Possehl-Stiftung Lübeck
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Kein Ergebnis bei Tarifverhandlungen im Einzelhandel

Schleswig-Holstein: Archiv - 17.05.2023, 17.11 Uhr: Mit einer ersten Annäherung ist die erste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des Einzelhandels in Schleswig-Holstein am Mittwochnachmittag beendet worden. Die Arbeitgeber des Handelsverband Nord boten aber noch immer eine Entgeltsteigerung an, die den Beschäftigten einen Reallohnverlust bringen würde.

ver.di Nord fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,50 Euro in der Stunde; für die unteren Beschäftigtengruppen eine Erhöhung des Stundenlohns auf 13,50 Euro. Für die Auszubildenden fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 250 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert ver.di die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

„Die Beschäftigten im Einzelhandel sind jeden Tag mit Leidenschaft bei der Arbeit. Sie sind diejenigen, die in den vergangenen Monaten und auch zukünftig den Laden am Laufen halten. Die Kolleginnen und Kollegen haben für ihre Leistung Anerkennung und Respekt verdient. Und das muss auch in ihren Geldbeuteln sichtbar sein. Gerade im Hinblick auf die aktuell schwierigen Zeiten ist eine Steigerung der Löhne und Gehälter unbedingt notwendig“, sagt Bert Stach, Landesbezirksfachbereichsleiter Handel und Verhandlungsführer für die Gewerkschaft ver.di.

Die Arbeitgeber haben zum Verhandlungsauftakt 3% Lohn- und Gehaltssteigerung in 2023 (ab Abschlussmonat) und 2 % im Mai 2024 sowie weitere 2,5 % im Februar 2025 angeboten. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 24 Monate betragen. Eine Inflationsausgleichsprämie in zwei Schritten soll mit 750 Euro in 2023 und 250 Euro in 2024 an die Beschäftigten in Vollzeit ausgezahlt werden (Teilzeitbeschäftigte entsprechend anteilig). Die Inflationsausgleichsprämie soll mit bereits gezahlten entsprechenden Leistungen verrechnet werden. Für Unternehmen in wirtschaftlicher Notlage soll zudem eine Notfallklausel für Arbeitgeber vereinbart werden.

Wie die Mitarbeiter im Einzelhandel auf das Angebot der Arbeitgeber reagieren, wird sich bis zum nächsten Verhandlungstermin am 4. Juli 2023 zeigen.

Über 125.000 Beschäftigte sind in Schleswig-Holstein im Einzelhandel beschäftigt. Das häufigste Entgelt liegt bei 2830 Euro für Verkäuferinnen und Verkäufer. Die letzte Lohn- und Gehaltserhöhung im Mai 2022 betrug 1,7%.

Im Einzelhandel haben die Tarifgespräche begonnen.

Im Einzelhandel haben die Tarifgespräche begonnen.


Text-Nummer: 158760   Autor: Verdi/red.   vom 17.05.2023 um 17.11 Uhr

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