Possehl-Stiftung Lübeck
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Wetter: Erste Woche mild, zweite Woche kälter

Lübeck: Archiv - 31.12.2023, 15.06 Uhr: Zum Jahreswechsel zieht Harald Denckmann eine Bilanz der Regenmengen und gibt einen Ausblick auf die kommenden Tage. Ein Hochdruckgebiet wird ab dem kommenden Wochenende für trockene und helle Tage sorgen.

Jetzt wissen wir es genauer. Nach vielen Jahren haben wir mit rund 780 Millimeter wieder einmal ein Jahr mit reichlich Niederschlägen im Lübecker Raum gehabt. Zu verdanken haben wir das vielen Tagen mit milden atlantischen Winden, die die feuchten Luftmassen in unsere Region getragen haben. Auch in der kommenden ersten Woche des Jahres haben diese Verhältnisse noch Bestand. Für die Hochwassergebiete in Niedersachsen ist das allerdings keine gute Nachricht. Die Böden dort können keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen und das dadurch angestaute Oberflächenwasser kann nicht abfließen. Erst am kommenden Wochenende, etwa um den Dreikönigstag ist Entspannung in Sicht. Dann scheint sich ein Hochdruckgebiet bis nach Mitteleuropa hin durchzusetzen, das eine Wetterveränderung mit sich bringt.

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Die Niederschlagsmengen werden spürbar zurückgehen und durch den Einfluss polarer Luftmassen wird es erst einmal wieder kälter. Dramatisch wird das nicht werden, angesagt sind Temperaturen etwa so um den Nullpunkt, in der Nacht werden sich leichte Minusgrade einstellen. Durch Höheneinflüsse kann es natürlich durchaus noch einmal zu Niederschlägen kommen, die dann auch möglicherweise als leichte Schneefälle niedergehen. Dann ist wiederum höchste Vorsicht auf den Straßen angeraten, denn selbst ein relativ kurzer Hagelschauer hat im Emsland kürzlich zu Massenkarambolagen auf den Autobahnen geführt. Ein ähnliches Ereignis hatten wir kurz vor Weihnachten ebenfalls bei uns am Autobahnkreuz Bad Schwartau.

Was nach Monatsmitte Januar geschieht ist aus heutiger Sicht noch höchst spekulativ. Es sieht so aus, als ob wir weiter im Einflussbereich durchziehender Tiefdruckgebiete bleiben werden, die uns abwechselnd an der Vorderseite milde Verhältnisse und an der Rückseite kühleres Wetter bescheren werden. Dabei spielen auch die Wassertemperaturen eine Rolle. Im englischen Kanal werden zurzeit immer noch zweistellige Werte gemessen und auch die westliche Ostsee kann immer noch mit Temperaturen um +6° C aufwarten. Allzu extrem wird die Kälte daher nicht ausfallen.

Dabei bemerken wir am Rande, dass die Nachmittage bereits wieder länger werden. Am 1. Januar ist der Sonnenuntergang bereits wieder um 16.05 Uhr, und bereits am 18. Januar sind wir schon wieder bei 16.30 Uhr. Morgens bleibt es allerdings noch eine Weile beim Sonnenaufgang um 8.30 Uhr.

Richtig spürbar Richtung Frühling geht es erst ab Anfang Februar. Dann können wir auch erst sehen, ob es in diesem Winter noch einmal eine richtig heftige Kälteperiode geben wird. Schrecken sollte uns das nicht, denn aufgrund des bisher recht milden Verlaufs der kalten Jahreszeit sind die Gasspeicher noch reichlich gefüllt. Wie auch immer der Winter weiter verläuft, frieren werden wir nicht müssen.

Die dunkle Regenzeit nähert sich langsam dem Ende. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann

Die dunkle Regenzeit nähert sich langsam dem Ende. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 163376   Autor: Harald Denckmann   vom 31.12.2023 um 15.06 Uhr

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