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Lübecks Werften bekommen ein Denkmal

Lübeck: Das Fundament zeigt bereits, wo es in wenigen Tagen stehen wird: Das Denkmal für Lübecks große Werften. Es soll, so schreibt es der Kronsforder Künstler Rainer Wiedemann auf seiner Internetseite, „an die große Zeit des Industriestandorts Lübeck verweisen, die im Jahr 2002 mit der Insolvenz der Flender Werft zu Ende ging.“

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Rainer Wiedemann bei der Vorstellung des Werft-Denkmals. Foto: Karl Erhard Vögele

„Das ist jetzt unser Highlight in dieser Saison“, freut sich Marion Lemke-Stark auf die bevorstehende Einweihung des Werften-Denkmals. Sie ist Vorsitzende des „Vereins für Kunst und Kultur zu Travemünde“, im Seebad auch kurz „Kunstverein“ genannt. Der Verein richtet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal Travemündes größte Kunstveranstaltung, die „WindArt“, aus. Überall im Seebad sind deshalb große, windbewegte Objekte zu sehen. Das neue Werften-Denkmal wird aber etwas besonders, denn es soll nicht auf Zeit, sondern auf Dauer an seinem Platz bleiben. Als Standort hätte die Lübeck Port Authority (LPA) einen Platz neben der Bunkerstation (Schiffstankstelle) an der Trave zur Verfügung gestellt, berichtet Marion Lemke-Stark. Also dort, wo alle Schiffe der Lübecker Werften auf ihrem Weg in die Weltmeere vorbeigefahren sind. Und fast in Sichtweite des Standortes, wo bis 1986 die Travemünder Schlichting Werft war und heute eine Seniorenresidenz.

Gefördert vom Travemünder Kunstverein, der Lübecker Initiative „Kulturfunke“ und weiteren Unterstützern hat Rainer Wiedemann das Kunstwerk gemeinsam mit Schülern des Kücknitzer Trave-Gymnasiums geschaffen. Es besteht aus hochragenden Metallflächen, die an Schiffskräne erinnern. Auf diesen Flächen sind die Daten der sechs größten ehemaligen Werften der Hansestadt zu lesen. So sollen nach dem Willen des Künstlers die Bürger und Touristen an die Industriegeschichte der Hansestadt und Lübecks Rolle als große Hafenstadt erinnert werden. In der Mitte des Objektes werden metallene Silhouetten von sechs Schiffen zu sehen sein, die typisch für die Lübecker Werften waren. Sie sind ein wenig schräg angebracht, als würden sie gerade rückwärts zu Wasser gelassen. Natürlich wird sich auch etwas drehen, schließlich handelt es sich um ein Kunstwerk der „WindArt“.

Der Zeitplan für die Kunstaktion ist ehrgeizig: Am Dienstag, 6. September, soll es vom Künstler an der Priwallpromenade unweit der Bunkerstation aufgestellt werden. Bereits am Sonnabend, 17. September, folgt dann um 14 Uhr die offizielle Einweihung des Werften-Denkmals. Dazu will der Kunstverein auch Zeitzeugen einladen. Moderiert wird die öffentliche Veranstaltung von Fritz Toelsner von „Radio Travemünde“.

Eine große Sache: Marion Lemke-Stark vom Kunstverein besichtigte den Standort, an welchem in wenigen Tagen das neue Werften-Denkmal aufgestellt wird. Foto: Helge Normann

Eine große Sache: Marion Lemke-Stark vom Kunstverein besichtigte den Standort, an welchem in wenigen Tagen das neue Werften-Denkmal aufgestellt wird. Foto: Helge Normann


Text-Nummer: 153680   Autor: Helge Normann   vom 03.09.2022 um 12.17 Uhr

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