Possehl-Stiftung Lübeck
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Lübeck möchte bis 2035 klimaneutral werden

Lübeck: Archiv - 30.11.2023, 17.45 Uhr: Großer Erfolg für die Initiative Klimaentscheid: die Bürgerschaft stimmte am Donnerstag der Forderung zu. Die Stadt soll bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Bisher war als Datum für das Ziel das Jahr 2040 vorgesehen.

Auch wenn rund 90 Minuten diskutiert wurde, war das Ergebnis schnell klar: SPD, Grüne, GAL, Linke, Freie Wähler, Unabhängige, Volt und die PARTEI wollten die Klimaschutzmaßnahmen mit dem Beschluss beschleunigen. Die Bürgerschaft habe bereits im Mai 2019 den Klimanotstand beschlossen, erinnerte Dr. Axel Flasbarth, Fraktionschef der Grünen. Trotzdem habe Lübeck noch nicht mal eine Wärmeplanung.

In der Diskussion zeigten sich zwei Richtungen: Die eine Seite möchte mit der Entscheidung ein deutliches Zeichen setzen, die andere Seite hatte praktische Bedenken. So ist die Verlegung eines Fernwärmenetzes sehr aufwändig. Schon die Verlegung neuer Leitungen in der Breiten Straße dauere Jahre, erinnerte CDU-Fraktionschef Christopher Lötsch. Bürgermeister Jan Lindenau machte darauf aufmerksam, dass man an Vorgaben des Bundes und der EU gebunden sei. Die sehen eine Klimaneutralität bis 2045 beziehungsweise 2050 vor.

Nach dem Beschluss muss die Stadt jetzt ihren Klimaschutzplan überarbeiten. Dort muss das Ziel jetzt eingearbeitet werden. Dann müssen die einzelnen Maßnahmen jeweils einzeln im Umweltausschuss vorgestellt und genehmigt werden.

"Transformation kommt nicht auf parteipolitische Positionen an, sondern auf den Willen einer Stadt, vorne zu liegen, vor die Welle zu kommen und zu den Zukunftsfähigen zu gehören", kommentierte die Initiative die Entscheidung. "Natürlich werden wir in der Umsetzung auch enorme Probleme erleben. Das sind dann aber natürliche Herausforderungen an denen wir wachsen können. Im besten Fall können diese mit Pragmatismus, Freundlichkeit und
guter Kommunikation eine Stadtgesellschaft sogar zusammenführen! Der Weg für ein klimaneutrales Lübeck bis 2035 ist heute deutlich zum Ausdruck gekommen."

Natalie Glaser-Möller und Lara Kürschner von der Initiative Klimaentscheid begründeten ihre Forderung in der Bürgerschaft. Foto: Harald Denckmann

Natalie Glaser-Möller und Lara Kürschner von der Initiative Klimaentscheid begründeten ihre Forderung in der Bürgerschaft. Foto: Harald Denckmann


Text-Nummer: 162830   Autor: VG   vom 30.11.2023 um 17.45 Uhr

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