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Ausbau startet: 200 neue Ladesäulen für Lübeck

Lübeck: Die steigende Zahl an E-Autos stößt auf ein begrenztes Angebot an Lademöglichkeiten. Das soll sich in Lübeck schnell ändern. Am Donnerstag startete im Citti-Park das Ausbauprogramm der Stadtwerke Lübeck. Auf mittlere Sicht wird das Angebot nicht nur um 22 kW-Lader sondern auch um 60 Schellladesäulen in Lübeck erweitert.

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Der erste Ausbau fand nicht zufällig im Citti-Park statt. Hier standen bereits seit sieben Jahren zwei Ladesäulen, die immer häufiger belegt waren. Jetzt wurden neun Säulen mit je zwei 22 kW-Ladepunkten aufgestellt. Für das kommende Jahr sind hier noch vier Schnelladestationen mit je 150 kW und zwei Ladestationen mit je 300 kW Leistung geplant. Dazu kommen noch acht weitere normale Ladesäulen. Die Nachfrage ist groß, berichtet Center-Manager Sascha Warnken. Viele Kunden haben sich weitere Lademöglichkeiten gewünscht.

Die Stadtwerke Lübeck möchten ihre Rolle als maßgeblicher Betreiber und Anbieter von Ladeinfrastruktur ausbauen, betont Dr. Jens Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke. In den kommenden zwei Jahren sei der Bau von 200 neuen Ladestationen geplant. Eigene Ladekarten wird das Unternehmen aber nicht anbieten. An den Säulen kann mit allen gängigen Apps, Karten oder der Bankkarte gezahlt werden.

Beim Ausbau geht zunächst um halböffentliche Bereiche, wie Geschäfte und Firmen-Standorte. Hier bieten die Stadtwerke den Bau oder auch den Betrieb von Ladesäulen an. Dazu gehören auch Flächen der KWL, die in Lübeck die Parkplätze bewirtschaftet. So gehen im ersten Quartal 2023 zwei größere Bereiche mit Ladeinfrastruktur in der Kanalstraße und am Fischereihafen in Betrieb.

Noch nicht absehbar ist der Ausbau von Ladesäulen direkt im öffentlichen Bereich. Hier müssen klare Entscheidungen von Politik und Verwaltung getroffen werden, bevor an diesem Stellen Lade-Angebote geschaffen werden.

Der Bedarf wächst jedenfalls weiter. Aktuell sind 20 Prozent der Neuzulassungen in Schleswig-Holstein E-Autos. Bisher sei trotz der gestiegen Strompreise kein Rückgang spürbar, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Jens Meier.

Dr. Jens Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke, Marc Kudling, Projektleiter für den Ausbau der E-Mobilität bei den Stadtwerken, und der Manager des Citti-Parks Sascha Warnken weihten am Donnerstag die neuen Ladesäulen ein. Fotos: VG

Dr. Jens Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke, Marc Kudling, Projektleiter für den Ausbau der E-Mobilität bei den Stadtwerken, und der Manager des Citti-Parks Sascha Warnken weihten am Donnerstag die neuen Ladesäulen ein. Fotos: VG


Text-Nummer: 155230   Autor: VG   vom 24.11.2022 um 16.00 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Martin

schrieb am 24.11.2022 um 16.09 Uhr:
Stark! 60 Ladesäulen mit 22 KWh im CITTI-Park. Ach schade, verlesen. Aber immerhin 9. Die 60 kommen dann später in welches Parkdeck? Ebenerdig oder nach ganz oben?

Benzinfreak

schrieb am 24.11.2022 um 16.56 Uhr:
Und?... Muss man immer noch Rätselraten, was das Laden kostet? Erfährt man das erst bei der Abrechnung? Oder ist das normalste der Welt - eine PREISTAFEL - endlich mit dabei?
Wahrscheinlich nicht und mam merkt erst auf dem Konto, das Benzin günstiger ist...

Elektrofreak

schrieb am 24.11.2022 um 18.45 Uhr:
Beim Ad-hoc bezahlen, muss der Preis der im Display steht, immer bestätigt werden. Es gibt keine Überraschung auf dem Konto.
Wenn mit der Roamingkarte bezahlt wird, ist der Tarif fest mit dem Roaminganbieter vereinbart.
Keine Ahnung wovon Benzinfreak spricht. Es ist eher so, dass beim Benzin tanken, die Überraschung morgens auf dem Weg zum tanken kommt. Denn die Strompreise an den Ladesäulen sind relativ stabil.

Linus Falke

schrieb am 24.11.2022 um 19.25 Uhr:
Hallo Benzinfreak,
es ist üblich, sich für einen Anbieter zu entscheiden. Von dem hat man dann eine Ladekarte und schaltet zum fix vereinbarten Preis jede Ladesäule frei. Üblicher Preis beim aktuell größten Ladekarten-Anbieter "EnBW" sind 39 Cent/kWh. Bei Verbrauch 15 kWh auf 100 km, fährt man also 100 km für 5,85 Euro. (Real ist der Verbrauch in der Stadt übrigens etwas geringer, das häufige Bremsen im Stadtverkehr speist ja in die Batterie zurück.)

Bei 6 Liter Benzin auf 100 km rechne ich im Vergleich 10,50 Euro im Benziner aus.

J. Ovenden

schrieb am 24.11.2022 um 20.35 Uhr:
Langsam ist aber genug! Wir sollen Energie sparen? Umweltfreundlich und sozial soll alles sein!?
Strom sparen, aber E- Auto, E- Roller, E- Bike nutzen. Was ist den mit normaler körperlicher Betätigung durch Treten? Ältere oder eingeschränkte Personen, OK! Aber jedermann???
Wir wohnen im Mehrfamilienhaus zur Miete. Hier gibt es 6 Wohnungen mit 3 Parkplätzen vor der Tür. Sollen wir uns mit 6 PKWs um nicht vorhandene Ladestationen im öffentlichen Raum klopfen? E- Mobilität ist hier nicht möglich!!!! Geld f. neues Auto nicht vorhanden! Bus und normales Fahrrad werden immer wenn möglich genutzt! Das ist in unserer Familie aus gesundheitlichen Gründen bzw. Arbeitszeiten teils außerhalb öffentlichem Nahverkehr nicht immer möglich!
Wieso wird der Otto-Normal-Verbraucher hier überall bestraft?
Wie ist die Entsorgung der Batterien der E-Fahrzeuge in Bezug zur Umweltfreundlichkeit gewährleistet? Ist das vertretbarer?? Wie lange " lebt" so eine Batterie??
E-Scooter und E-Bikes müssen in der jetzigen Sparaufrufzeit nicht gefördert werden, auch die Privat- Kfz nicht!!!
Das Geld sollte f. wirklich wichtige Probleme wie Seniorenpflege... eingesetzt werden!!!!!

Thomas Warnemümde

(eMail: Thomas.Warnemuende@Outlook.de) schrieb am 24.11.2022 um 23.53 Uhr:
Das ist ja sehr schön, dass mein (seit Jahren) bevorzugter Energieversorger - die Stadtwerke Lübeck - sich auch dieses Themas annimmt. Hoffentlich bekomme ich eine Ladesäule in meiner Nähe. Die Stadtwerke waren vielleicht nicht immer die Billigsten; sie haben aber in den letzten Jahren immer ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis gehabt.

Normal

schrieb am 25.11.2022 um 03.21 Uhr:
Leider werden Universal Parkplätze mit Ladesäulen entwidmet. "Normale" Kfz, die dort stehen bekommen Knöllchen.
Es stehen doch an den Parkplätzen auch keine Diesel bzw. E-Fuel Tanksäulen.
Wer elektrisch fahren will lädt sein Vehikel außerhalb der Wohn- und Stadtgebiete auf Tankstellenplätzen und dafür vorgesehenen Gewerbeflächen.

Hans Dampf

schrieb am 25.11.2022 um 06.19 Uhr:
Wir haben einen e Firmenwagen und das konnte mich überhaupt nicht überzeugen.
Wenn ich an der Ladestation war konnte der Bäcker sich freuen da ich vor lauter Langeweile nicht wusste wohin...dazu kommt ja auch noch das das laden ja unendlich lange dauert wenn mehrere Säulen besetzt sind da der Strom dann geteilt wird.
Für manche ist das die Zukunft für mich ist ein e Auto für die Stadt okay aber meine Wahl würde immer ein Diesel sein
Ich könnte mit meiner Familie 1200 km am Stück damit fahren und Urlaub machen.

Fassungslos

schrieb am 25.11.2022 um 08.03 Uhr:
Das sind gute Neuigkeiten. Nicht jeder wird zuhause laden können.

@J. Ovenden
Man muss nicht alles immer so negativ sehen. Ja, wir sollen Strom sparen. Ich lege meine Wege zu 80-90% zu Fuß zurück, da mir Radfahren in HL aufgrund einiger Mitradler zu gefährlich ist. Für die restlichen 10-20% benötige ich jedoch ein langstreckentaugliches Fahrzeug mit akzeptabler Zuladung. In meinem Fall wird dies zukünftig ein E-Auto sein. Unter Anderem auch, weil die Erzeugung von Benzin und Co ebenfalls Strom benötigt. Wer Dinosaurier verbrennt, braucht also nicht vom Strom Sparen reden.
Parkplatzmangel ist glaube ich mit jedem Gefährt abseits der eigenen Füße ein Problem. Hier gibt es nicht genug PKW Parkplätze, und die Fahradkeller bersten aus allen Nähten. Damit Sie sich eben nicht um Ladeplätze prügeln müssen, sind solche Baumaßnahmen dringend erforderlich. Dann kommt man auch ohne eigene Lademöglichkeit aus.
Die Akkus halten meist länger als die Gefährte, welche sie beherbergen. Trotzdem gibt es bereits Konzepte und einige Firmen für deren Wiederverwertung. Zuvor werden sie jedoch meist noch für andere Zwecke (Netzpuffer,...) wiederverwendet.
Noch fahre ich nicht elektrisch, und sehe mich in keinster Weise bestraft. Niemand verbietet mir derzeit, ein Fahrad oder einen Benziner zu kaufen. Selbst wenn der Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor zukünftig eingestellt werden sollte, wird der Gebrauchtmarkt noch einige Jahre geeignete Fahrzeuge hergeben. Falls meine Füße mich im Stich lassen sollten, kann ich zukünftig eine vergleichbar günstigere Monatskarte erwerben. Natürlich ist nicht alles Sonnenschein. Neben der Elektromobilität müssen ÖPNV und andere Verkehrskonzepte weiterhin gefördert werden.

Birgit

schrieb am 25.11.2022 um 08.14 Uhr:
Ich sehe es ähnlich wie @J. Ovenden
Schöne Wohnung im 5-Parteien-Haus, Parkplätze Mangelware aber bis jetzt immer einen Platz gefunden ;)
Über Wallboxen / Ladestationen braucht man gar nicht diskutieren. E-Autos werden deshalb auch in den kommenden Jahren in der Minderheit bleiben.
E-Scooter braucht eigentlich niemand, E-Fahrräder bei gesundheitlicher Einschränkung finde ich ok.

Peter Gerdau

(eMail: 31pegetas@gmail.com) schrieb am 25.11.2022 um 10.00 Uhr:
Die Bedienungsanleitung der Säulen ist mangelhaft beschrieben, wo muss die Ladegeräte für mindestens 5 Sekunden hingehalten werden?

Linus Falke

schrieb am 25.11.2022 um 10.14 Uhr:
@Hans Dampf
In Ihrem Beispiel "keine Zeit" hätten Sie stattdessen eine Schnellladesäule nehmen sollen. 200 km mehr Reichweite in 10 Minuten, als Größenordnung. Diese Säulen stehen entlang der Autobahnen und wie der Artikel zeigt sogar zunehmend auch im Stadtbereich.

Jon Dohe

schrieb am 25.11.2022 um 11.27 Uhr:
Hmmm....

Darf ich aus dieser Aktion schließen, das wir die Energiekrise bereits überwunden haben und (zumindest in HL) doch nicht mit einem Black-Out rechnen müssen?

Das nenne ich dann wirklich eine gute Nachricht!

Hans Dampf

schrieb am 25.11.2022 um 13.40 Uhr:
Linus Falke
Ja sage ich doch ! Man steht und steht auch wenn da schnell Ladesäule dran steht
Ich tanke ein Diesel in 5 min voll und kann damit locker 10 Std bei 130 kmh fahren
Mehr geht doch nicht!

Rainer

schrieb am 25.11.2022 um 14.44 Uhr:
Man kann sich auch "groben Unfug" herbeiwünschen! Gerade die Schnell-Ladesäulen sind alles andere als nützlich: Mehrfach wurde bereits in Tests darauf hingewiesen, dass man zwar Zeit spart, aber mit deutlich höheren Folgekosten zu rechnen ist, weil die Akkus beim Schnellladen wesentlich früher verschleißen. Die von den Grünen herbeigesehnte neue Batteriefabrik an der Westküste wird's natürlich freuen..."Geschäftsmodell Autofahrer-Ungeduld".