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MuK-Sanierung dauert länger und wird teurer

Lübeck: Seit 2015 wird die Lübecker Musik- und Kongresshalle saniert. Eigentlich sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Daraus wird nichts. Jetzt ist die Fertigstellung für Juni 2025 geplant. Die Stadtverwaltung schlägt einen dritten Bauabschnitt vor.

Im Jahr 2015 musste alles ganz schnell gehen. Es gab erhebliche Mängel beim Brandschutz. Die Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals durften nicht gefährdet werden. Die Politik gab knapp 24 Millionen Euro für die Sanierung frei.

"Leider kommt es jedoch auch zu ungeplanten Verzögerungen", berichtete die Bauverwaltung am Montag. Sie zählt auf:

- Bedingt durch die Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen, mussten Arbeiten zeitlich und räumlich entzerrt werden.

- Es kam zu ersten Lieferschwierigkeiten, die sich aufgrund der aktuellen politischen Situation weiterhin fortsetzen.

- Die Zwischennutzung der MUK als Impfzentrum erforderte eine Umplanung der Arbeitsabläufe und des Bauzeitenplans.

- Festgestellte Mängel in Planung und Ausführung an Teilen der sanitären Gebäudeausstattung machen eine Überarbeitung erforderlich.

- Dem Planungsbüro für technische Ausstattung sowie einer ausführenden Firma für den Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär musste während der Bauphase gekündigt werden, sodass Neuausschreibungen notwendig wurden und werden.

"Zudem wurden im Zuge der umfangreichen Sanierungsmaßnahme weitere verschleißbedingte Defekte an bestehenden, technischen Anlagen festgestellt", so die Verwaltung. "Betroffen sind insbesondere der Kühlturm sowie die Wärmeverteilung der Heizungsanlage, die einer Modernisierung bedürfen."

Das Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck (GMHL) schlägt vor, die Sanierung um einen dritten Bauabschnitt zu erweitern. Dieser würde die Möglichkeit bieten, die Mängel in Planung und Ausführung an Teilen der sanitären Gebäudeausstattung zu beheben sowie den Kühlturm und die Wärmeverteilung der Heizungsanlage technisch zu modernisieren. Zudem würde der dritte Bauabschnitt die Chance eröffnen, die Erzeugung regenerativer Energien durch eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Tonnendach auszubauen und somit die klimafreundliche Energieversorgung des Gebäudes zu fördern.

Ein erster aufgestellter Rahmenterminplan für den dritten Bauabschnitt könnte eine Aufnahme der Bauarbeiten im Juli 2024 und eine Fertigstellung im Juni 2025 vorsehen. Die Gesamtkosten des Bauabschnittes werden derzeit auf etwa vier Millionen Euro geschätzt. Hierbei sei zu berücksichtigen, dass das Budget des zweiten Bauabschnitts von 14,7 Millionen Euro erst mit 12,7 Millionen Euro ausgeschöpft sein wird, da ein Teil der Leistungen im dritten Bauabschnitt erfolgen soll.

Die Veranstaltungen sollen weiterhin möglich sein, da die Arbeiten überwiegend in Technikräumen stattfinden. "Das Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) in 2024 wird vor dem Baustart wie gewohnt in der MUK stattfinden können", so die Verwaltung. "2025 wird es keine Einschränkungen für das Festival geben."

Seit 2015 wird die MuK saniert. Jetzt wird mit einer Fertigstellung im Sommer 2025 gerechnet. Foto: JW/Archiv

Seit 2015 wird die MuK saniert. Jetzt wird mit einer Fertigstellung im Sommer 2025 gerechnet. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 155154   Autor: VG/Presseamt   vom 21.11.2022 um 19.22 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Fiete Senfgeber

schrieb am 21.11.2022 um 21.45 Uhr:
Das war ja nicht wirklich anders zu erwarten. Fachkräftemangel. Wenigstens ist das mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach (Solarzellen) eine wirklich überfällige und zeitgemäße, dufte Idee!

Icke

schrieb am 21.11.2022 um 22.05 Uhr:
Da wär n Neubau billiger und schneller gewesen!

Sami

schrieb am 22.11.2022 um 07.57 Uhr:
Wozu wurden Berater, Gutachter und sog. Experten (vorher) teuer bezahlt?
10 Jahre Dauer für eine Sanierung ..!! Klammern sich an diesem Projekt evtl. Interessengruppen?
Mir fällt da ein bekannter Spruch ein:
"Wenn du etwas willst finde Wege, wenn du etwas nicht willst finde Gründe" ..
Mit Steuerzahlergeld konnte die Verwaltung noch nie umgehen ... und das wird auch nix mehr!!!

Hans

schrieb am 22.11.2022 um 10.36 Uhr:
"Mängel in Planung und Ausführung an Teilen der sanitären Gebäudeausstattung" - wie das? Geht die Klospülung nicht mehr - und wenn ja, wieso hat das bisher noch niemand bemerkt? Und: Photovoltaik auf dem Dach ist vielleicht eine gute Idee - aber: verträgt die Statik das, oder wird da ein neues Problem geschaffen? Fragen...

Klaus Hansen

(eMail: Klaus.Hansen72@web.de) schrieb am 22.11.2022 um 11.20 Uhr:
Die MuK ist mit das größte Haushaltsrisiko der Stadt. Die Gesellschaft zahlt keine Miete, keine Baukosten und erwirtschaftet trotzdem Verluste. Eine übermäßig lange Bauzeit verdeutlicht, dass mit wenig Einsatz und Engagement in der Führungsetage gearbeitet wird. Vernünftiger wäre es, endlich politischen Mut zu zeigen und einige möglichen stadteigenen. Gesellschaften zu 100 % zu privatisieren und sie damit in die Marktwirtschaft zu entlassen. In der Geschäftsführung fehlt der Wille, die Stärkung der Eigenverantwortung zu erbringen, um die Leistungsbereitschaft zu stärken. Gerade die städtischen Gesellschaften bergen die Risiken im Haushalt für die kommenden Jahre.

Sven

schrieb am 22.11.2022 um 18.09 Uhr:
Ach nee für die MuK hat die Stadtverwaltung 24 mio. übrig um den Brandschutz zu gewährleisten aber beim Heiligen-Geist-Hospital wird gespart. Echt traurig was hier in Lübeck ein alter Mensch wert ist , der Bürgermeister sollte sich was schämen!!!