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CDU Holstentor Nord: Verkehrsversuch stoppen

Lübeck - St. Lorenz Nord: Die CDU Holstentor Holstentor Nord fordert einen Stopp des Verkehrsversuchs in der Fackenburger Allee. Hintergrund ist ein Hinweis in der Ausschreibung der Markierungsmaßnahmen, dass im Notfall, zum Beispiel einem schweren Unfall, der ursprünglich Zustand innerhalb einer Woche wieder hergestellt werden muss (wir berichteten),

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Klaus Hinrich Rohlf, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Holstentor-Nord, im Wortlaut:

(")Die Verwaltung warnt jetzt bereits vor eventuellen Unfällen und schiebt den Schwarzen Peter in die Ecke der Politik. Es wurde ja hinreichend seitens der Verwaltung auf die Konsequenzen hingewiesen!

Von Anfang an war die Planung, eine vierspurige Hauptverkehrsader umzugestalten laienhaft umgesetzt, wie die vielen Änderungen und Ergänzungen belegen. Wir fordern ein durchdachtes Konzept von der Verwaltung, in dem auch eine höhere Begrünung beinhaltet sein muss, zumal es sich hier um eine Allee handelt. Die bisherige Planung wird nur dazu führen, dass wir durch die längeren Staus mehr CO2 Ausstoß für die Anwohner haben, und der Verkehr auf die Nebenstraßen ausweicht.

Der Verantwortliche für die Lübecker Verwaltung ist der Bürgermeister Jan Lindenau, der erstmal abwartet, von wo der Wind weht. Das erinnert auch an die Schließung der Stadtteilbüros, durchgesetzt vom damaligen Fraktionsvorsitzenden der SPD Jan Lindenau. Die Wiedereröffnung hat den Lübecker Steuerzahler Millionen gekostet. Und wer hat sich Jahre später für die Wiedereröffnung der Stadtteilbüros feiern lassen?(")

Die CDU Holstentor Nord nennt die Planungen für die Fackenburger Allee laienhaft. Symbolbild: JW

Die CDU Holstentor Nord nennt die Planungen für die Fackenburger Allee laienhaft. Symbolbild: JW


Text-Nummer: 152334   Autor: CDU Holstentor Nord/red.   vom 20.06.2022 um 11.41 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

W.Gambler

schrieb am 20.06.2022 um 12.23 Uhr:
Das alles nur weil es offensichtlich einigen Damen und Herren in der Verwaltung langweilig ist.

Janina

schrieb am 20.06.2022 um 13.04 Uhr:
Da kann sich die CDU auf den Kopf stellen. Die Radwege in der FAckenburgerallee sind größtenteils nicht konform mit den Vorgaben für die Nutzungspflicht. Es führt kein Weg daran vorbei, dem Radverkehr mehr Fläche einzuräumen. Besser so, als wenn alle Parkstreifen wegfallen müssen in der Fackenburger. Das wäre nämlich die Konsequenz, wenn man statt dessen die Radwege regelkonform ausbauen würde.

Markus Kretschmann

schrieb am 20.06.2022 um 13.16 Uhr:
Unabhängig von politischen Richtungen halte ich den "Versuch" für unausgegoren, ohne die Einzelheiten zu kennen. Haben sich die Verkehrsplaner mal in anderen, halbwegs vergleichbaren Städten umgesehen oder Exerperten zu dem Thema ins Boot geholt? Dort wo es Radwege gibt, sollten zuerst diese incl. der Fußwege in einen besseren Zustand gebracht werden. Die werden ja wohl kaum außer Betrieb genommen. Und ältere Menschen oder Kinder möchte ich nicht auf den Wegen dicht neben den Autos sehen, schon gar nicht, wenn rechts davon der Parkstreifen ist. Auf der Allee rauscht der Hauptverkehr von der Anschlusstelle Zentrum in die Stadt und wieder raus.
"Und wenn was Schlimmes passiert wird es rückgängig gemacht" Habt ihr noch (...)? Da müssten sehr viele Staßen für den gesamten Verkehr dicht gemacht werden, in Lübeck zuerst sämtliche Kreisel.
(Es schrieb, ein Radfahrer)

Waldemar Wagner

schrieb am 20.06.2022 um 13.25 Uhr:
.
Die Begründung für den plötzlichen Vorstoß der CDU erscheint schon ziemlich lächerlich bzw. lübeckisch.

Dass es sehr leicht zu schweren Unfällen kommen kann hätten doch auch CDU Politiker schon erkennen können bevor der ganze Unsinn beschlossen wurde. Auch die sicherlich mindestens laienhafte Planung war allen Beteiligten bekannt.

Unabhängig davon was auch immer die CDU nun wirklich zum Handeln bringt, ist es gut dass sich nun doch nochmal Widerstand regt.

Neben der Frage nach einer höheren Begrünung könnte auch vielleicht nochmal nach einer vernünftigen Begründung für die Maßnahme gefragt werden. Es war ja in Lübeck schon oft so, dass Fehler gemacht wurden nur weil man sich irgendetwas mal irgendwann schön mal geredet, und dann nie wieder überprüft hat.

Der Hinweis auf das Bürgermeisterliche hin und her in Zusammenhang mit den Stadtteilbüros lässt mich vermuten dass es hier um mehr als den sinnlosen Verkehrsversuch geht. Dennoch ist es gut und richtig, dass auch dieser Fauxpas nicht in Vergessenheit gerät.

Neben den schon in dem Artikel genannten Millionen werden sicherlich noch viele weitere Millionen für die langfristige Anmietung von Räumen in der Königspassage verloren gehen. Die Mitarbeiter aus den Stadtteilbüros sind doch damals dahin umquartiert worden.

Möglich und denkbar ist natürlich auch, dass man einfach neue Mitarbeiter angestellt hat und die umgesiedelten noch tatenlos in der Passage sitzen.

So gehen in Lübeck jedes Jahr viele Millionen für fragwürdige Projekte verloren. Es bleibt zu hoffen dass sich das Wahlvolk wenigstens bis zur nächsten Kommunalwahl merkt welche Partei dafür maßgeblich verantwortlich ist.
.

Steffen Peters

schrieb am 20.06.2022 um 14.19 Uhr:
Genau, Herr Rohlf - schön mit voller Polemik den Wind aus Richtung 'sich beschwerender Autofahrer' aufnehmen und gegen den politischen Gegner wettern!!!
Ansatz zur Problemlösung? Gar keiner!
Liebe CDU, Danke - für nix.
Ich kenne die Strecke ausgibig - als Auto- UND als Radfahrer. Und für letztere sind die "Radwege" eine zumutung, die KEIN Autofahrer hinnehmen würde.
Es passen kaum zwei Räder bei Überholvorgängen aneinander vorbei, Lastenräder erst recht nicht.
Dafür gibt es zwischen Fuß & Radweg Laternenpfähle, Bäume, wechselnde Bushaltestellen und Stolperkanten.
Klar ließe sich das mit einem kompletten Neubau lösen - aber in den letzten 50 Jahren wird NUR für Autos optimiert. Zwei Fahrspuren und ein Park-/Busstreifen für die Autos und im Gegenzug knapp ein Fahrstreifen, den sich Dußgänger & Radfahrer mitbaulichen Kathastrophen teilen.
So wird es nix mit dem Verkehr der Zukunft!
Es sind im Übrigen auch die Autofahrer, die dort schwere Unfälle verursachen. Gerade der Anteil, der als Poser mit aufgemotzten Fahrzeugen rast. Also bitte nicht die Schuld auf den Versuch abschieben. Wenn, dann eher die Umsetzung ändern und Unfälle so im Vorfeld verhüten!
Zu guter Letzt:
Der Versuch ist zwar ein Versuch - aber durchaus durch Fachleute aus dem Fehrkehrsbereich iniziert. Das ist nix, was irgendwelche Auto-Hasser sich ausgedacht haben, sondern was REALISTISCH planende Entwickler für einen Lösungsansatz halten! In anderen Städten funktioniert so viel mehr mit weniger Indiviualverkehr...

Fußgänger

schrieb am 20.06.2022 um 14.37 Uhr:
@Janina: Die Radwege haben Bestandsschutz.
Wenn man sich die Vorgaben für Gehwege anschaut, dann wäre kaum noch ein Gehweg zulässig.

Dadurch ergibt sich ein „lichter Raum“ bzw. als „Regelbreite“ die absolute Mindestbreite für Seitenraum-Gehwege von 2,50 Metern (RASt, 6.1.6.1, vgl. 4.7).

Dagmar Ott

schrieb am 20.06.2022 um 14.39 Uhr:
Da wird Umweltsenator Ludger Hinsen sicher hoch erfreut sein, dass er jetzt schon aus der eigenen Partei angeschossen wird. Immerhin ist der Verkehrsversuch in der Fackenburger Allee auch sein Projekt.
Allerdings verwundert es, dass Herr Rohlf sich mit der Verkündung seiner höchst persönlichen Einschätzung Zeit lässt bis eine Woche vor Start der Maßnahme. Ob er erst jetzt durch Zufall vom Verkehrsversuch erfahren hat?

Ob gewollt oder ungewollt: Die Lübecker CDU macht sich mal wieder zum Löffel.