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Studentenbuden in Lübeck verteuern sich weiter

Lübeck: Archiv - 16.08.2022, 10.57 Uhr: Lange Zeit galt Lübeck als verhältnismäßig günstige Stadt zum Wohnen. Aber auch in der Hansestadt sind die Preise stark gestiegen (wir berichteten). Eine bezahlbare Wohnung zu finden, wird angesichts steigender Mieten auch für Studenten immer schwerer. Wie eine neue Analyse zeigt, gilt das für die Mehrzahl der Universitätsstädte. In Lübeck sollen Studenten jetzt mehr für eine kleine Single-Wohnung bezahlen müssen, als in der Landeshauptstadt Kiel.

In kleineren Unistädten fallen die prozentualen Zuwächse bei den Mieten teils noch stärker aus als in den Metropolen. Am deutlichsten haben sich Studentenwohnungen in Potsdam verteuert. Während eine Wohnung mit bis zu 40 Quadratmetern vor einem Jahr im Median noch 380 Euro Kaltmiete kostete, müssen Studenten aktuell bereits mit 440 Euro rechnen – ein Zuwachs von 16 Prozent. Damit ist der prozentuale Mietpreisanstieg in Potsdam mehr als doppelt so hoch wie die Inflationsrate von 6,8 Prozent im selben Zeitraum. Auch in beliebten Unistädten wie Tübingen und Mainz (jeweils +13 Prozent) sind die Mieten von Studentenwohnungen schneller gestiegen als die Inflation. In Lübeck sollen jetzt 340 Euro fällig werden. Das sind 40 Euro (+13 Prozent) mehr als davor. Der Anstieg fällt in Lübeck damit höher aus als in Kiel (310 Euro auf 330 Euro, +6 Prozent).

Am teuersten wohnen Studenten nach wie vor in München, wo eine Single-Wohnung aktuell im Median 840 Euro Miete kostet. Vor einem Jahr waren es noch 760 Euro, was einem Anstieg von 11 Prozent entspricht. In Berlin müssen Studenten inzwischen mit 570 Euro rechnen – 10 Prozent mehr als im Vorjahr. In Frankfurt (540 Euro) und Hamburg (500 Euro) sind die Angebotsmieten binnen eines Jahres um 8 beziehungsweise 9 Prozent gestiegen. Etwas moderater fällt der Mietpreisanstieg hingegen in Köln aus, wo sich Studentenwohnungen um 2 Prozent verteuert haben.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt, in der die mittleren Angebotsmieten von Wohnungen (1 bis 2 Zimmer, bis zu 40 Quadratmeter) zwischen Januar und Juli 2022 mit dem Vorjahreszeitraum in 67 ausgewählten Hochschulstandorten verglichen wurden. In 28 Städten übersteigt der prozentuale Mietpreisanstieg dabei sogar die Inflationsrate von 6,8 Prozent im selben Zeitraum.

Die Preisanstiege bei studententauglichen Wohnungen korrespondieren mit einer allgemeinen Entwicklung auf dem Mietmarkt. Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin groß. Und Studenten konkurrieren mit anderen Bevölkerungsgruppen um kleine Wohnungen. So suchen auch Singles oder Verwitwete zunehmend kleinere Wohnungen, weil sie sich angesichts des hohen Preisniveaus nicht mehr Wohnfläche leisten können.

Auch in Lübeck wird es für Studenten immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Symbolbild.

Auch in Lübeck wird es für Studenten immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Symbolbild.


Text-Nummer: 153346   Autor: Immowelt/Red.   vom 16.08.2022 um 10.57 Uhr

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