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Begegnungsstätte: Grüne fordern Sondersitzung

Lübeck: Die Situation rund um den ZOB und das Bismarck-Denkmal spitzt sich zu. Die Verwaltung war in der Juni Sitzung der Bürgerschaft beauftragt worden, bis Anfang August zu prüfen, wie schnellstmöglich eine temporäre Aufenthaltsfläche für drogengebrauchende Menschen errichtet werden kann. Dieser Bericht soll jedoch erst in der nächsten regulären Sitzung des Sozialausschusses am 9. September diskutiert werden.

Helmut Müller-Lornsen, sozialpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion:

(")So lange können wir angesichts der neusten Ereignisse nicht warten. Wir sehen in dieser Thematik deswegen dringenden Handlungsbedarf. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Prüfung bis zum 1. August abzuschließen. Nun nochmal 5 Wochen bis zur nächsten regulären Sozialausschusssitzung zu warten, obwohl die Ergebnisse bereits jetzt vorliegen, halte ich für fahrlässig und unnötig. Zumal für eine endgültige Beschlussfassung dann noch bis zur Haushaltssitzung der Bürgerschaft im September gewartet werden muss.

Daher fordern wir eine Sondersitzung des Sozialausschusses bereits im August. In dieser sollen die Ergebnisse der Prüfung vorgestellt und das weitere Vorgehen besprochen werden. Alternativ könnte man auch in der Hauptausschussitzung am 23. August über das Vorgehen entscheiden.

Jetzt gilt es eine Ausweichmöglichkeit anzubieten, um die aktuell angespannte Situation zu überbrücken. Wir müssen die Menschen aus der Szene mitnehmen, um eine funktionierende (Überbrückungs-) Begegnungsstätte aufzubauen und auch das verspielte Vertrauen durch den Bürgermeister und durch die Verwaltung zurückzugewinnen. Seit 2019 (!) sollte etwas geschaffen werden. Wir müssen jetzt handeln, denn der Herbst und der Winter werden kommen.(")

Die Grünen fordern eine Sondersitzung des Sozialausschusses, um eine Aufenthaltsfläche für die Suchtkranken am Bismarck-Denkmal zu finden.

Die Grünen fordern eine Sondersitzung des Sozialausschusses, um eine Aufenthaltsfläche für die Suchtkranken am Bismarck-Denkmal zu finden.


Text-Nummer: 153145   Autor: Grüne/red.   vom 03.08.2022 um 10.31 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Reinhart Jahnke

schrieb am 03.08.2022 um 11.25 Uhr:
Warum nicht das immer noch leer stehende Gebäude von Ford Lorenzen nehmen? Heinz Besser durfte nicht bauen , die Nachfolger sind unfähig. Worauf noch warten?

Lübecky

schrieb am 03.08.2022 um 11.25 Uhr:
Wie lange wollen die vom Volk gewählten noch mit Arbeitsverweigerung und Aussitzen der situation weitermachen?
(...)
Es handelt sich bei der Nähe zu Zob und Lindenplatz um einen Ort, den Lübecker und Touristen nicht im Interesse der eigenen Sicherheit mal eben meiden können.
Wir Frauen haben inzwischen Angst, dort vorbei zu gehen, darum fahre ich kaum noch Bus, der Zob Berrich ist ein Abgstraum! .
Angestellte im Ärztehaus sowie dortige Patienten fürchten sich, dort lang zu müssen. Die Apotheke ist machtlos, wenn ihre Kunden massiv belästigt werden. Polizei macht auch nichts!
Es eskaliert dort jeden Tag mehr, eine No Go Area, in der das Recht des Stärkeren gilt, und normale Bürger nicht mehr sicher sind.
Wie lange wollt ihr warten? Bis ganz Lübeck zur verrohten No Go Area ist? Die Innenstadt ist ja auch schon extrem verelendet.
Touristen sind geschockt was sie hier sehen, innerhalb von wenigen Jahren hat sich Lübeck in die Bronx verwandelt.

Stefan Willing

schrieb am 03.08.2022 um 11.25 Uhr:
Die Überschrift klingt nach Erstem April

- Begegnungsstätte
- temporäre Aufenthaltsfläche
- Sozialausschuss
- Ausweichmöglichkeit

.. denn der Herbst und Winter werden kommen ..

- mit oder ohne Gas :-(

Uwe Zöllner

schrieb am 03.08.2022 um 11.46 Uhr:
Man muss bei diesem Bericht zu der Meinung kommen das in der
Verwaltung nur Kaffee getrunken wird und nicht gearbeitet wird und wenn Sie
was erarbeitet hat ist es meistens Mist siehe Fahrradstraße armes Lübeck

Wolfgang Lexow

schrieb am 03.08.2022 um 12.07 Uhr:
Was erwarten Sie von einem Bürgermeister, der nicht einmal in der Lage oder nicht Willens ist, den Verkehrtplanern Einhalt zu gebieten?

anwohnerin

schrieb am 03.08.2022 um 12.26 Uhr:
Das Komplettversagen unserer Stadtverwaltung in allen Bereichen ist nicht
mehr hinnehmbar, es gibt genug Leerstände als Station ( z.B. Ford )
Ich kann nur allen geschädigten Privatpersonen und Geschäftsleuten empfehlen
sich zusammenzuschließen und die Stadt Lübeck zu verklagen.
Sämtliche Vorfälle werden wohl nur als "Einzelfälle" abgehandelt
Bei der nächsten Wahl haben wir Bürger es in Hand einen Wechsel zu generieren.
Die letzten Jahre haben gezeigt das die jetzige Verwaltung es nicht kann..
Verkehr , Innenstadt, Bauamt etc.

Hans Brunner

schrieb am 03.08.2022 um 13.46 Uhr:
Das ist echt armselig was hier (nicht) abgeht. Und wählen nützt nichts. Wie oft hat die Verwaltung schon eindeutig klar gemacht das sie die Entscheidungen der Bürgerschaft einen ...... interessiert oder?

FK

schrieb am 03.08.2022 um 15.00 Uhr:
Mit "Drogen gebrauchende Menschen" sind doch wohl Drogensüchtige Menschen, also Junkies gemeint - oder ? Warum so nachsichtig ? Eine Begegnungsstätte für Hartz IV Clubber und darunter ? Entzug und nicht grüne Krokodiltränen sind angesagt. Kümmert euch lieber um die Gründe der sich schleichenden Armut in Lübeck. Kümmert euch um den letzten Halt der zu kurz gekommenen Menschen, "Tafeln" genannt.

Martin

schrieb am 03.08.2022 um 16.01 Uhr:
@Reinhart Jahnke Das ehemalige Ford Lorenzen Gebäude ist denkbar ungeeignet. Im übrigen ist dafür nicht die Erbengemeinschaft von Heinz Besser zuständig, sondern die Firma Hypoport SE, die Muttergesellschaft der Dr.Klein, dem Baufinanzierer, der zwischen ZOB und 2. Polizeirevier den größten Teil der Büroimmobilie belegt und noch an weiteren Standorten in Lübeck vertreten ist.

Zurück zum Thema. Die Verhältnisse im Park am Lindenplatz sind eine Schande. Für die Lübecker, für die Touristen und nicht zuletzt für die Betroffenen selbst. Die Situation am Spielplatz an der Krähenstrasse war untragbar und die Zustände am Klingenberg waren und sind nicht besser. Eine Betreuungseinrichtung an der Marienbrücke könnte entschärfend wirken. Möglicherweise verschwinden die Betroffenen aber auch nur aus dem BLickfeld der Öffentlichkeit. Die Arbeit der sonstigen hochbezahlten Einrichtungen scheint nur so zum Teil zu funktionieren. Womöglich braucht es für den Übergang andere Lösungen. Neben der Alternative auf der Wallhalbinsel gibt es das Solizentrum, welches zur Hochzeit der Flüchtlingskrise schon mal stärker ausgelastet war. Also der kleine Bereich, der vorher von den Stadtgärtnern genutzt wurde. Ließe sich nicht der für den Übergangszeitraum auch für die Menschen nutzen, die sich an den Denkmälern im Lindenplatzpark aufhalten? Dort gibt es wenigstens sanitäre Einrichtungen und ein Dach über dem Kopf. Vielleicht können sich die Protagonisten von Treibsand, Cafe Brasil und Solizentrum zusammen mit Aidshilfe und Awo Drogenhilfe darüber mal Gedanken machen, um das Problem kurzfristig zu lösen. Das soll wie gesagt keine Dauerlösung werden und es muss sich dort auch nicht jeder einfinden der sonst an den Denkmälern sitzt, aber eine Möglichkeit, um die momentane Situation zun entschärfen.

Lübecker seit 51 Jahren

schrieb am 03.08.2022 um 23.32 Uhr:
Liebe Lübecker

1. Seit 70 Jahren wählt ihr die SPD
2. Beschwert euch nicht immer sondern
geht vor unser Rathaus.
3. Solange keiner zu Schaden kommt, Frauen nicht vergewaltigt werden oder Kinder geschlagen, wird sich nichts ändern.

4. Es ist peinlich für uns Lübecker das jeden Tag hinzunehmen. Jeder von uns sieht es aber keiner hat den Mut zu demonstrieren

Gruß Dirk

Uwe Witt

schrieb am 04.08.2022 um 10.02 Uhr:
Die nörgelnde anonyme Fraktion,die sonst nichts zu sagen hat, läuft zur Hochform auf.
Eigentlich hat Kritik ein Gesicht und bei hl live sollte es um veröffentlich zu werden einen Namen haben.

Reinhart Jahnke

schrieb am 04.08.2022 um 11.20 Uhr:
@Martin: Es gibt keine Erbengemeinschaft Besser - heute Stiftung, und die hat das Objekt für 60 Jahre an Hypoport verpachtet. Zwei Jahre nichts - machendie Stadt und der Geschmacksbeirat wieder Schwierigeiten, oder ist das Objekt unter Denkmalschutz gestellt als letztes Zeugnis eines Autohauses aus der Wirtschaftswunderzeit? Für die Junkies bestens geeignet - sind das auch früher gerne eingestiegen. War selber 9 Jahre auf dem Areal beschäftigt.

Grindbert Dottersack III

schrieb am 05.08.2022 um 14.25 Uhr:
Quelle Surprise... Wer hätte das aber auch ahnen können, daß diese Menschen (!) sich nicht einfach in Luft auflösen als man sie stumpf vom Krähenteich vertrieben hat..
Klar, das war kein haltbarer Zustand dort, genausowenig wie das aktuell am Bahnhof ein haltbarer Zustand ist. Aber das Problem lässt sich halt nicht so einfach aus der Welt schaffen, da sollte man mal in andere Richtungen überlegen und vielleicht mal neue Wege wagen..
Aber vermutlich läuft es auch hier wieder auf stumpfe Verbrämungsmaßnahmen hinaus... -.-