Possehl-Stiftung Lübeck
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SPD: Werte von Dr. Julius Leber hochhalten

Lübeck: Archiv - 05.01.2024, 21.26 Uhr: Mit einer bewegenden Gedenkveranstaltung auf dem Ehrenfriedhof hat die Bürgerschaftsfraktion SPD und FW Dr. Julius Leber, eine herausragende Persönlichkeit und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft, sowie den fortwährenden Kampf für die Demokratie und gegen Hass und Hetze, gewürdigt.

Die Fraktion SPD und Freie Wähler erklärt dazu:

(")Dr. Julius Leber, geboren am 16. November 1891, war ein bedeutender Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und engagierter Sozialdemokrat. Nach seiner aktiven Teilnahme am Ersten Weltkrieg begann er seine politische Laufbahn. 1921 wurde Leber Chefredakteur des sozialdemokratischen Lübecker Volksboten, für den Anfang der dreißiger Jahre auch Willy Brandt, damals noch Schüler, schrieb. Von 1921 bis 1933 war Julius Leber Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.

Sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Demokratie wurde mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 jäh unterbrochen. Trotz Verfolgung und Haft setzte Leber seinen Kampf gegen das Unrechtsregime fort. Sein Engagement und Mut kosteten ihn schließlich das Leben; er wurde am 5. Januar 1945 nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler hingerichtet.(")

In seiner Ansprache zitierte Tim Klüssendorf, Mitglied des Bundestags, Dr. Julius Leber: „Für so eine gute und gerechte Sache ist der Einsatz des eigenen Lebens der angemessene Preis.“ Es sei aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, welchen Mut ein Mensch aufbringen muss, für die Demokratie und für Menschenrechte seine eigene Existenz aufs Spiel zu setzen und im Zweifel mit dem eigenen Leben zu zahlen.

Klüssendorf wies auf die angespannte Stimmung und eine wachsende Demokratiefeindlichkeit hin: „Niemand von uns soll sich je die Frage stellen müssen, die dann nicht mehr anonym und abstrakt lauten wird: 'Was hätten wir getan?', sondern persönlich und unter dem Einsatz der eigenen Existenz: 'Was tue ich jetzt?'"

Die Kranzniederlegung durch Mitglieder der Bürgerschaftsfraktion war ein symbolischer Akt, der Lebers Opfer und Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit ehrte. "Die Veranstaltung diente nicht nur dem Gedenken, sondern auch der Mahnung, die Werte, für die Leber stand, stets hochzuhalten", so die Fraktion.

Am Gedenkstein auf dem Ehrenfriedhof legten die Fraktion und Mitglieder der SPD einen Kranz nieder. Foto: SPD

Am Gedenkstein auf dem Ehrenfriedhof legten die Fraktion und Mitglieder der SPD einen Kranz nieder. Foto: SPD


Text-Nummer: 163462   Autor: SPD/red.   vom 05.01.2024 um 21.26 Uhr

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