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CDU: Rettungsdienst und Feuerwehr sollen zurück filmen

Lübeck: In diesem Monat gab es zwei schlimme Vorfälle mit Gaffern in Lübeck. Am 4. Juli behinderten sie die Feuerwehr beim Löschen eines Wohnungsbrandes, am 20. Juli wurde die Reanimation eines ertrunkenen Badegastes am Strand von Travemünde auch über den provisorischen Sichtschutz aus Badelaken gefilmt. Die Lübecker CDU fordert als Konsequenz Bodycams für Feuerwehr, Ordnungsdienst und Rettungsdienst.

Am 20. Juli kam es in Travemünde zu einem tragischen Badeunfall, bei dem ein 30-Jähriger ums Leben gekommen ist. Während Helfer der DLRG gemeinsam mit einigen Strandbesuchern Reanimationsversuche starteten, filmten viele Schaulustige das Geschehen. Die Anzahl der Schaulustigen wuchs schnell auf eine für die Ordnungskräfte unübersichtliche Zahl an. Wie die Polizei in einer Mitteilung berichtet, wurden sogar Sichtbarrieren von einigen Schaulustigen ignoriert und Mobiltelefone darüber gehalten (wir berichteten). Aufgrund der Vielzahl der Menschen konnte die Polizei keine Strafverfahren einleiten. Die CDU fordert nach diesen Vorfällen jetzt den Einsatz von Bodycams für die Feuerwehr sowie Ordnungs- und Rettungsdienste in der Hansestadt Lübeck.

Jochen Mauritz, CDU-Sprecher für Sicherheit und Ordnung, sagt: "Das Verhalten der Schaulustigen ist inakzeptabel und pietätlos. Wer Unfälle filmt oder fotografiert, begeht eine Straftat. Die CDU fordert, die Feuerwehren und Ordnungs- und Rettungsdienste der Stadt mit Bodycams auszustatten. Bodycams können bei Vorfällen wie in Travemünde eine abschreckende Wirkung zeigen und dafür sorgen, dass die Ordnungs- und Rettungsdienste ihrer eigentlichen Arbeit, in diesem Fall dem Retten von Menschenleben, nachgehen können. In anderen Städten werden Bodycams bereits jetzt erfolgreich eingesetzt. Lübeck sollte dringend nachziehen."

Durch den Einsatz der Bodycams wäre auch die Strafverfolgung für die Justiz einfacher: "Schaulustige und Gaffer begehen Straftaten – hier muss es in Zukunft vermehrt zu Verurteilungen durch die zuständigen Gerichte kommen", fordert Jochen Mauritz.

Die Lübecker CDU möchte Rettungskräfte und Ordnungsdienst mit Bodycams ausstatten, um das Filmen von Unfallopfern und das Behindern der Einsatzkräfte zu ahnden. Symbolbild: Oliver Klink

Die Lübecker CDU möchte Rettungskräfte und Ordnungsdienst mit Bodycams ausstatten, um das Filmen von Unfallopfern und das Behindern der Einsatzkräfte zu ahnden. Symbolbild: Oliver Klink


Text-Nummer: 152974   Autor: CDU/red.   vom 23.07.2022 um 17.36 Uhr

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