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Grundsteuer: Telefon-Termine beim Finanzamt

Schleswig-Holstein: Im Rahmen der Grundsteuerreform müssen rund 1,3 Millionen Grundstücke in Schleswig-Holstein neu bewertet werden. Seit dem 1. Juli läuft die Frist für die Erklärungsabgabe für Grundbesitz. Nach einem Monat hat Staatssekretärin Dr. Silke Torp heute ein Zwischenfazit gezogen und weitere Maßnahmen zur Unterstützung bei der Erklärungsabgabe vorgestellt.

Insgesamt sind bislang 111.087 Erklärungen abgegeben worden, davon 93.152 über ELSTER. Somit sind bereits rund 7,2 Prozent aller in Schleswig-Holstein abzugebenden Erklärungen über ELSTER eingegangen. Bundesweit liegt der Durchschnitt aller bereits über ELSTER abgegebene Erklärungen ebenfalls bei rund 7,2 Prozent.

"Die Neuberechnung der Grundsteuer ist bundesweit eine der größten Steuerrechtsreformen der vergangenen Jahrzehnte. Das ist für alle Beteiligten ein Kraftakt. Wir liegen bei den abgegebenen Erklärungen derzeit im Bundesdurchschnitt. Das spornt uns an, den Prozess weiterhin eng zu begleiten. Unsere Beschäftigten in den Finanzämtern leisten Außerordentliches. Gerade zu der kompetenten Beratung vor Ort bekommen wir viel positives Feedback. Dass es bei einer so umfassenden Reform auch Nachsteuerungsbedarf gibt, ist nicht ungewöhnlich. Deshalb machen wir zusätzliche zielgerichtete Unterstützungsangebote. Zentral ist dabei der neu eingerichtet Rückruf-Service, der seit dem 1. August in Anspruch genommen werden kann", sagte Staatssekretärin Dr. Silke Torp.

Über die Webseite www.schleswig-holstein.de/grundsteuer können Eigentümer seit Montag unkompliziert einen Wunschtermin für ein Telefonat mit ihrem Finanzamt buchen. Dafür wählen sie das jeweilige Finanzamt und dann den gewünschten Zeitraum aus, zu dem sie angerufen werden möchten. Zunächst werden 20.000 Termine vorgehalten.

Darüber hinaus hat das Finanzministerium eine Klick-Anleitung für ELSTER erstellt, mit der Schritt für Schritt durch die Erklärungsabgabe geführt wird. Zudem wird es einen Erklärfilm für die Bedienung von ELSTER speziell für Schleswig-Holstein geben. Auch für das Ausfüllen des Papiervordrucks wird eine Anleitung erstellt. Diese soll in den Ämtern ausgelegt werden.

"Es ist mir wichtig, dass wir als Finanzverwaltung unsere Bürgerinnen und Bürger bei der Erklärungsabgabe bestmöglich unterstützen. Hier danke ich allen Beschäftigten in den Finanzämtern für den bislang gezeigten Einsatz. Mir ist bewusst, dass die Erklärungspflicht auch für die Eigentümerinnen und Eigentümer mit Aufwand verbunden ist. Deshalb ist es mir ein Anliegen, mich an dieser Stelle auch bei ihnen für das Verständnis, die konstruktive Kritik, aber auch die vielen positiven Rückmeldungen zu bedanken", so Torp.

Das Finanzamt bietet jetzt Telefontermine für das Ausfüllen der Grundsteuer an.

Das Finanzamt bietet jetzt Telefontermine für das Ausfüllen der Grundsteuer an.


Text-Nummer: 153147   Autor: FiMi   vom 03.08.2022 um 11.50 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Herr Elster

schrieb am 03.08.2022 um 12.54 Uhr:
Statt Online kann man das ganze auch altmodisch auf Papier machen und spart sich dieses (..) Authentifizierungsverfahren. Da die Vordruck nicht so leicht zu kriegen sind, hier mal ein Link (man braucht nur ein paar der Seiten):
https://beck-online.beck.de/Print/ CurrentDoc?vpath=bibdata/ges/beckverw_565801/cont/ beckverw_565801.htm&printdialogmode=CurrentDoc&hlword=
Hat auch den Charme, dass man auslassen kann, was man nicht weiß.
Dazu noch einen Antrag stellen, dass die el. Abgabe eine unbillige Härte nach
228 Abs. 6 S. 2 BewG darstellt, weil man
- das Authentifizierungsverfahren nicht geschafft hat (glaubhaft)
- keinen PC hat
- nur wegen der Grundsteuer keinen Elsteraccount einrichten will
- oder ähnliches (kreativ sein)
Bodenrichtwert findet sich hier:
https://danord.gdi-sh.de/viewer/resources/ apps/bodenrichtwertefuergrundsteuerzweckesh/index.html?lang=de#/
Mit einem Klick auf sein Grundstück findet man auch das Flurstück und die Grundstücksgröße

viel Erfolg

Olli

schrieb am 03.08.2022 um 14.13 Uhr:
Lieber Herr Elster,
Ihr Text erinnert mich ein wenig an die Indeed-Werbung in der sich über einen Menschen lustig gemacht wird, der seine Lebensläufe noch per Fax versendet.
Wir leben nunmal nicht mehr in den 90ern. ¯\_(ツ)_/¯
Also der Aufwand das Ganze im Internet zu finden, auszufüllen und auszudrucken (oder umgekehrt je nach Technik) und dann auch noch zum Finanzamt zu bringen/schicken halte ich für deutlich Übertrieben. Dafür wäre mir meine Zeit zu schade.
Dann doch lieber bei Elster registrieren, Code zugeschickt bekommen, anmelden und gut ist. So hat man den Account auch für zukünftige Steuererklärungen schon angelegt.
Und was meinen Sie mit das auslassen, was man nicht weiss? Sie bekommen dann ein Brief zurück, dass Sie doch bitte die Erklärung neu abgeben sollen, diesmal komplett ausgefüllt... Woher soll der Mitarbeitende im Finanzamt denn wissen, wieviel qm Ihr Haus hat. Und viel mehr Angaben werden ja nicht verlangt, welche man nicht sofort wüsste...
Also sparen Sie sich die Zeit, das Porto und den Ärger mit dem Finanzamt und machen es über das Elster Portal.

Mino

schrieb am 03.08.2022 um 14.44 Uhr:
"Nachsteuerungsbedarf" heißt, dass ich nachzahlen muss???

HaJo

schrieb am 03.08.2022 um 18.02 Uhr:
Nur ein Tipp, man braucht kein langes Authentifizierungsverfahren, wenn man den elektronischen Personalausweis (nPA) zum Zugang zu Elster nutzt. Das ist eines der wenigen Funktionen, die ich regelmäßig (sonst für die jährliche Steuererklärung) nutze. Als Lesegerät funktionieren USB-Lesegeräte oder viele Smartphones.
https://www.ausweisapp.bund.de/home/ (falls HL-live wieder Leerzeichen in den Link einfügt, diese manuell entfernen).

Ansonsten finde ich es etwas spät, wenn es jetzt heißt: "wird es einen Erklärfilm ... geben" und "wird eine Anleitung erstellt.". Den Bedarf hätte man im Vorfeld doch einfach ermitteln können, wenn man einige Probanden, den Ausfüllprozess hätte testen lassen.

Wäre es nicht einfacher gewesen, wenn das Finanzamt anhand der ihm vorliegenden Daten einen Entwurf erstellt hätte, den man ggf. hätte korrigieren können?
Bei der Ermittlung der Niederschlagswassergebühr hat das die Hansestadt Lübeck ähnlich gemacht.

Ohne wirkliche Notwendigkeit, auf Papierformulare zu bestehen, halte ich für eine kindische Trotzreaktion. Das mag einzelnen eine persönliche Genugtuung sein, kostet aber unnötigen Aufwand und vergeudet Arbeitszeit.