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Großensee: Lübecker überfährt Familie

Herzogtum Lauenburg: Am Donnerstagnachmittag, 23. Juni 2022), gegen 16.40 Uhr, ereignete sich auf der Sieker Straße in Großensee (Kreis Stormarn) ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Lübecker geriet mit seinem Auto von der Fahrbahn ab und rammte zwei Radfahrer mit einem zweijährigen Kind in einem Anhänger. Der Mann und das Kind wurden lebensgefährlich, die Frau schwer verletzt.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen fuhr ein 49-jähriger Lübecker mit seinem Ford Galaxy auf der Sieker Straße von Großensee, Ortsteil Sieker Berg, kommend in Richtung Siek. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich ein 34-jähriger mit seinem Rad und einem Fahrradanhänger, darin ein etwa zwei Jahre altes Kind, sowie eine 32-jährige Radfahrerin stehend am Radweg der Sieker Straße und beabsichtigte die Fahrbahn zu überqueren.

Aus noch ungeklärter Ursache kam der Lübecker Autofahrer nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr dabei ungebremst gegen die auf dem Radweg befindliche Hoisdorfer Familie. Der Wagen überrollte den Fahrradanhänger und kam auf einem angrenzenden Feld zum Stehen.

Das im Fahrradanhänger sitzende Kleinkind sowie der 34-jährige Mann wurden lebensgefährlich verletzt und umgehend mit Rettungshubschraubern in ein Krankenhaus geflogen. Die 32 Jahre alte Radfahrerin wurde schwerverletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Autofahrer blieb unverletzt.

Nach Nachsprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck beschlagnahmten die eingesetzten Beamten den Führerschein, das Mobiltelefon und den Wagen des Lübeckers. Auch wurde die Entnahme einer Blutprobe bei ihm angeordnet. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde zudem ein Gutachter an den Unfallort bestellt und mit der weiteren Prüfung des Unfallhergangs beauftragt.

Das Auto überrollte den Fahrradanhänger mit dem Kleinkind. Foto: rtntvnews / Peter Wüst

Das Auto überrollte den Fahrradanhänger mit dem Kleinkind. Foto: rtntvnews / Peter Wüst


Text-Nummer: 152423   Autor: StA Lübeck/red,   vom 23.06.2022 um 20.59 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Pascal 36

schrieb am 23.06.2022 um 21.32 Uhr:
So etwas darf NICHT passieren. Den Verletzen alles Gute.
Handy am Ohr oder tippen wärend der Fahrt muss endlich hart bestraft werden. Ob es daran lag weiß nur der Fahrer. Da fragt man sich immer: Wo war der liebe Gott in dem Moment und warum hat er weggeschaut? Hoffentlich wird alles wieder gut.
Für den Autofahrer sicherlich auch ein großer Schock.

Bürger aus HL

schrieb am 23.06.2022 um 22.29 Uhr:
Ich wünsche, allen gute Besserung bzw. den Wandel der Situation, dass sich niemand mehr in Lebensgefahr befindet. So ein Sch(...).

Moni

schrieb am 24.06.2022 um 03.58 Uhr:
Gute Besserung für alle

JH

schrieb am 24.06.2022 um 06.55 Uhr:
@Pascal:
woher nehmen Sie die Weisheit, dass der Fahrer sein Mobiltelefon in der Hand hatte?

Fake News in reinster Trump Manier.....BILD Zeitungsniveau......

Petra

schrieb am 24.06.2022 um 09.39 Uhr:
JH
Wo bitte ein Fake?
Pascal Behauptung:Handy am Ohr oder tippen wärend der Fahrt muss endlich hart bestraft werden. Ob es daran lag weiß nur der Fahrer.
Er hat aber nicht behauptet das der Fahrer telefonierte.
Also erst richtig lesen bevor man mobt

Munk

schrieb am 24.06.2022 um 10.58 Uhr:
Petra: 👍- Sie sind mir nur zuvorgekommen.

Rainer Müller

schrieb am 24.06.2022 um 12.19 Uhr:
Zitat

Bei Fahrradunfällen ist ein Pkw der häufigste Unfallgegner und dabei in drei von vier Unfällen (lt. DESTATIS). hauptverursachend für den Fahrradunfall.

Bürger aus HL

schrieb am 24.06.2022 um 14.53 Uhr:
Also liebe Leute, wenn ein Mobiltelefon beschlagnahmt wird will man erstmal prüfen. Mehr würde nicht geschrieben. Würde eine Schere auf dem Beifahrersitz gefunden worden sein würdet ihr auch nicht schreiben, dass Fussnägelschneiden während der Fahrt bestraft werden soll. Abwarten was die Ermittlungen sagen und nicht gleich schießen. Vielleicht stellt sich auch später heraus, dass der Fahrer einen Zuckerschock hatte und von seiner Diabetes noch nichts wusste. Bitte ganz langsam und erstmal an die denken die es getroffen hat. Im übrigen werden die nicht davon gesund, dass man irgendjemand verurteilt oder einsperrt.

Sascha

schrieb am 24.06.2022 um 15.18 Uhr:
Nein, niemand wird gesund weil jemand verurteilt wird und man darf wohl stark davon ausgehen, dass der Fahrer auch jetzt bereits einen enormen Schaden erlitten hat - ich würde nicht mehr froh werden. Es ist natürlich dennoch keine Option das nicht in irgendeiner Form zu ahnden - je nach Ursache halt.

Bis die Ursache ermittelt ist sind Spekulationen natürlich auch nicht angemessen. Das Thema Handy am Steuer ist aber - ganz unabhängig von diesem Fall - eines, das man irgendwie besser lösen sollte. Wenn man mal explizit drauf achtet, wie viele Fahrer im Gegenverkehr ihren Blick nach unten richten, wird einem ganz anders.

Michael

schrieb am 24.06.2022 um 16.25 Uhr:
@Pascal: "Aus noch ungeklärter Ursache kam der Lübecker Autofahrer nach rechts von der Fahrbahn ab".

Mögen Sie Dieter Nuhr?

Bürger aus HL

schrieb am 24.06.2022 um 16.42 Uhr:
@Sascha,...das mit dem Handy ist schrecklich und meine persönlichen Erfahrungen sagen es sind zu etwa 80 Prozent Frauen. Nur meine Eindrücke und warum bleibt Kopfkino und Spekulation. Ich habe seit Jahren ein Headset von der Firma ..bra. Die sind so gut, dass der Gesprächspartner nicht einmal merkt das man im Auto sitzt. Spitzenqualität und Filter. Mit einem Druck auf die so Seite wird das Gespräch angenommen und Doppelklick wahlwiederholt. Und so leicht dass man vergisst dass man es aufhat. Außerhalb des Autos telefoniere ich auch nicht mit dem Handy an der Hand. Man kann arbeiten oder Kochen. Es kostet vielleicht keine 10€ aber ich habe beide Hânde am Lenkrad und vermeide Gefährdungssituationen und ggf Punkte.

Normal

schrieb am 24.06.2022 um 18.07 Uhr:
Es ist mir unverständlich, dass trotz mordernster Technik die Autos und LKW nicht mit einer Distanzelektronik und Fußgängerkennung ausgerüstet sind. Es werden Auffahr- und Fußgänger-/Radfahrererkennung durch das System erkannt und bei abgelenktem Fahrer oder medizinischem Notfall eine rechtzeitige Zwangsbremsung eingeleitet. Die Systeme sind zuverlässig. Habe das mit meinem Auto (MB Distronic) erlebt. Eine Warnhupe und unmittelbar folgende Zwangsbremsung hat einen vor das Auto laufenden Fußgänger vor einem Anprall bewahrt. Leider sind die Systeme nur als Option bestellbar und zudem sehr teuer. Gesetzliche Vorgabe würde die Elektronik und Kameras sehr günstig machen. Tragödien wie diese könnten vermieden werden.