Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Deutlich mehr Rotavirus-Fälle in Lübeck registriert

Lübeck: Archiv - 18.08.2022, 09.50 Uhr: Rotavirus-Infektionen sind in Lübeck wieder auf dem Vormarsch: So sind die nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Rotavirus-Fälle im ersten Halbjahr 2022 wieder deutlich angestiegen. Insgesamt wurden für die erste Jahreshälfte bereits 51 Fälle registriert. Im gesamten letzten Jahr waren es nur 17 Fälle, in 2020 wurden 12 Fälle gemeldet.

Vor der Pandemie im Jahr 2019 waren es noch 49 Fälle. Das teilte heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. "Durch die Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie sind in Lübeck viele Infektionskrankheiten weiter zurückgegangen. So auch die Rotaviren. Durch die Lockerung der Corona-Maßnahmen und die wieder steigenden Kontakte ist allerdings für 2022 eine Wendung festzustellen", sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Sie verursachen Durchfälle, Erbrechen und Bauchschmerzen. Im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen verläuft die durch Rotaviren verursachte Magen-Darm-Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwer. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeits- und Salzverlust.

"Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, die von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt wird", so Wunsch. Je nachdem, welcher Impfstoff verwendet wird, sind zwei oder drei Impfstoffdosen in einem Mindestabstand von vier Wochen notwendig.

Da Rotaviren hoch ansteckend und leicht übertragbar sind, können sich auch Erwachsene mit dem Virus infizieren. Die Übertragung erfolgt meistens über eine Schmierinfektion. Die Viren werden durch kleinste Stuhl-Reste an den Händen weitergegeben. Von der Hand gelangen die Erreger in den Mund und weiter in den Verdauungstrakt. Die Ansteckung erfolgt über verunreinigte Gegenstände wie Handgriffe, Toiletten, Armaturen oder auch über Lebensmittel, auf denen Erreger haften. Neben Kleinkindern, die häufig die Hände oder Sachen in den Mund nehmen, sind aber auch Senioren und Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem gefährdet.

Rotavirus-Infektionen sind in Lübeck wieder auf dem Vormarsch. Mit Lockerung der Corona-Maßnahmen sind die Infektionszahlen wieder gestiegen. Foto: AOK/hfr.

Rotavirus-Infektionen sind in Lübeck wieder auf dem Vormarsch. Mit Lockerung der Corona-Maßnahmen sind die Infektionszahlen wieder gestiegen. Foto: AOK/hfr.


Text-Nummer: 153384   Autor: AOK/Red.   vom 18.08.2022 um 09.50 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.