Possehl-Stiftung Lübeck
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Hochwasser: Hilfe kommt auch aus Lübeck

Lübeck: Archiv - 30.12.2023, 16.35 Uhr: Das andauernde Hochwasser infolge des Sturmtiefs Zoltan fordert bundesweit seit Tagen tausende von Einsatzkräften. Seit diesem Wochenende sind auch Spezialisten des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Lübeck in Niedersachsen im Einsatz, um die Folgen der Flut zu bewältigen. Sie lösten THW-Kräfte aus anderen THW-Ortsverbänden ab, die schon seit mehreren Tagen im Hochwassereinsatz waren.

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Bereits am Donnerstag wurden Spezialisten des Trupps Mobiler Hochwasserpegel (MHP) alarmiert, um technisches Messgerät für den Einsatz im Flutgebiet bereitzustellen. Noch am Abend übernahm ein Trupp des Technischen Zuges den Auftrag und transportierte zwei mobile Messeinrichtungen zum Ortsverband Elmshorn.

Am Freitag wurde dann weitere ehrenamtliche Einsatzkräfte des Technischen Zuges aus dem OV Lübeck alarmiert und in die Samtgemeinde Flotwedel im südöstlichen Landkreis Celle (Niedersachsen) entsandt. Unter Leitung von Zugführer Christian Tobies übernehmen dort insgesamt vier THW-Spezialisten aus der Hansestadt bis auf Weiteres die Überwachung von zwei mobilen Hochwasserpegeln. Neben dem Betrieb der mobilen Hochwasserpegel mit Auswertung der eingehenden Daten gehört hierzu vor allem auch die Erkundung und Vorbereitung geeigneter Einsatzstellen sowie das Einmessen der Pegel mit Hilfe spezieller Nivellietechnik.

Mit der vom THW eingesetzten mobilen Messtechnik können so Veränderungen des Wasserstandes an der Aller sowie einer angrenzenden Polderfläche überwacht werden. So erhalten die örtlichen Einsatzleitung von örtlichen Behörden und Stäben zuverlässig und schnell Informationen zu Wasserstandveränderungen und können dann entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr steuern.

"Dank der bundesweit einheitlichen Ausstattung und Führungsstruktur des THW können THW-Kräfte aus Lübeck auch Gerät aus anderen THW-Ortsverbänden übernehmen und so ohne Reibungsverluste Kräfte ablösen oder auch neue Aufgaben übernehmen", erläuterte Zugführer Christian Tobies die Arbeit des THW.

Der Führungsstab des THW-Ortsverbandes Lübeck beobachtet die Lageentwicklung. Bei Bedarf und in Absprache mit der Dienststelle des THW-Landesverbandes Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kiel können bei Bedarf so zeitnah THW-Kräfte nachalarmiert und weitere Fachgruppen des THW entsandt werden.

Aufgrund der angesagten weiteren Regenfälle ist ein Ende des Einsatzes derzeit noch nicht absehbar. Rund 1.000 THW-Einsatzkräfte sind seit dem 21. Dezember pro Tag im Einsatz, um bei der Beseitigung der Schäden, die Sturm und Regenfälle ausgelöst haben, zu unterstützen. 21 Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen sind derzeit aktiv im Einsatz. Diese Fachgruppen bestehen aus Expertinnen und Experten für Überschwemmungen. Sie pumpen beispielsweise Wasser oder Schlamm aus Tiefgaragen, Talsperren und Hallen oder von Verkehrswegen und können große Wassermengen über lange Strecken transportieren. 26 mobile Hochwasserpegel werden von den dazugehörigen Teams betreut. Die THW-Spezialistinnen und - Spezialisten können damit die Pegelstände von Gewässern kontrollieren, um bei erneutem Anstieg rechtzeitig reagieren zu können.

Die Lübecker überwachen die Pegelstände in Niedersachsen. Fotos: THW

Die Lübecker überwachen die Pegelstände in Niedersachsen. Fotos: THW


Text-Nummer: 163370   Autor: THW   vom 30.12.2023 um 16.35 Uhr

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