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Lübeck setzt oranges Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen

Lübeck: Am Freitag, 25. November, wird ab 17 Uhr das Holstentor in orange erleuchten. Denn an diesem Tag wird auch in der Hansestadt der „Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt an Frauen“ begangen. Bereits zum dritten Mal lädt das Aktionsbündnis „Lübeck wird orange“ zu einer großen Veranstaltung vor das Holstentor ein, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Um 17 Uhr wird Bürgermeister Jan Lindenau im Beisein von Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung in Schleswig-Holstein, die Beleuchtung für den Abend auf orange stellen. Ministerin Aminata Touré und Catharina Strutz-Hauch, Koordinatorin beim KIK-Netzwerk bei häuslicher Gewalt werden zum Thema reden. Von der Tanzgruppe Casa Crew gibt es eine kurze Tanzperformance, im Anschluss lädt der Kulturverein Toranj zu einer Gesangseinlage auf Deutsch und Farsi ein. Ein Mahnmal aus 511 Paar Schuhen, aufgestellt vom Soroptimist International Club Lübeck / Bad Schwartau, soll dann an die Frauen erinnern, die im Jahr 2021 in Lübeck Opfer von häuslicher Gewalt wurden.

Die Farbe orange ist übrigens kein Zufall, sie ist die von der UN ausgewählte Farbe, die als Symbol für eine gewaltfreie Welt gilt. Passend dazu werden bei der UN-Kampagne „Orange the World“ normalerweise bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, weltweit wichtige Gebäude und Sehenswürdigkeiten in orange erleuchtet. Aufgrund der Energiekrise wird in Lübeck das Holstentor allerdings nur an diesem Abend in der Farbe erstrahlen. Doch auch die Musik- und Kongresshalle, das Europäische Hansemuseum und das Theater Lübeck machen mit und setzen mit einer orangen Beleuchtung ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Bürgermeister Jan Lindenau und Ministerin Aminata Touré werden am Freitag die Beleuchtung auf orange stellen. Foto: Oliver Schmidt

Bürgermeister Jan Lindenau und Ministerin Aminata Touré werden am Freitag die Beleuchtung auf orange stellen. Foto: Oliver Schmidt


Text-Nummer: 155178   Autor: Majka Gerke   vom 22.11.2022 um 17.58 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Tobias Möller

schrieb am 22.11.2022 um 19.18 Uhr:
Eine interessante Idee.

Jedoch werden Männer wesentlich häufiger Opfer von Gewalt durch Frauen, als umgekehrt.

Aus Scham gehen diese jedoch nicht zur Polizei oder an die Öffentlichkeit, wenn sie wieder einmal Zuhause von ihrer Frau verprügelt wurden.

Wo wird da ein Zeichen gesetzt ? Wo bleiben da Männerschutzbeauftragte ? Wo sind Männerbüros ?

Gewalt gegen Männer sollte nicht totgeschwiegen werden. Auch Frauen sind nunmal Täterinnen.

Solange da also nichts unternommen wird, bleibt immer bei all diesen einseitigen "Zeichen" ein übler Beigeschmack, dass sich Frauen immer als Opfer gerieren, während Männer immer als Täter diffamiert werden.

M

schrieb am 22.11.2022 um 20.08 Uhr:
Gewalt an Männern:

maennerberatung-sh hat eine eigene Domain, Treffer Suchmaschine sofort. Stimmt also nicht pauschal, was Tobias Möller schreibt. Aber ja, es braucht auch Angebote und Schlafplätze für Männer. Die wenigsten Frauen würden etwas dagegen haben. Aber die Zahl - warum Männer durch Frauen so oft bedroht sind, finde ich nirgends. Männer sind häufig durch staatliche Konflikte anders bedroht als Frauen. Also stabil bleiben gegen Krieg und nicht auf den Querdenker-Eso-Montagskarneval reinfallen

Gegen Gewalt an Menschen!

Ann

schrieb am 22.11.2022 um 22.21 Uhr:
An Tobias Moeller
Ein ganz klares NEIN
Punkt A , es gibt auch diverse Männergruppen, Punkt B, gilt der Grundsatz, wenn jemand einmal schlägt, ist die Hemmschwelle gebrochen, und er wird es wieder tun
Außerdem kommt es auch auf den Körperbau, die Grüße, das Gewicht der Beteiligten an!!!!!!!!!

Bürger aus HL

schrieb am 23.11.2022 um 04.52 Uhr:
Ein wichtiges Thema ist es schon. Mir stellt sich nur die Frage was oranges Licht daran bewirken soll. Etwas für das schlechte Gewissen? Jetzt doch etwas getan zu haben? Ein oranges Licht als Zeichen? Überall werden irgendwelche Zeichen gesetzt. Handeln und Taten sollten eher stehen als Zeichen. Wie in der Politik. Da sind es immer Signale. Und dann?

Sidirmo

schrieb am 23.11.2022 um 09.19 Uhr:
@ Ann,
neulich hörte ich in einem Podcast von einem Fall häuslicher Gewalt gegen einen Mann, der zeigt, daß es eben nicht immer um die körperliche Überlegenheit geht.

Für interessierte:

www.heftig.de/alex-skeel/amp/

Sami

schrieb am 23.11.2022 um 09.42 Uhr:
"Orangefarbene Beleuchtung als Zeichen bei Gewalt gegen Frauen ..."
Zitatende

Und das soll potenzielle Täter davon abhalten? Gesetze sind vorhanden - die nur zur Anwendung kommen müssten.
Bei dieser liberalen Politik ist jedoch mit keiner positiven Entwicklung für Frauen zu rechnen.

Björn

schrieb am 23.11.2022 um 09.43 Uhr:
Eigentlich habe ich auf den empörten Aufschrei der Leserinnen gewartet, aber vielleicht vermeiden sie es klugerweise, sich die Kommentare hier durchzulesen.
Trotzdem meine ich, dass der folgende Satz von Tobias Möller als das gekennzeichnet werden muss, was er ist - eine Falschinformation.
Der Inhalt des Satzes "Jedoch werden Männer wesentlich häufiger Opfer von Gewalt durch Frauen, als umgekehrt" ist FALSCH.

Kleiner Fakten-Check anhand der BKA-Statistik für 2020:
"Von den im Jahr 2020 insgesamt erfassten 148.031 Opfern vollendeter und versuchter Delikte der Partnerschaftsgewalt waren 119.164 (80,5 %) weiblichen und 28.867 (19,5 %) männlichen Geschlechts."
Das betrifft zwar "nur" die Partnerschaftsgewalt, aber wenn es um die Gewalt zwischen Männern und Frauen geht, stellt sie m.E. deutlich klar, dass in der allergrößten Mehrzahl die Frauen die Opfer sind. Sind! - nicht "sich gerieren".

Die Aussage "dass sich Frauen immer als Opfer gerieren, während Männer immer als Täter diffamiert werden" ist tendenziell und beinhaltet die - ebenfalls nicht belegte - Behauptung, dass eine Mehrzahl der angezeigten Taten gar nicht stattgefunden haben, bzw. dass die "armen Männer" zu Unrecht beschuldigt würden. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Kleiner Exkurs: Auch die Nutzung von Prostitution kann man als Gewalt gegen Frauen bezeichnen. Lesenswert dazu: https://www.spiegel.de/ panorama/gesellschaft/prostitution-in-deutschland-liebe-freier-ihr-spass- ist-gewalt-gastbeitrag-a-18295e53-63de-4f0d-bf0f-65e076bec8c1

Von daher - um auch auf den Artikel einzugehen - bin ich für jedes Zeichen, dass diese Problematik in Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt und vielleicht/hoffentlich eine Änderung zum Besseren bewirkt.

Else Kitten

schrieb am 23.11.2022 um 11.45 Uhr:
Vielen Dank Björn für Ihren sehr guten Kommentar.Aber meine Angst bleibt,das demütige Gefühl,die Frage,hab ich Schuld,das ich geschlagen worden bin?Ich finde jedes Zeichen was gesetzt wird gegen Gewalt ist wichtig.Und es gibt Hilfe.Jedes Tötungsdelikt ist eins zuviel.