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Sandkunst zum Anfassen

Lübeck - Travemünde: Am Sonntag, dem 30. Oktober, endete die Sandskulpturen-Ausstellung in Lübeck-Travemünde. An 176 Tagen konnten ihre 90.000 Besucher eine beeindruckende Reise zu den größten Sehenswürdigkeiten der Welt antreten. Vom Eiffelturm über die Chinesische Mauer bis hin zum liegenden Buddha – allesamt ganz aus 10.000 Kubikmeter Sand geschnitzt. Am letzten Tag konnten sich Blinde und Sehbehinderte durch die Ausstellung ertasten.

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100 Skulpturen haben 27 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt geschaffen. Inzwischen ist es bereits die vierte Sandskulpturenausstellung in Folge, die Oliver Hartmann und sein Team in Lübeck-Travemünde ausrichten. „Sie ist zu einer Institution geworden, über die sich Einheimische und Touristen gleichermaßen freuen und dafür sind wir sehr dankbar.“

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Ein letztes Mal waren die Kunstwerke am letzten Sonntag im Oktober für das Publikum zugänglich. Aber nicht nur dies: an diesem letzten Tag gibt es auch ganz besondere Gäste, die ganz angespannt vor Freude waren und die Oliver Hartmann als Veranstaltungsleiter eingeladen hatte. 16 Blinde und Sehbehinderte, vom Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein e.V für diese Besichtigung organisiert, konnten alle Figuren auf ihre ganz besondere Art und Weise „sehen“. Ihre Begleiter wurden nicht müde, zu beschreiben, wo sich deren Hände befanden und was sie berührten. Hierzu wurden die Begrenzungsseile abgesenkt, die normalerweise die Besucher vor dem Betreten schützen. So konnten die Blinden und Sehbehinderten ganz nah herantreten und die Figuren abtasten.

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Ganz leise hörte man die Betreuer sagen „… hier ist der Mund, die Nase, der Bauch und bei den Elefanten die großen Ohren“. Besondere Freude bereitete zum Beispiel der Kopf eines Löwen in Originalgröße.

Die Ausstellung, so Oliver Hartmann, soll nächstes Jahr wieder stattfinden. Gesucht wird noch eine Halle, um Platz für neue Themen zu schaffen. Man sei sehr optimistisch, so Oliver Hartmann, und man arbeite daran, zur rechten Zeit eine Lösung zu finden.

Am letzten Tag der Ausstellung konnten Blinde und Sehbehinderte die Skulpturen ertasten. Fotos: Karl Erhard Vögele

Am letzten Tag der Ausstellung konnten Blinde und Sehbehinderte die Skulpturen ertasten. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 154712   Autor: KEV   vom 30.10.2022 um 16.51 Uhr

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