt? Kein zusätzlicher Lärm durch die Verdreifachung des prognostizierten Verkehrs? Echt jetzt? 😠Ivendorf erträgt seit Jahren Schmutz und Lärm vom Hafen, seit der Endwidmung der alten B 75 weiteren Verkehr durch die Ortslage Ivendorf und weitere Lärmbelastung durch die neue B 75 und die Brücke zum Hafen. Wurde das alles berücksichtigt? Ich hoffe, dass auch dies bei der Politik mit in eine „besonnene Analyse“ einfließen wird. Die Hoffnung stirb zu letzt ….

K. Palte

schrieb am 20.06.2022 um 15.04 Uhr:
Die FDP will die Forderung nach einer zweiten Zufahrt nach Travemünde genau prüfen. Na wer will denn da was dagegen haben? Sie führt dazu auch an, dass es darum ginge, „… die beste Lösung für die Menschen im Ort, für die Unternehmen im Ort und für die Gäste, die den Ort erreichen wollen, zu identifizieren.“ Hallo ! Darauf muss man erst mal kommen ! Vieleicht will die FDP durch diese argumentative Breite in Ansehung der Verschiedenen Pro’s und Kontra’s aus dem Gutachten zu dem Schluss kommen, warum sie eigentlich früher für diese zweite Zufahrt war. Medial wäre sie damit aus dem Schneider raus. Vorerst. Wegen der Komplexität der Causa könnte man ja noch nachschieben, wenn man selbst unter Anwendung des Höchstmaßes an liberaler Intelligenz noch zu keinem Ergebnis gekommen sei, dass man daher nicht nur genau, sondern sehr genau prüfen müsse. Nun, da würde man sich schon vom liberalen Knaller zum liberalen Kalauer bewegen. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben, dass eben dann, wenn sich nach diesem Prozedere eine zweite Zufahrt immer noch nicht begründen liese, eine zweite Zufahrt dann tatsächliche nicht notwendig ist. Aber warten wir es ab. Bisher gab es noch niemand in Travemünde der hier Plausibles liefern konnte – außer: wir hatten ja mal eine zweite Zufahrt und die hat uns der Hafen weggenommen. Die muss doch zu etwas gut gewesen sein. Also muss diese ehemalige zweite Zufahrt wieder her. Das ist doch ein Denken im klassischen Bürgersinn. Dass die zweite Zufahrt den Ort zu sommerlichen Stoßzeiten nur schneller mit Autos zustopft undsonst nichts, interessiert daher niemand mehr. Aber es kann ja sein, dass sie außer diesem Minuspunkt andere Vorteile hat, welche ihre Nachteile mehr als aufwiegen und die möchte ich gerne hören. Auch von der FDP. Selbst dann, wenn sie nicht nur genau, sondern sehr genau prüfen musste.

Die Waldfee

schrieb am 20.06.2022 um 16.34 Uhr:
Eine zweite Zufahrt durch Ivendorf, wird also von der FDP favorisiert. Na toll! 7000, statt 2000, Autos? Begeisterung macht sich bereit.
Wohnt jemand von der FDP in Ivendorf? Wohl eher nicht.Davon mal abgesehen, dass auch die Anwohner der Teutendorfer Siedlung, deren Grundstücke entlang der ivendorfer Landstr liegen,. gleich mitbetroffen sind.
Hier soll also wieder, zugunsten der Touristen, eine Entlastung geschaffen werden.
Die Einheimischen zählen mal wieder nicht.
Anstatt am Bahnübergang Teutendorfer Weg einen Kreisverkehr anzulegen, staut sich nicht nur, wenn die Schranken unten waren, im Sommer der Verkehr. Danke dafür!
Die Zufahrt zum Skandinanienkai zu schließen, war ein großer Fehler.
Was bitte, soll denn passieren, wenn die Autos am Hafengelände vorbeigeführt werden?

Sabine Steglich, IG Ivendorf

schrieb am 20.06.2022 um 20.22 Uhr:
Werte Politik, bitte beachtet bei Eurer "Vielzahl an Űberlegungen":
Die vorgestellte Variante 5 durch Ivendorf ist doch schon da, es soll ja auch "vorerst" nicht viel verändert werden... Naja, 2 Rampen zum direkten Anschluß an den Abzweiger Skandinavienkai... Bisher fahren alle die Schleife um die neue Feuerwehr, geht doch... Die 1.5 Mio können gespart werden, bleiben nur noch die Kosten für das Hinweisschild!
Auch Ivendorf hat Wohnbebauung und jeder Anrainer kann schon heute sein Leid űber Verkehrs- und Hafenlärm klagen...
Leider wurde in der Studie nicht bedacht, daß Ivendorf durch die Hafenerweiterung jede Menge Hafenlärm und zusätzlichen Verkehr erhalten hat. Als Gegenmaßnahme wurde die "Bodenskulptur" (Lärmschutzwall), die Tempo - 30 - Maßnahme innerorts und die einseitigen Fahrbahneinengungen angeordnet! Und das auf Grundlage der damals berechneten Verkehre!
Das kann man ja nun nicht einfach für ungűltig erklären... Haben die Gutachter denn darüber keine Kenntnis gehabt?
Die Fahrbahn der Ivendorfer Landstraße innerorts muss schon jetzt oft repariert werden, da der Unterbau leider nicht fűr die jetzigen Belastungen und schon gar nicht für die prognostizierte Verdreifachen des Verkehrs geeignet ist... Die Kosten einer grundhaften Erneuerung der Straße sind zusätzlich zu veranschlagen, und dabei wird es nicht bleiben... Das klingt alles wieder nach "Salamitaktik"!

Fiete Senfgeber

schrieb am 20.06.2022 um 23.42 Uhr:
Die Grünen könnten sich, erst recht da sie in der zukünftigen Landesregierung sind, für eine dramatische Verbesserung der Erreichbarkeit des Seebades mit dem ÖPNV einsetzen! Shuttleservices sind tatsächlich von Gestern und nicht mehr zeitgemäß! (Gilt auch für die Bäderbahn). Die Menschen wollen direkt, ohne Umsteigen ihr Ziel erreichen. Unnötiges Umsteigen ist für Autofahrer nicht attraktiv und bringt dem ÖPNV nichts! Angebotsverbesserungen!

Electric Arthrose

schrieb am 21.06.2022 um 06.36 Uhr:
Der Focus auf Touristenverkehr durch Ivendorf ist (bewußt) falsch vermutet/erwähnt. Kein Tourist fährt in Kücknitz ab um dann mitten in Travemünde an der Kreuzung beim Rewe ein Mal im Stau zu stehen, kurz dahinter an der Bahn ein zweites Mal. Die Zufahrt wird in der Praxis einzig und allein von Anwohnern der neuen Wohnungen am Baggersand genutzt werden, welche Richtung Lübeck/Kücknitz fahren. Max. 1000 Fahrten am Tag zwischen Kücknitz und Travemünde. Müssten sich die künftigen Baggersand-Bewohner auch noch über die Kreuzung plus Bahnübergang qäulen, zusätzlich zum gegenwärtigen Verkehr, gibt es dort mehr Stau, mehr Abgase, mehr Lärm. Leuchtet eigentlich jedem ein, nur den Grünen nicht.