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SPD: Jahresabo gegen Führerschein soll weitergehen

Lübeck: Bei einem Modellprojekt bestand die Möglichkeit, freiwillig auf den Führerschein zu verzichten und dafür ein kostenloses Jahresticket des Stadtverkehrs Lübeck zu erhalten. Der Versuch war auf drei Jahre und 500 Tickets befristet. Kritisch wurde gesehen, dass die Teilnehmer ihren Führerschein dauerhaft abgegeben mussten. Zielgruppe waren, unter anderem, Senioren. Für die Lübecker SPD war die Maßnahme ein "voller Erfolg".

Ähnliche Tauschprojekte soll es auch bereits in anderen Städten gegeben haben. Der Lübecker Seniorenrat hatte dem Projekt ausdrücklich seine Zustimmung gegeben. Kritische Stimmen störten sich vor allem an der begrenzten Laufzeit. Das Abonnement endete automatisch nach der Zustellung von 12 Monatskarten, die Abgabe der Fahrerlaubnis war aber dauerhaft. Der Preis für die einjährige Freifahrkarte wurde mit 620 Euro angegeben.

Peter Petereit, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

(")Der auf Betreiben der SPD in Lübeck eingeführte Modellversuch "Fahrschein gegen Führerschein" ist ein voller Erfolg. In nur fünf Monaten wurden bei der Hansestadt Lübeck 500 Führerscheine im Tausch gegen ein Jahres-Abo beim Stadtverkehr Lübeck zurückgegeben. Das ist ein guter Beitrag zur Verkehrswende, zur Verringerung des Kfz-Verkehrs und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Gut, dass die Bauverwaltung den Modellversuch weiterführen möchte.(")

Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, ergänzt:

(")Der Modellversuch "Fahrschein gegen Führerschein" wurde auf Antrag von SPD, CDU und Grünen im August letzten Jahres beschlossen. Innerhalb von drei Jahren sollten 500 Führerscheine gegen Jahres-Abos des Stadtverkehrs eingetauscht werden. Dass dies bereits in fünf Monaten erreicht wurde, freut uns sehr. Ziel des Modellversuchs ist es auch, Autofahrer und Autofahrerinnen für einen Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Bus und Bahn zu begeistern. Dies ist gelungen und muss deshalb konsequent fortgeführt werden. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass diese Aktion auch unter den verbesserten Bedingungen eines 49-Euro-Tickets fortgeführt wird. Aus dem erfolgreichen Modellversuch muss ein dauerhaftes Angebot der Hansestadt Lübeck für ihre Bürgerinnen und Bürger werden.(")

Der Modellversuch soll rund 315.000 Euro gekostet haben.  Symbolbild.

Der Modellversuch soll rund 315.000 Euro gekostet haben. Symbolbild.


Text-Nummer: 155210   Autor: SPD Fraktion/Red.   vom 24.11.2022 um 10.36 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Waldemar Wagner

schrieb am 24.11.2022 um 11.25 Uhr:
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Dieser Unsinn kostet den Steuerzahler eine Menge Geld!

Für die Umwelt bringt es rein gar nichts, wenn jemand den Führerschein abgibt und sein Auto nicht mehr bewegt.

Das Auto des betreffenden wird ja meist nicht verschrottet, sondern verkauft und fährt einfach jemand anderen durch die Gegend.

Am Ende kriegen einige wenige Faulpelze ihren Transport von der Allgemeinheit finanziert.

Warum überhaupt soll jemand für die Bequemlichkeit eines anderen zahlen?

So wird Verkehrswende niemals funktionieren.

Irgendwann ist das Spiel für die Parteien, die eine subventiongetragene Verkehrspolitik wollen, eh vorbei.

Sobald die wirtschaftlichen Folgen dieser Verfehlung bei dem Wählerklientel der Märchenerzähler ankommen, werden diese rausgekickt und es läuft wieder alles andersherum.
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Pedi

schrieb am 24.11.2022 um 11.47 Uhr:
@ Waldemar Wagner
Die Autos werden wohl in der Regel weiterverkauft, aber das ist auch OK. Ansonsten würden diese Käufer sich andere Autos kaufen und es würde zusätzlich zu diesen PKW´s gefahren werden. Also doch eine Einsparung.

Dann diese Menschen als Faulpelze zu bezeichen ist echt eine Frechheit.
In der Regel sind das ältere bzw. alte Menschen. Sollen sie jetzt alles per pedes machen, meinen Sie da ist jeder fit zu ??

Bleiben Sie gesund damit sie auch in Zukunft weder auf Bus, Bahn oder wolmöglich aufs Taxi angewiesen sind.

Thorsten Fürter

schrieb am 24.11.2022 um 11.59 Uhr:
Das ist der klassische Fall eines "Mitnahmeeffekts".

Das 49-Euro-Ticket stellt ohnehin schon eine erhebliche Subvention dar. Für eine bestimmte Zielgruppe wird für ein Jahr jetzt die Subvention auf 100% hochgesetzt. Kann man ja machen, aber das Programm wird von jenen genutzt, die ohnehin aus diesen oder jenen Gründen kein Auto mehr fahren wollen oder können. Warum die jetzt 100% Subvention bekommen sollen, alle anderen aber weniger, leuchtet mir nicht ein.

Wolfang Lexow

schrieb am 24.11.2022 um 19.43 Uhr:
@Waldemar Wagner
"Am Ende kriegen einige wenige Faulpelze ihren Transport von der Allgemeinheit finanziert".

Zumeist sind das ältere Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen freiwillig ihren Führenschein abgeben. Wenn sie diese dann als Faulpelze bezeichnen, ist das genau das Niveau, mit dem sie seit Längerem durch fast alle Berichte bei HL-live geistern.