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In Lübeck breiten sich die Windpocken aus

Lübeck: In den letzten Wochen registriert das Gesundheitsamt Lübeck steigende Fallzahlen bei den Windpockenmeldungen. Windpocken ist ein durch Viren ausgelöstes Krankheitsbild, das vorrangig Kinder und Jugendliche betrifft. Jedoch auch Erwachsene und Personen mit Vorerkrankungen können schwer erkranken. Bei Ungeborenen kann die Infektion zudem zu schweren Fehlbildungen führen.

Daher ist eine Unterbrechung der Infektionsketten sinnvoll. Personen, die noch keine Antikörper durch eine Erkrankung aufgebaut haben, können sich am effektivsten mit einer zweimaligen Impfung schützen (lebenslange Immunität).

Windpockenviren sind Viren, die zu Hautausschlag und allgemeinem Krankheitsgefühl führen. Eine Übertragung erfolgt durch die Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die im Rahmen des Sprechens, Singens, Hustens und Niesens entstehen. Die Viruspartikel können im Umkreis von mehreren Metern sehr leicht zur Ansteckung anderer Personen führen. Gerade in Einrichtungen, in denen viele Menschen eng zusammen sind, können sich diese Erreger somit leicht weiterverbreiten.

Eine Windpockenerkrankung ist nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig und die Behörde muss Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung dieser über die Luft übertragbaren Viren vornehmen. Kinder ohne bestehende oder bewiesene Immunität müssen nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes Gemeinschaftseinrichtungen wie der Schule oder der Kita fernbleiben. Das bedeutet, dass dann ein sogenanntes Betretungsverbot ausgesprochen werden muss. Es handelt sich also nicht um eine Quarantäne, sondern lediglich um das vorübergehende Fernbleiben von Einrichtungen mit vielen Kontakten für die Dauer der mittleren Inkubationszeit (16 bis 21 Tage). Es gibt keine Impfpflicht, auch müssen keine Impfungen durchgeführt werden.

Tritt ein Windpockenfall zum Beispiel bei einem Schul- oder Kindergartenkind auf, muss die betroffene Gruppe ihren Impfstatus nachweisen, bevor weiter an Aktivitäten in Gemeinschaftseinrichtungen teilgenommen werden kann. Die Immunität kann mittels Vorlage eines Impfausweises oder eines entsprechenden Antikörperspiegels nachgewiesen werden. Kinder mit einer Impfung können die zweite Impfung direkt nachholen. Bei Personen, die vor 2004 geboren wurden, wird von einer Immunität ausgegangen. Sie müssen also keine Nachweise vorlegen und können weiterhin Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Bei Krankheitszeichen muss jedoch selbstverständlich ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch schwangere Personen ohne Immunität sollten sich ärztlich beraten lassen, ob weitere Maßnahmen zur Prophylaxe und Schutz des Embryos getroffen werden müssen.

Allgemeine Hygienemaßnahmen und Impfungen helfen Erkrankungen vorzubeugen

Die allgemeinen Hygieneregeln, wie richtiges Händewaschen, richtiges Husten und Niesen sowie der richtige Umgang mit Lebensmitteln, reduzieren nicht nur die Übertragung mit Coronaviren und Durchfallerregern, sondern helfen auch andere Krankheiten zu verhindern. Bei einigen Krankheiten stehen Impfstoffe als Vorbeugung zur Verfügung. Eine Beratung bieten niedergelassene Ärzte oder das Gesundheitsamt Lübeck im Rahmen der Impfsprechstunden an.

Dr. Alexander Mischnik, Leiter des Lübecker Gesundheitsamts, meldet eine steigende Zahl von Windpocken-Fällen in Lübeck.

Dr. Alexander Mischnik, Leiter des Lübecker Gesundheitsamts, meldet eine steigende Zahl von Windpocken-Fällen in Lübeck.


Text-Nummer: 152361   Autor: Presseamt Lübeck   vom 21.06.2022 um 12.08 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Drea

schrieb am 21.06.2022 um 12.41 Uhr:
Keine "Impfpflicht" das kennt maan doch irgendwo her.

Blupp

schrieb am 21.06.2022 um 13.34 Uhr:
Na dann auf ein Neues. Wir sind ja anscheinend nicht fähig, aus Fehlern zu lernen. Mir soll es egal sein. Ich bin durch mit Windpocken.

Jörg

schrieb am 21.06.2022 um 13.55 Uhr:
Wir als Geschwister haben alle Kinderkrankheiten ohne impfen durch.
Niemand ist gestorben oder ernsthaft erkrankt.
In den 60er und 70er Jahren war das völlig normal.
Heute bekommt ein neugeborenes Kind gleich zigfach Impfungen ,kaum dass es auf der Welt ist.
Du Pharmaindustrie steht schon früh in den Startlöchern.
Arme Gesellschaft...

Grindbert Dottersack III

schrieb am 21.06.2022 um 15.21 Uhr:
Eieiei.. Und schon kommt das nächste Thema, auf das sich unsere Schwurbler stürzen können, Hauptsache es gibt einen Grund, weiter zu jammern und sich weiter sinnlos zu echauffieren...

Windpocken hab ich tatsächlich als Kind noch gehabt, hätte ich mir gern erspart.. Bei der Kinderlähmung zum Beispiel hat das gut funktioniert, Impfung erhalten, Krankheit nicht bekommen.. Es gibt sicher vieles, was man an der Pharmaindustrie kritisieren kann, aber man sollte sich auch freuen, daß etliche Krankheiten inzwischen ausgerottet wurden..
Wer die gern wieder alle im Umlauf haben möchte, der kann sich ja weiterhin allen Impfungen verweigern.. Schlauer wirds dadurch nicht..

Hans Hansen

schrieb am 21.06.2022 um 16.17 Uhr:
@Jörg und die anderen Querdenker:

Eure Kommentare sind Menschenverachtung in Reinform. Die Verklärung fehlenden Impfschutzes in vergangenen Jahrzehnten darf nicht verherrlicht werden.

Viele der schwersten Erwachsenen- und Kinderkrankheiten konnten nur durch massive Impfkampagnen besiegt werden. Pocken, Kinderlähmung und viele mehr. Auch die Windpocken waren auf bestem Wege ausgerottet zu werden. Eine Windpockenepedemie kann zu unzähligen Fehlgeburten und geschädigten Kindern führen. Schwangere müssen Angst haben sich anzustecken.

Keuchhusten wurde durch Impfungen fast ausgerottet. Er führte hier bei vielen Kindern zu Hirnschäden und Tod. Heute nur noch in Ländern mit schwachen Impfquoten.

Tetanus ist in Europa durch Impfungen keine Bedrohung mehr. In der Dritten Welt ist es immer noch eine grausame Krankheit die viele Kinder schwer schädigt oder gar tötet.

Hepatitis B tötet trotz Impfmöglichkeit jährlich immer noch viele Neugeborene.

Masern wurden hier fast ausgerottet. Die Impfgegnerbewegung sorgt wieder dafür, dass die Zahl der Toten und Kinder mit geistigen Behinderungen als Folge einer Maserninfektion steigt.

Mumps wurde fast besiegt. Dank Impfgegnern sorgt es immer noch für lebenslang geschädigte Kinder.

Röteln lösen Fehlgeburten aus und können Kinder schwer schädigen. Impfungen retten hier viele Leben.

Diphterie ist hier dank Impfkampagnen ausgerottet. In Ländern mit schwachen Impfquoten sterben immer noch viele Kinder einen grausamen Erstickungstod.

Und das ist was Impfgegner für unsere Gesellschaft wollen. Eine Rückkehr von Zuständen, die es eigentlich nur noch in Ländern wie Afghanistan oder Somalia gibt. Schwerste Kinderkrankheiten die Unzählige grausam töten oder fürs Leben zeichnen. Und das nur auf Grundlage von Hirngespinsten und Verschwörungstheorien. Ihr könnt gerne nach Afghanistan auswandern. Unfassbar... diese Menschen müssen mit allen Mitteln gestoppt werden.

Sunny

schrieb am 21.06.2022 um 18.18 Uhr:
Danke Hans Hansen. Besser hätte man es nicht sagen können... Mir tun die Kinder dieser Impfgegner sehr leid. Wie kann man bitte für sein eigenes Kind, das doch in aller Hinsicht beschützt werden sollte eine Krankheit und dadurch Leid & Qual in Kauf nehmen die durch einen kleinen Piks vermeidbar wäre?

P.Petersen

(eMail: prepet@gmx.de) schrieb am 22.06.2022 um 08.13 Uhr:
Guten Tag, seit 2014/2015 nehmen die Infektionen stätig zu. Windpocken, Affenpocken Corona..
Werden die Menschen anfälliger? Haben die Menschenbewegungen damit zu tun ? Freizügige Sexkontakte? Alles Fragen die man sich auch stellen sollte. Und ganz wichtig , den eignen Lebenswandel hinterfragen.

Fiete Senfgeber

schrieb am 22.06.2022 um 14.30 Uhr:
Wer wissentlich ansteckende virale oder bakterielle Last mit sich führt, der sollte vorläufig den Kontakt zu anderen Menschen angemessen meiden.