Possehl-Stiftung Lübeck
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Einigung bei Tarifverhandlungen mit dem Land

Lübeck: Archiv - 09.12.2023, 15.22 Uhr: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) begrüßt, dass nach schwierigen Verhandlungen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein guter Kompromiss im Konflikt mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der Tarif- und Besoldungsrunde gefunden wurde. Zuvor hatte es mehrere Warnstreiks am UKSH, den Hochschulen und auch dem Winterdienst gegeben.

Die Tarifbeschäftigten der Länder in Schleswig-Holstein erhalten damit eine deutliche Steigerung der Einkommen. Im Durchschnitt steigen die Gehälter der Landesbeschäftigten während der Laufzeit um mehr als elf Prozent.

Durch den Tarifvertrag erhalten die Landesbeschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 3.000 Euro: Für den Dezember 2023 wird ein Betrag von 1.800 Euro gewährt. Von Januar bis einschließlich Oktober 2024 gibt es monatliche Zahlungen in Höhe von je 120 Euro.

Die Einkommen der Beschäftigten steigen dann ab dem 1. November 2024 tabellenwirksam um einen Sockelbetrag von 200 Euro.

Ab dem 1. Februar 2025 kommt darauf eine weitere Entgelterhöhung um 5,5 Prozent.

Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 25 Monate bis zum 31. Oktober 2025.

Dual Studierende, Auszubildende und Praktikanten erhalten demnach im Dezember 2023 ein Inflationsausgleichsgeld von 1.000 Euro sowie in der Zeit vom Januar bis zum Oktober 2024 monatlich jeweils 50 Euro netto.

Die Ausbildungsentgelte steigen ab 1. November 2024 um 100 Euro, ab dem 1. Februar 2025 um weitere 50 Euro. Außerdem konnte eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden vereinbart werden, die eine Abschlussnote von 3 oder besser erzielt haben.

Darüber hinaus wird es zusätzlich Aufwertungen für weitere Berufsbereiche geben. Im Norden sehr wichtig: Zulagen im Gesundheitsbereich und Aufwertungen im Straßenbau.

In den letzten Wochen hatte es eine immer weiter anwachsende Streikbewegung im Norden gegeben. Zuletzt waren am Nikolaustag in Kiel und Rostock Tausende von Warnstreikenden auf der Straße.

„Dieses Ergebnis ist auch deshalb möglich geworden, weil die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in unseren Nordbundesländern auf die Straße gegangen sind und eine große Mobilisierungswelle gestartet ist. Wenn sich das fortsetzt und die Mobilisierungsbereitschaft weiter anwächst, werden wir im Länderbereich in den nächsten Jahren noch weiter nachlegen können. Es zeigt sich, dass nur in Bereichen, die solidarisch zusammenzustehen und sich gewerkschaftlich organisieren, solche Ergebnisse erzielt werden können“, so Diana Markiwitz, stellvertretende Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord, weiter.

Die Arbeitgeber sagen zu, das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie Beamten und Versorgungsempfänger im Bereich der Kommunen zu übertragen.

Wie immer entscheiden nun die Mitglieder von ver.di über die Annahme des Ergebnisses. Dazu findet eine Mitgliederbefragung statt. Im Anschluss entscheidet die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst abschließend.

In Schleswig-Holstein gibt es 83.945 Landesbeschäftigte (38.885 Tarifbeschäftigte 45.000 Beamte und ca. 5.360 Kommunalbeamte)

Für die Beschäftigten im Landesdienst gibt es eine Tarifeinigung. Foto: JW/Archiv

Für die Beschäftigten im Landesdienst gibt es eine Tarifeinigung. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 163027   Autor: Verdi/red.   vom 09.12.2023 um 15.22 Uhr

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