Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Marien-Krankenhaus: Land hat Kompromiss moderiert

Lübeck: Am Donnerstag haben sich der Betreiber des Marien-Krankenhauses und das UKSH erstmals offiziell zur geplanten Übernahme geäußert. Sie bestätigten, dass das Marien-Krankenhaus noch dieses Jahr auf das Uni-Gelände umziehen werden. Es bleibe aber eine eigenständige gemeinnützige GmbH.

Ursprünglich wollte die katholische Ansgar-Gruppe ihre Krankenhäuser in Hamburg und Lübeck sowie das Kinderkrankenhaus Wilhelmsstift in Hamburg komplett verkaufen. Das Lübecker Marien-Krankenhaus wurde aus den Verkaufsverhandlungen heraus genommen. Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein hatte sich für diese Lösung eingesetzt, um insbesondere die Geburtshilfe in Lübeck weiterhin zu gewährleisten.

Wie bereits berichtet, wird die Ansgar-Gruppe nur noch zehn Prozent der Anteile halten. Langfristig soll für das Marien-Krankenhaus ein eigenständiger Neubau auf dem Campus Lübeck errichtet werden. Noch in diesem Jahr wird es aber in vorläufige Räumlichkeiten des UKSH umziehen.

"Diese Maßnahme sind vor allem für die Sicherstellung der Geburtshilfe notwendig, da aus Altersgründen mehrere Frauenärzte ihre geburtshilfliche Tätigkeit eingestellt haben oder einstellen werden", so das Erzbistum Hamburg und das UKSH in einer gemeinsamen Erklärung. Durch den neuen Standort würden die Wege für die Notfallversorgung der Neugeborenen kürzer. Dort sei auch eine Unterstützung durch Frauenärzte des Eltern-Kind-Zentrums des UKSH möglich.

Den Belegärzten wird angeboten, ihre Operationen künftig am neuen Standort durchzuführen. Sie versorgen jährlich rund 5000 Patienten. Dazu kamen im vergangenen Jahr 1374 Geburten im Marien-Krankenhaus.

Details wollen das Erzbistum Hamburg und das UKSH noch klären. "In der jetzigen Phase sind die Beteiligten offen für konstruktive Gespräche", so die Betreiber. Die Aufsichtsratsgremien und die Landesregierung müssen den Planungen noch zustimmen.

Im Original-Ton hören Sie den Geschäftsführer des Marien-Krankenhauses Volker Krüger, Alexander Becker (Verwaltungsdirektor des Erzbistums Hamburg) und UKSH-Chef Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz.

Am Donnerstag wurden die Planungen für das Marien-Krankenhaus offiziell vorgestellt. O-Ton: Harald Denckmann

Am Donnerstag wurden die Planungen für das Marien-Krankenhaus offiziell vorgestellt. O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 156213   Autor: VG   vom 19.01.2023 um 13.31 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.