Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Weltkindertag: Lübecker Polizei beteiligt sich an Aktion 110

Lübeck: Allein im örtlichen Zuständigkeitsbereich einer Lübecker Dienststelle waren im August 2022 insgesamt 28 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren Mitbetroffene von häuslicher Gewalt waren und diese in den meisten Fällen miterleben mussten. Und das sind nur die Fälle, in denen die Polizei gerufen wurde. Die Lübecker Polizei beteiligt sich deshalb an der bundesweiten Aktion "110" und wird von Freiwilligen bemalte Mutmachsteine verteilen.

Obwohl die einschreitenden Polizeibeamten aufgefordert sind, im Akuteinsatz die Belange von anwesenden Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen, lässt die Einsatzsituation vor Ort das intensive Eingehen auf die mitbetroffenen Kinder manchmal nicht zu oder Sprachbarrieren und Ängste der Kinder verhindern eine aktive Kontaktaufnahme.

Im Anschluss an einen polizeilichen Einsatz wird nicht nur im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt eine verlässliche Intervention durch ein Zusammenwirken verschiedenster Behörden und Institutionen gewährleistet, doch unmittelbar am Einsatzort fehlt eine situationsbezogene Betreuung der Kinder. Um in dieser für alle Beteiligten schwierigen Situation zumindest ein bisschen Unterstützung zu bieten, beteiligt dich die Polizeidirektion Lübeck an der bundesweiten "Aktion 110" einer Hamburger Kollegin.

Die "Aktion 110" bietet die Möglichkeit, Kindern, die akut eine beängstigende oder bedrohliche Situation erlebt haben, im Rahmen des polizeilichen Einsatzes einen sogenannten Tröste- oder Mutmachstein zu überreichen. Die Steine weisen neben einem kinderechten Motiv ferner die Notrufnummer 110 auf. Den betroffenen Kindern kann in der Akutsituation vor Ort durch Überreichen eines Mutmachsteines ein kleiner Trost gegeben und zeitglich die Notrufnummer 110 präsent gemacht werden. Der Stein dient zugleich als Einstieg in ein Gespräch, wie sich das Kind Hilfe holen kann.

Unter Federführung der Hamburger Initiatorin der "Aktion 110" malen bundesweit verschiedene Steinemalgruppen für die überörtliche Kampagne. Von diesen kreativ bemalten Tröstesteinen wurden nunmehr auch der Polizeidirektion Lübeck eine Vielzahl übergeben. Zudem wurde die "Aktion 110" durch sechs Frauen von Soroptimist International, Club Lübeck / Bad Schwartau (weltweites Netzwerk berufstätiger Frauen) und sechs Mitgliedern der Malgruppe Groß Sarau - im Alter zwischen 30 und 82 Jahren - ehrenamtlich unterstützt, so dass hier nochmals 317 Mutmachsteine bemalt werden konnten.

"Alle Steine werden in den kommenden Tagen an die Polizeidienststellen der Polizeidirektion Lübeck übergeben, damit dann schon beim nächsten Einsatz gegebenenfalls ein kleines Lächeln oder ein Trost durch die einschreitenden Kolleginnen und Kollegen bei den Kindern ausgelöst werden kann", so Polizeisprecher Maik Seidel. "Ein Aushändigen der Steine ist neben Einsätzen rund ums Themenfeld häusliche Gewalt auch in anderen Situationen denkbar: Verkehrsunfälle, ein Kind, welches sich verlaufen hat, Anwesenheit bei Vernehmung der Eltern - rundum all' die Situationen, in denen die Polizei im klassischen Sinne als Freund und Helfer im Einsatz ist."

Die Mutmachsteine zeigen auch die Notrufnummer 110. Foto: Polizei

Die Mutmachsteine zeigen auch die Notrufnummer 110. Foto: Polizei


Text-Nummer: 153960   Autor: PD Lübeck/red.   vom 19.09.2022 um 10.39 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.