Possehl-Stiftung Lübeck
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Jahresauftakt der DKP Lübeck

Lübeck: Archiv - 11.01.2024, 19.13 Uhr: Am 10. Januar 2024 führte die Lübecker DKP ihre feierliche Jahresauftaktveranstaltung durch. Das Einführungsreferat hielt der Vorsitzende Wilfried Link. Im Mittelpunkt der Aussprache stand die soziale Lage der Lübecker Bürger.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Wilfried Link im Wortlaut:

(")Im Spätherbst gehen in der Regel die Heiz- und Betriebskostenabrechnungen für das Vorjahr an die Mieter raus. Für zahlreiche Mieter des Wohnungskonzerns (...), die in Moisling leben, beinhaltete das diesjährige Schreiben Nachforderungen (aus dem Jahr 2022!) von mehreren hundert, in einigen Fällen mehreren tausend Euro in einem Fall 3800 Euro.

Die Geldschneiderei des Konzerns hat besonders krasse Züge angenommen und wird verstärkt bei den Nebenkosten betrieben. Mittlerweile werden fast alle Dienstleistungen rund ums Wohnen durch Unterfirmen der (...) ausgeführt, die Rechnungen für angeblich oder tatsächlich erbrachte Leistungen wie zum Beispiel Grünanlagenpflege oder Sperrmüllbeseitigung stellt sich der Konzern also selbst aus. Das öffnet ganz neue Spielräume, denn kontrollieren lassen sich diese selbst ausgestellten Abrechnungen kaum noch. In den meisten Fällen zahlt der einzelne Mieter zähneknirschend, denn wer möchte sich angesichts der Wohnungsknappheit schon mit seinem Vermieter streiten und schlimmstenfalls den Wohnungsverlust riskieren?

Bei den Heizkosten sieht das nicht anders aus. Nur dass hier die Energiekosten – noch unabhängig von allen Begehrlichkeiten der Immobilien-Heuschrecken – zusätzlich gestiegen sind. Dafür verantwortlich ist in erster Linie die Bundesregierung mit ihrer Politik der Abkopplung von günstigen russischen Energielieferungen sowie der als „grüne Energiewende“ beschönigten US-hörigen Wirtschaftspolitik. Die undurchsichtigen oder falschen Kostenabrechnungen der Vermieter kommen noch dazu. Es ist der Versuch, noch mehr Profit auf Kosten der Mieter einzusacken.

Doch die Nachforderungen für das Jahr 2022 sind so hoch, dass viele Mieter nicht mehr in der Lage sind, diese zu zahlen. Weil die Energiekosten dank der Bundespolitik drastisch weiter steigen ist klar, dass sich derartige Fälle in Zukunft häufen werden. Es bleibt kein anderes Mittel als die gemeinsame Gegenwehr.

Ein Zusammenschluss und die Ausweitung der Aktionen sind bitter nötig, denn die Teuerung vor allem bei den Energiekosten schreitet weiter voran. Und bei der nächsten Heizkostenabrechnung werden bei weitem nicht nur die Mieter der (...) von horrenden Nachforderungen betroffen sein. Der Kampf um Heizung, Brot und Frieden wird allen zur Miete Wohnenden aufgezwungen.(")

Der Vorsitzende der DKP Lübeck Wilfried Link stellte die Mietnebenkosten in den Mittelpunkt seines Referates.

Der Vorsitzende der DKP Lübeck Wilfried Link stellte die Mietnebenkosten in den Mittelpunkt seines Referates.


Text-Nummer: 163570   Autor: DKP/red.   vom 11.01.2024 um 19.13 Uhr

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