Possehl-Stiftung Lübeck
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Volt-PARTEI: Deckel statt Lärmschutzwände gegen Güterzüge

Lübeck: Archiv - 11.09.2023, 11.37 Uhr: Am Montag (11.09.2023) informiert die Deutsche Bahn zusammen mit der Stadt im Schuppen 6 über verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten bei Lärmschutzwänden. „Der beste Lärmschutz ist immer noch eine vollständig geschlossene Trasse entlang der bewohnten Bereiche“, sagt Tim Stüttgen (Volt), der für die Fraktion als Bürgerschaftsmitglied im Hauptausschuss sitzt.

„Dies gilt gerade in Anbetracht dessen, dass es sich um Güterzüge handelt, die 800 Metern lang sind und von denen nach Fertigstellung der Festen Fehmarnbelt-Querung über 70 jeden Tag durch Lübeck fahren werden. Ich befürchte, dass heute nur den wenigsten der betroffenen Anwohner klar ist, was für eine Steigerung der Lärmbelastung damit Tag und Nacht auf sie zukommt.“

Auf der Veranstaltung sollen unterschiedlich gestaltete Lärmschutz-Wände vorgestellt werden, zwischen denen sich die Bürger der Stadt entscheiden können. „Damit die Beteiligung der Bürger ihren Namen auch verdient, sollte auch die Variante ‚Deckel‘ zur Wahl stehen“, so Tim Stüttgen weiter. „Ein solcher wird beispielsweise im Verlauf der Autobahn A7 nördlich der Elbe auf dem Stadtgebiet Hamburgs errichtet. Er könnte begrünt werden, auf ihm könnte ein Fahrrad(schnell)weg geführt werden und vielleicht ist stellenweise auch eine Überbauung möglich.“

Mit der Errichtung des neuen Hauptbahnhofs und der dazu gehörenden Bahntrassen im Jahr 1908 wurde der Stadtteil St. Lorenz-Nord weitgehend von den Ufern der Trave und des Stadtgrabens abgeschnitten. „Da die Notwendigkeit von Kaianlagen mit Schienenanbindung und überhaupt von Hafenumschlag in diesem Bereich schon lange nicht mehr gegeben ist, ist es gerade nördlich des Bahnhofs jetzt an der Zeit, dieses Land den Menschen in unserer Stadt zurückzugeben“, so Tim Stüttgen. „Dazu sollten wir das Straßennetz des Quartiers Brolingplatz bis an die Ufer des Stadtgrabens und der Trave entwickeln. Von der Bahntrasse muss ich dabei nicht mehr sehen als die Zugänge zu einem neuen Haltepunkt.“

„Der beste Lärmschutz ist immer noch eine vollständig geschlossene Trasse entlang der bewohnten Bereiche“, sagt Tim Stüttgen (Volt), der für die Fraktion als Bürgerschaftsmitglied im Hauptausschuss sitzt. Foto: Claas Lamaack

„Der beste Lärmschutz ist immer noch eine vollständig geschlossene Trasse entlang der bewohnten Bereiche“, sagt Tim Stüttgen (Volt), der für die Fraktion als Bürgerschaftsmitglied im Hauptausschuss sitzt. Foto: Claas Lamaack


Text-Nummer: 161086   Autor: Unabh.-Volt/red.   vom 11.09.2023 um 11.37 Uhr

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