Possehl-Stiftung Lübeck
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Multi Purpose Parkhaus: Neue Vorschläge zur Verkehrs-Situation

Lübeck - St. Gertrud: Archiv - 19.12.2023, 14.17 Uhr: Der Ortsverein Burgtor der SPD Lübeck mit seiner Lage am nördlichen Eingang zum Innenstadtbereich beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiver mit der Verkehrssituation und Verkehrswende in seinem Quartier. „Die Interessen der Anwohner, Pendler und Gäste sind miteinander in Einklang zu bringen ebenso wie die verschiedenen Arten der Mobilität“, schreibt der Ortsverband in einer Mitteilung. Und veröffentlicht dazu einige Ideen.

Auf einer Klausursitzung des Ortsvereins wurden diese Ideen und Forderungen formuliert:

Travemünder Allee
Die Travemünder Allee zwischen Adolfstr. und Sandberg soll zugunsten breiterer Fahrradwege zurückgebaut werden. Vorbild ist der Radweg zwischen Gustav-Radbruch-Platz und Eschenburgstraße. Dies soll dem zunehmenden Fahrradverkehr gerecht werden, insbesondere, weil die Anzahl der Lastenfahrräder ebenfalls stark gestiegen ist.

Heiligen-Geist-Kamp
Die Fahrradwege sind, teilweise durch Wurzelaufbrüche, in einem schlechten Zustand. Im Rahmen ihrer dringenden Sanierung sollten sie zugleich verbreitert werden auf mindestens 2,75 m, ohne dass dies zu Lasten der Gehwege geschähe. Diese Maßnahme trüge zur Sicherheit und Attraktivität des Radwegs bei, der zunehmend auch eine Pendlerstrecke zwischen dem westlichen und östlichen Teil von Lübeck ist.

Roeckstraße stadteinwärts zwischen Krügerstraße und Heiligen-Geist-Kamp
Der Fahrradweg ist schmal und buckelig. Viele Fahrradfahrer fahren dieses Teilstück entgegen der Fahrtrichtung, insbesondere Anlieger des Rabenhorsts und der Wohngebiete jenseits des Heiligen-Geist-Kamps. Hier wird der Fußweg oft zum Fahrradweg – mit gefährlichen Situationen für Fahrradfahrer und zu Fußgänger. Der Fahrradweg muss verbreitert werden und auf diesem Teilstück in beide Fahrtrichtungen freigegeben werden, etwa wie dies bereits der Fall ist auf der Moltkebrücke stadtauswärts.

Roeckstraße
Die Verwaltung hat bereits viele Varianten der Verkehrsführung für die Roeckstraße geprüft und eine Variante durch die Politik beschließen lassen, die zu kritischen Begegnungen zwischen Auto und Fahrrad führt. Die Fahrradfahrer müssen ungeschützt auf der Straße fahren. Deshalb werden nun regelmäßig die schmalen Fußwege als Radwege genutzt, weil sich viele Autofahrer (einschließlich ÖPNV) nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten und beim Überholen keinen Sicherheitsabstand einhalten. Der Ortverein fordert Politik und Verwaltung auf, weitere Überlegungen anzustellen. In Frage kämen etwa eine Einbahnstraßenregelung oder die Wegnahme der Parkplätze stadtauswärts zwischen Gustav-Radbruchplatz und Krügerstraße zur Verbreiterung der Fahrbahn für gesonderte Fahrradstreifen.

Umwandlung Curtiusstraße zwischen Rathenaustraße und Gustav-Adolfstraße zur Einbahnstraße in Richtung Krügerstraße sowie Abbiegeverbot vom Heiligen-Geist-Kamp in die Wohngebiete hinter der Gustav-Adolf-Straße (Melanchthonstraße, Zwinglistraße und Lutherstraße

In der Rushhour lässt sich vermehrt beobachten, dass die Curtiusstraße vom Heiligen-Geist-Kamp aus als Abkürzung zur Travemünder Allee mit entsprechenden Verkehrsaufkommen genutzt wird, und es hierbei auch zu Gefährdungssituationen mit Radfahrern kommt. Gleiches gilt für die anderen Seitenstraßen (Gustav-Adolf-Straße, Melanchthon-, Zwingli- und Lutherstraße). Der Ortsverein schlägt vor zu prüfen, ob durch geeignete bauliche Maßnahmen ein Abbiegen in die Melanchthon-, Zwingliund Lutherstraße unterbunden werden könnte.

Schaffung eines Points of Mobility im Umfeld Gustav-Radbruch-Platz

Im Umfeld des Gustav-Radbruch-Platzes sowie in den Nebenstraßen zur Travemünder Allee in Richtung Hafenstraße (Gertrudenstraße, Am Gertrudenkirchhof), zur Roeckstraße und im Umfeld des Stadtparks ist seit Jahren ein zunehmender Parksuchverkehr und eine entsprechende Belastung für die Wohnbevölkerung zu beobachten, nicht zuletzt verursacht durch die ansässigen Justizbehörden und Anwaltskanzleien. Ferner wird das Quartier von Beschäftigten genutzt, die ihren Arbeitsort in der Innenstadt haben, von Touristen bei Besuch des Weltkulturerbes oder von Schülern der ortsnahen Berufsschulen. Vor dem Hintergrund der Planung, sukzessive Parkplätze im öffentlichen Verkehrsraum auf der Altstadtinsel abzubauen, führt dieses zu einer Verdrängung in die Wohnquartiere außerhalb der Altstadt.
Die Lösung auch im Sinne des Klimaschutzes und des Umweltverbundes könnte sein, am Gustav-Radbruch-Platz einen Point of Mobility (Multi Purpose Parkhaus) unterirdisch zu schaffen mit folgenden Angeboten: Stellplätze für Autos mit Ladesäulen, Fahrradverleihsystem, Stellplätzen für Lastenräder, Stellplätzen für den Verleih von eRollern. Mit der Schaffung eines Points of Mobility würde der Verkehr im Quartier strukturiert, würden vielfältige Mobilitätsmöglichkeiten vorgehalten und es würde eine Anbindung an den ÖPNV geschaffen. Für die weitere Konzeptionierung und Standortplanung empfiehlt der Ortsverein, die TH Lübeck einzubinden.

Der SPD-Ortsverein bringt die Idee eines unterirdischen „Point of Mobility“ (Multi Purpose Parkhaus) am Gustav-Radbruch-Platz ins Spiel. Foto: Archiv/HN

Der SPD-Ortsverein bringt die Idee eines unterirdischen „Point of Mobility“ (Multi Purpose Parkhaus) am Gustav-Radbruch-Platz ins Spiel. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 163216   Autor: SPD/red.   vom 19.12.2023 um 14.17 Uhr

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