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Überholspur: Neues Nachhilfeprogramm zeigt Wirkung

Lübeck: Im letzten Jahr startete das von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung entwickelte Modellprojekt "Überholspur" an der Trave-Gemeinschaftsschule in Kücknitz. Die Idee: Ehemalige Lehrkräfte, Studenten und Ruheständler unterstützen Schüler der 9. und 10. Klasse auf dem Weg zum Schulabschluss; die coronabedingten Lernrückstände werden aufgeholt. Und das bisher mit großem Erfolg.

Während die bundesweiten Aufholprogramme eher weniger Wirkungen gezeigt haben sollen, erreicht "Überholspur" die Schüler: In Kücknitz und Eichholz haben alle 80 Teilnehmer den Schulabschluss bestanden. Mit der Willy Brandt Schule in Schlutup kommt nun ein dritter Schulstandort dazu. Dafür werden bis zum 31. Oktober motivierte Lernbegleiter gesucht.

"Der Erfolg von "Überholspur" ist jetzt auch messbar", freut sich Frank Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung. "Die Abschlussnoten wurden anonymisiert ausgewertet und die Ergebnisse sprechen für sich: Alle Jugendlichen haben ihre ESA- beziehungsweise MSA-Prüfungen bestanden. Die Hälfte von ihnen hat sich sogar um ein bis zu zwei Noten verbessert."

Beeindruckend sei zum Beispiel das Beispiel eines Nachhilfeschülers an der Trave-Grund- und Gemeinschaftsschule in Kücknitz, der seine Deutschnote von 5 auf 3 verbesserte. Auch wegen Geschichte wie dieser werde "Überholspur" fortgesetzt: Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung hat 30.000 Euro für den zweiten Durchgang bereitgestellt.

Ganz neu dabei: Die Willy Brandt Schule in Schlutup. Schulleiterin Alexandra Hase-Rodriguez betont: "Unsere Abschlussschülerinnen und -schüler liegen uns am Herzen. Manche benötigen im Endspurt ein bisschen mehr Unterstützung oder Anstupser. Wir freuen uns sehr, dass "Überholspur" hier ansetzt und für die Jugendlichen ein großer Gewinn werden kann – ganz ohne Druck, aber mit viel Freiwilligkeit." Neben Schule und Stiftung sind die Malteser, Träger der Schulbegleitung am Schulstandort Schlutup, als dritter Projektpartner mit dabei. Roland Combach, Leiter Eingliederungshilfen, erklärt: "Das Projekt "Überholspur" ist ein hervorragendes Unterstützungsangebot für Schülerinnen und Schüler, denen das selbständige Aufarbeiten der Lerninhalte schwerfällt. Für uns ist das Projekt eine inhaltlich passen-de Ergänzung zu unseren Angeboten zwischen Schule und Jugendhilfe."

Und so sieht die bewährte Umsetzung von "Überholspur" aus: Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Willy Brandt Schule wird ab November 2022 einmal wöchentlich die Möglichkeit gegeben, Lernrückstände mit einer Lernbegleitung aufzuarbeiten. Das Förderangebot bezieht sich auf die Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik. Es ist für die Schüler freiwillig und kostenlos, bei Teilnahme aber dennoch verbindlich. "Um ein optimales Lernklima zu gewährleisten, werden Kleingruppen gebildet", erklärt Schumacher. Wenn Sie mehr über die Erfolgsfaktoren von "Überholspur" erfahren möchten, findet den Evaluationsbericht auf der Webseite der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck: www.gemeinnuetzige-sparkassenstiftung-luebeck.de/.

Damit das Nachhilfeprogramm auch in Schlutup ein Erfolg wird, werden aktuell motivierte Lernbegleiter gesucht. Ganz gleich, ob ehemalige Lehrkräfte, Studenten, Oberstufenschüler oder Ruheständler – bewerben kann sich jeder, der die fachliche oder berufliche Qualifikation mitbringt, um die Fächer Deutsch, Englisch oder Mathematik zu vermitteln. Die Freude an der Arbeit mit Jugendlichen ist eine weitere Grundvoraussetzung. Das Nachhilfeangebot wird jeden Montag von 14.30 Uhr bis 16 Uhr in den Räumlichkeiten der Willy Brandt Schule in Schlutup stattfinden. Interessierte Bewerber können ihre Unterlagen (kurzes Motivationsschreiben und Lebenslauf) bis zum 31. Oktober an die E-Mail-Adresse stiftung@sparkasse-luebeck.de schicken. Das Engagement wird vergütet.

Für den dritten dritter Schulstandort werden Lernbegleiter gesucht. Foto: O. Malzahn.

Für den dritten dritter Schulstandort werden Lernbegleiter gesucht. Foto: O. Malzahn.


Text-Nummer: 154023   Autor: G. Sparkasse./Red.   vom 22.09.2022 um 10.26 Uhr

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