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Auszeichnungen für großes Engagement im Kirchenkreis

Lübeck: Archiv - 23.10.2022, 11.11 Uhr: Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) wird Hella Fabricius (83) und Kai Schröder (69) in Lübeck mit der Bugenhagenmedaille auszeichnen. Diese wird verliehen für hervorragende Verdienste um das kirchliche Leben und ist die höchste landeskirchliche Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement.

Der Festgottesdienst am Sonnabend, 29. Oktober wird in der Kirche St. Petri, Lübeck, gefeiert und beginnt um 11 Uhr. Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, wird predigen und Hella Fabricius und Kai Schröder die Auszeichnung im Namen der Kirchenleitung der Nordkirche überreichen.

Hella Fabricius: „Das Engagement bei der Kirche macht mir Spaß, so einfach ist das“

„Ganz ehrlich? Als ich hörte, dass ich von der Nordkirche mit der Bugenhagenmedaille ausgezeichnet werden soll, da war ich baff. Ich? Wirklich ich?“ - Hella Fabricius ist immer noch ein wenig ungläubig, wenn es um die Würdigung ihres herausragenden ehrenamtlichen Engagements geht. „Aber alle, denen ich davon erzählt habe, sagten, dass es ,Die Richtige’ treffen würde und dass sie sich für mich freuen würden. Und mittlerweile - ja, da freue ich mich auch.“

83 Jahre alt ist Hella Fabricius und seit mehr als 50 Jahren engagiert sie sich uneigennützig für ihren Glauben, ihre Kirche. „Mit ihrer zupackenden und verlässlichen Art ist sie ein wirkliches Vorbild“, beschreiben Wegbegleiter die umtriebige Lübeckerin. Vor allem im Evangelischen Frauenwerk brachte und bringt sie sich ein. In unterschiedlichsten Gremien auf Kirchenkreis- und auf landeskirchlicher Ebene mischte und mischt Hella Fabricius mit. „Das Engagement macht mir Spaß, so einfach ist das.“

Die Ehrenamtlerin kann aus einem riesigen Fundus von Erinnerungen schöpfen. Wichtig ist Hella Fabricius der „Frauenkreis St. Andreas“, den sie in ihrer Kirchengemeinde nach einem „Mutter-Kind-Seminar“ des Frauenwerks im November 1975 zusammen mit vier anderen Frauen gründete. „Wir wollten ein Angebot in unserem Stadtteil schaffen - eben für junge Frauen“, erinnert sie sich.

Hella Fabricius setzte Akzente in der deutsch-deutschen Freundschaft. Seit 1982 pflegte ihre Kirchengemeinde in Lübeck-Schlutup intensive Kontakte zur Kirchengemeinde Ferdinandshof in der damaligen DDR. „Eine Freundschaft, die bis heute besteht - wir treffen uns abwechselnd, mal im Osten, mal im Westen“, berichtet die Rentnerin. Auch mit ihrem Engagement im Ehrenamtlichen-Stamm des Lettland-Projektes des Kirchenkreises hat Hella Fabricius nachhaltig Akzente gesetzt.

Hervorzuheben ist auch das große Engagement in der Anti-Apartheid-Bewegung zwischen 1979 und 1990: Die Boykottbewegung „Kauft keine Früchte aus Südafrika“ trug maßgeblich dazu bei, dass 1990 das erste Apartheidsgesetz abgeschafft wurde. In Zusammenarbeit mit der Ev. Frauenarbeit in Deutschland, Hamburg und dem damaligen Nordelbien hat Hella Fabricius dazu Mahnwachen und Demonstrationen in Hamburg und Lübeck mitorganisiert.

Wieviel Zeit sie über all die Jahre investiert hat, das kann Hella Fabricius nicht beziffern. Es ist auch unerheblich für sie: „Ich habe es gern gemacht und diese Erlebnisse wären auch durch nichts zu entlohnen“, bekräftigt die Mutter von drei Kindern, die achtfache Großmutter und dreifache Ur-Oma.

Helga Fabricius engagiert sich seit über 50 Jahren im Kirchenkreis. Dafür erhält sie kommende Wochen die Bugenhagenmedaille. Foto: KKLL-bm

Helga Fabricius engagiert sich seit über 50 Jahren im Kirchenkreis. Dafür erhält sie kommende Wochen die Bugenhagenmedaille. Foto: KKLL-bm


Text-Nummer: 154567   Autor: KKLL/red.   vom 23.10.2022 um 11.11 Uhr

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