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VfB Lübeck unterliegt in Flensburg

Lübeck: Archiv - 22.10.2022, 20.07 Uhr: Mit der ersten Punktspielniederlage seit dem 1. April im Gepäck musste der VfB Lübeck die Heimreise vom Spitzenspiel aus Flensburg antreten. Vor 1.500 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion gewann der heimische SC Weiche Flensburg 08 in einem verbissen geführten Kampfspiel mit 1:0 (0:0). Dabei bot die Mannschaft den kämpferisch überzeugenden Gastgebern durchaus Paroli, wurde aber zu selten auch torgefährlich. Trotz der Niederlage bleibt der VfB auch nach diesem Spieltag Tabellenführer der Regionallig

Die Aufstellung der Lübecker Mannschaft hatte Trainer Lukas Pfeiffer gegenüber dem Pokalspiel gegen Mainz 05 auf nur einer Position verändert. Den angeschlagenen Niklas Kastenhofer ersetzte wieder Tarik Gözüsirin, sodass Kapitän Tommy Grupe auf seine gewohnte Position in der Innenverteidigung zurückkehrte. Neben Kastenhofer fehlten mit Eric Gründemann, Mats Facklam, Fawaz Kassimou und Marvin Thiel vier weitere Akteure. Auch die Gastgeber konnten jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen.

Die Flensburger zeigten von Beginn an, worauf sie aus waren: Kaum ein Pass wurde gespielt, ohne dass der betreffende VfBer direkt in einen Zweikampf verwickelt wurde. Die enorme Intensität der Partie nahmen die Lübecker dabei gut an, ohne jedoch daraus die gewohnten spielerischen Qualitäten entfalten zu können. Erschwerend hinzu kam, dass Felix Drinkuth schon nach wenigen Minuten nach einem Standard im eigenen Strafraum umknickte und mit einer Knöchelverletzung (genaue Diagnose steht noch aus) ausgetauscht werden musste. Die Flensburger hatten entsprechend zu Beginn leichte Vorteile und durch Marcel Cornils auch die erste Torchance der Partie (14.). In der Folgezeit fand der VfB besser in die Partie, verlagerte das Geschehen in die Flensburger Hälfte. Zunächst erarbeitete sich die Lübecker Mannschaft einige Standards, dann auch einige Gelegenheiten aus dem Spiel heraus. Doch in beiden Varianten fehlten entweder die Entschlossenheit oder die Genauigkeit im Abschluss. Ein gefährlich abgefälschter Boland-Schuss (26.), eine gute Einzelaktion von Kimmo Hovi, die große Unordnung in der Weiche-Defensive verursachte (29.), eine Flanke von Marius Hauptmann, nach der Manuel Farrona Pulido am Tor vorbei schoss (31.) und eine große Gelegenheit, bei der sich Farrona Pulido nicht zum Abschluss entschloss (35.) - in einer Phase von 15 bis 20 starken Minuten hatte der VfB eigentlich genügend Szenen, um sich eine Pausenführung zu erarbeiten. Da dies nicht gelang, musste man auf der Gegenseite sogar froh sein, dass eine große Konterchance für René Guder (37.) und ein Kopfball von Kevin Schulz (45., jeweils vorbei) nicht den Weg ins VfB-Tor fanden. So war das Remis zur Pause insgesamt gerecht.

Im zweiten Abschnitt fand der VfB eigentlich schnell in die Partie, hatte erste Annäherungen ans Tor der Gastgeber – doch der erste Gegenangriff saß. Nach einem öffnenden Pass von Niclas Nadj spielte der Ex-Meppener Guder seine Klasse aus, gewann das direkte Duell gegen Morten Rüdiger und schlenzte den Ball unhaltbar für Florian Kirschke in die linke Torecke zum 1:0 (49.). Die Führung kam unter diesen Bedingungen, bei denen gepflegtes Fußballspiel schwer war, natürlich den Gastgebern entgegen. Der VfB reagierte zwar nicht geschockt und hatte durch einen Schuss von Farrona Pulido, den Österbaek im Flensburger Tor gut hielt (51.), eine erste Ausgleichschance. Doch in der Folgezeit schaffte es der VfB nur noch selten, aus den klaren optischen Vorteilen auch klare Möglichkeiten zu erspielen. Die beste hatte noch der eingewechselte Vjekoslav Taritas, dessen Schuss fast durchgerutscht wäre, doch Österbaek hielt den Ball gerade noch auf (75.). Die Flensburger waren bei einigen Kontern, vor allem einer Doppelchance für Guder und Nadj (61.), gefährlich. In der Schlussphase hatte der VfB noch zahlreiche Standards – doch mit den hoch hereingebrachten Bällen war die robuste Defensive der Flensburger an diesem Tag nicht zu überwinden. Nach der englischen Woche fehlte den Lübecker Akteuren nun auch die Frische für überraschende Momente.

So steht am Ende eine sicher etwas unglückliche, aber nicht völlig unverdiente Niederlage der Grün-Weißen, die sich aber kämpferisch nichts vorwerfen lassen müssen und am Ende auch mit Ovationen von den rund 500 mitgereisten Lübeckern bedacht wurden. Als letzte der insgesamt 93 Mannschaften in den deutschen Regionalligen ist somit auch für den VfB der Nimbus der Unbesiegbarkeit dahin – das war aber auch nur eine Frage der Zeit. Schon am kommenden Freitag (19.30 Uhr) bietet sich beim nächsten Top-Spiel gegen die SV Drochtersen/Assel die Chance, sich an der Tabellenspitze wieder weiter abzusetzen.

Flensburg hat am Samstag den VfB Lübeck mit 0:1 geschlagen.

Flensburg hat am Samstag den VfB Lübeck mit 0:1 geschlagen.


Text-Nummer: 154564   Autor: VfB/red.   vom 22.10.2022 um 20.07 Uhr

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