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Neue Regeln für den Mühlentorplatz kommen

Lübeck - Innenstadt: An der geplanten Einspurigkeit auf dem Mühlentorplatz gibt es im Bauausschuss viel Kritik. Das wird aber nichts ändern. Die Stadt verweist darauf, dass die derzeitige Verkehrsführung nicht mehr den rechtlichen Vorgaben entspreche.

"Es war keine Vorlage, die man hätte ablehnen können", sagt Nicole Dorel, Sprecherin der Stadtverwaltung zur Behandlung des Themas im Bauausschuss. "Es war ein Bericht über straßenverkehrsrechtliche Notwendigkeiten zur Herstellung eines gesetzeskonformen Zustandes." Und den können Politiker nur zur Kenntnis nehmen. Verkehrliche Anordnungen trifft die Straßenverkehrsbehörde nach Gesetzeslage.

"Wir prüfen derzeit, wie wir mit der Empfehlung des Bauausschusses umgehen und ob sich auf dieser Grundlage eine gesetzeskonforme Lösung für das Interim erarbeiten lässt", so die Sprecherin der Stadtverwaltung.

Dabei dürfte es bei der einspurigen Lösung bleiben. Die Stadt weist darauf hin, dass das Mitführen des Radweges auf der äußeren Fahrbahn eines Kreisverkehres mit einem roten Schutzstreifen schon seit längerer Zeit nicht mehr zulässig ist. Auch zweispurige Ausfahrten seien nicht mehr zulässig. "Die Hansestadt Lübeck wird daher schon seit Jahren und zunehmend massiver von der Fachaufsicht der Straßenverkehrsbehörde, dem LBV.SH, angehalten, diesen Kreisverkehr verkehrssicher umzugestalten", schreibt die Bauverwaltung.

Die Diskussion ist nicht neu. Schon der ehemalige Bausenator Franz-Peter Boden hatte gesagt: "Den Mühlentorplatz darf man nicht anfassen." Eine regelkonforme und funktionierende Lösung hat es schon damals nicht gegeben.

Die Stadt prüft Vorschläge aus der Politik zum Mühlentorplatz. Änderungen an den Planungen sind aber sehr unwahrscheinlich.

Die Stadt prüft Vorschläge aus der Politik zum Mühlentorplatz. Änderungen an den Planungen sind aber sehr unwahrscheinlich.


Text-Nummer: 161303   Autor: VG   vom 19.09.2023 um 19.10 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Sebastian

schrieb am 19.09.2023 um 19.36 Uhr:
Ja, und dann findet man wieder Leichen oder sonstwas und dann haben wir wieder eine 2-Jahres-Baustelle - wenn es gut läuft.

Vergessen sie es!

Denken Sie auch an die Mühlentorbrücke! Sie bekommen es nicht gewusst - etliche Beispiele beweisen es. Die aktuelle Situation ist eines davon.

Cyril

schrieb am 19.09.2023 um 20.21 Uhr:
Kompliziert, wer soll das verstehen?

Aber wenn es ein einziges sogenannte Unfalltod praeventiert, muss man dafür sein!

Horsti

schrieb am 19.09.2023 um 20.25 Uhr:
Das gilt ja dann genauso für den Berliner Platz.

Mike

schrieb am 19.09.2023 um 21.26 Uhr:
Kreuzung bauen und fertig.

Evelyn

schrieb am 19.09.2023 um 23.25 Uhr:
Kurze Frage, es gibt ja nicht nur in Lübeck Kreisel.
Was wird denn jetzt mit dem Kreisel um die Siegessäule in Berlin? Auch einspurig?
Oder gilt diese neue Verordnung nur in S.H bzw. Lübeck?

Man könnte ja auch einfach das blaue Kreisverkehrsschild entfernen, dann gilt er nicht mehr als Kreisel und es herrscht dort rechts vor links. Wird dann automatisch auch langsamer gefahren.

Bruder Tack

schrieb am 19.09.2023 um 23.43 Uhr:
@ Mike
Ich denke auch eine Kreuzung ist vielleicht die sinnigste Lösung. Zusätzlich aber auch die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer dauerhaft in Betrieb lassen.
Hilft vermutlich die Vrkehrssicherheit für alle zu erhöhen

Sebastian

schrieb am 20.09.2023 um 07.43 Uhr:
@Mike
Kreuzung bauen und fertig?
Woanders vielleicht. In Lübeck ein 2-Jahres-Projekt. Wetten?

Carsten Bornhöft

schrieb am 20.09.2023 um 07.44 Uhr:
Sehr merkwürdig alles. Der Kreisel in seiner Form, wie er jetzt ist, hatte bereits schon Sonderstatus. Wieso kommt man da erst jetzt drauf? Sonderstatus heisst aber auch das man diese ohne viel TamTam weiter behalten könnte.

Ernst Bornhöft

schrieb am 20.09.2023 um 07.48 Uhr:
Lübeck arbeitet darann, das man es in Zukunft meidet. SCHADE.

Mike Sander

schrieb am 20.09.2023 um 08.11 Uhr:
Was ich ja immer wieder interessant finde, dass nur bei bestimmten Projekten, meistens die, gegen die die Mehrheit der Lübecker Bürger ist, die „Keule“ der RECHTLICHEN VORGABEN von der Straßenverkehrsbehörde rausgeholt wird. Dass z.B. die meisten der Lübecker Radwege seit vielen Jahren gegen genau diese RECHTLICHEN VORGABEN verstoßen, interessiert in der Straßenverkehrsbehörde aber niemanden! Wie verlogen ist das denn?

JH

schrieb am 20.09.2023 um 10.42 Uhr:
@ Mike Sander:

Frau Dorel ist Pressesprecherin.

Diese Spezies erfindet immer die gerade passende "Begründung".
Das ist der Job.

Tobias Möller

schrieb am 20.09.2023 um 15.54 Uhr:
Was würde denn gegen eine normale Ampelkreuzung mit sensorgesteuerter Ampelschaltung sprechen ?

Also außer an einem Kreisverkehrfetisch leidende Planer fällt mir niemand ein.

Entsprechend sollte man das Projekt anpacken, wenn auch die Brücke saniert wird.
Und falls da wieder die Scherbenbuddler irgendwas finden, bekommen diese einmalig zusammenhängende 72 Stunden Buddelzeit und haben danach die Bauarbeiten nicht weiter zu behindern.

Otto Schneider

schrieb am 20.09.2023 um 16.53 Uhr:
Bei folgendem Zitat könnte man schmunzeln, wenn es nicht so tragisch wäre:

"Schon der ehemalige Bausenator Franz-Peter Boden hatte gesagt: "Den Mühlentorplatz darf man nicht anfassen.""

F-P Boden hatte "nichts angefasst",
was saniert hätte müssen;
die Kantstraße,
die Brücken,
die Radwege,
die...

Gedeckt vom damaligen Bürgermeister und Lübecks Gefolge...


Schnell noch vor der Pension ein Jahr stellvertretender Bürgermeister geworden,
damit selbige sich auch wirklich lohnt.

Naja, die Bäume auf seinem Grundstück könnte dennoch das "Lübecker Stadtgrün" kostenfrei bearbeiten.

Das hat er sich doch "redlich" verdient, oder?!

(Denkweise F-P. B.)

Seine "Suppe löffelt" Lübeck seit Jahren mit viel Geld und Staus aus, weil Investitions- und Sanierungsstau, weil lieber "nichts angefasst"..

J. O.

schrieb am 20.09.2023 um 23.39 Uhr:
Warum nicht ähnlich wie Lohmühlenteller:
Intelligent mit Ampeln!?
Trotzdem die Zufahrtstraßen wie Ratzeburger Allee und Kronsforder Allee zweispurig lassen. Wenn Busse oder Rettungskräfte kommen, haben die immer Vorfahrt!!! Dafür die 2. Spur.
Radfahrer/ Scooter erhalten wie normaler kfz- Verkehr auch Ampeln und müssen Bussen und Rettungskräften somit Vorfahrt lassen.
Das ist ein Knotenpunkt zu den Kliniken !???
Und wenn Radfahrer warten müssen, entsteht nicht mehr CO2 und aller Sicherheit ist höher!
Es gibt nunmal immer noch viele Kraftfahrer, die auf dem Weg zur Arbeitsstätte beim besten Willen nicht auf Öffis umsteigen können. Sei es aufgrund der Arbeitszeiten, Wohnort auf dem Dorf, Kids in der Kita sonst zeitlich nicht zu schaffen, keine oder sehr schlechte Verbindung mit Öffis. ...