Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Vorläufige Zahlen: Umsatz und Erlöse bei Dräger gesunken

Lübeck: Trotz einer insgesamt guten Nachfrage nach den Produkten und Services blieb der Umsatz von Dräger im Geschäftsjahr 2022 hinter den Erlösen des Vorjahres zurück. Aus dem durchgängig hohen Auftragsbestand konnte aufgrund der erheblichen Störungen der globalen Lieferketten nicht im üblichen Umfang Umsatz generiert werden.

Wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit bestimmter elektronischer Bauteile, unter anderem aufgrund der coronabedingten Lockdowns an wichtigen Handelsplätzen in China, konnten einige der Produkte nicht fertigproduziert und daher auch nicht an Endkunden ausgeliefert werden. Infolgedessen konnten auch die möglichen Umsätze aus dem Verkauf dieser Produkte nicht realisiert werden. Mit rund 3,04 Milliarden Euro (12 Monate 2021: 3,33 Milliarden Euro) lag der vorläufig berechnete Umsatz von Dräger im Geschäftsjahr 2022 daher währungsbereinigt 11,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Das niedrigere Umsatzvolumen führte auch zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Das vorläufig berechnete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei rund -87 Millionen Euro (12 Monate 2021: 271,7 Millionen Euro). Ein weiterer Grund für das geringere Ergebnis war die geringere Bruttomarge in Höhe von rund 41 Prozent (12 Monate 2021: 46,3 Prozent). Diese ging zum einen durch den veränderten Produktmix infolge der schwächeren Nachfrage nach coronabezogenen Produkten zurück. Zum anderen wurde sie durch die höheren Kosten für die Beschaffung schwer verfügbarer elektronischer Bauteile belastet.

Der Auftragseingang stieg aufgrund einer guten Nachfrage währungsbereinigt um 2,9 Prozent auf rund 3,29 Milliarden Euro (12 Monate 2021: 3,09 Mrd. Euro). Dabei legte das Segment Sicherheitstechnik währungsbereinigt um 8,4 Prozent auf rund 1,31 Milliarden Euro zu (12 Monate 2021: 1,17 Milliarden Euro). Die Medizintechnik verzeichnete einen leichten währungsbereinigten Rückgang von 0,5 Prozent auf rund 1,98 Milliarden Euro (12 Monate 2021: 1,92 Milliarden Euro). Dabei wurde die geringere Nachfrage nach Beatmungsgeräten durch ein deutliches Auftragsplus in den anderen Produktbereichen nahezu ausgeglichen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Dräger eine schrittweise Verbesserung der Verfügbarkeit von Vorprodukten und somit eine Verbesserung der Lieferfähigkeit. Dies würde auf Basis des hohen Auftragsbestands eine deutliche Beschleunigung der Umsatzrealisierung und damit – trotz der erwarteten höheren Beschaffungs- und Personalkosten – eine Rückkehr zu Wachstum und Profitabilität ermöglichen. Dräger rechnet für 2023 daher mit einem Umsatzanstieg zwischen 5,5 und 9,5 Prozent (währungsbereinigt 7,0 und 11,0) sowie einer EBIT-Marge zwischen 0,0 und 3,0 Prozent. Der Ausblick steht unter dem Vorbehalt, dass sich die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern und die Wechselkurse nicht wesentlich verändern.

Die vollständigen und testierten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2022 wird Dräger am 9. März 2023 veröffentlichen.

Dräger hat im vergangenen Jahr deutlich die Probleme mit den Lieferketten gespürt.

Dräger hat im vergangenen Jahr deutlich die Probleme mit den Lieferketten gespürt.


Text-Nummer: 156165   Autor: Dräger/red.   vom 17.01.2023 um 17.33 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.