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Steinrader Damm: Häuser oder Acker?

Lübeck - St. Lorenz Nord: Archiv - 11.10.2022, 19.13 Uhr: Was soll aus dem Grundstück am Steinrader Damm werden, wenn die dortige Gärtnerei aufgelöst wird? Investoren und Stadt haben offenbar unterschiedliche Vorstellungen, wie im Bauausschuss deutlich wurde. Es geht um 130 Wohneinheiten - inklusive 40 Sozialwohnungen.

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Es geht um ein immerhin 37.500 Quadratmeter großes Gelände im Bereich Dornbreite, angrenzend zu Groß Steinrade, für das Investor Marco Fibelkorn und sein Team Pläne erarbeitet haben. Zurzeit steht dort die alte Gärtnerei Teege. Dass der Betrieb nicht weitergeführt und das Grundstück aufgegeben wird, begründeten die Investoren unter anderem mit fehlender Nachfolge. Stattdessen wollen sie dort etwas über 130 Wohneinheiten schaffen. Darunter 100 Wohnungen (davon 40 Wohneinheiten im geförderten Mietwohnungsbau) sowie 18 Reihenhäuser und 8 Doppelhäuser.

Die Mehrfamilienhäuser sollen im zentralen Bereich dreigeschossig mit Staffelgeschoss gebaut werden. Nach Osten hin ist eine verdichtete Wohnform mit Reihenhäusern angedacht, nach Norden und Süden kleinere Wohnhäuser als zweigeschossige Mehrfamilienhäuser sowie nach Westen eine Doppelhausbebauung. Im südlichen Bereich sollen eine Kindertagesstätte und ein Spielplatz entstehen.

Im Verfahren soll dann ein Energiekonzept zum Beispiel mit Blockheizkraftwerk, Solarthermie und Photovoltaik erarbeitet werden.

Dass es so weit kommt, ist allerdings fraglich, denn die planerische Einschätzung der Stadt sieht für das Gelände anders aus. Nämlich mit keiner Bebauung, da es sich um einen prägenden „Achsenzwischenraum“ handle. Man sehe das „sehr kritisch“ im Hinblick auf eine geordnete städtebauliche Entwicklung, meinte eine Vertreterin der Stadt. Begründet wird das unter anderem mit der historischen Gutsanlage, die sich weiter nordöstlich anschließt. Deren Alleinlage im Außenbereich sei zu halten. Weiter würde der Landgraben unter Denkmalschutz stehen, auch da braucht es Abstand zur Bebauung. Abgesehen von der grundsätzlichen Eignung zur Bebauung seien die Zielvorgabe, wenn es doch zu einer Entwicklung des Geländes kommen sollte, eher freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhäuser. Die Stadt favorisiert allerdings offenbar eher die Rückkehr zu einer landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche.

Im Bauausschuss wurden die Pläne für eine Wohnbebauung des Gärtnereigeländes vorgestellt. Fotos: Helge Normann/PG

Im Bauausschuss wurden die Pläne für eine Wohnbebauung des Gärtnereigeländes vorgestellt. Fotos: Helge Normann/PG


Text-Nummer: 154382   Autor: Helge Normann   vom 11.10.2022 um 19.13 Uhr

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