Sexualisierte Gewalt: Wie geht die Kirche damit um?

Lübeck: In einer bundesweiten Studie wurde aufgezeigt, dass es auch in der evangelischen Kirche eine Vielzahl an sexualisierter Gewalt gegeben hat. Lübecks Pröpstin Petra Kallies räumt ein, dass das Thema erst seit 2010 offen angegangen wird.

Strafrechtliche relevante Fälle von sexualisierter Gewalt in Lübeck seien ihr noch nicht gemeldet worden, sagt die Pröpstin. Die Schwelle zum Eingreifen sei aber deutlich niedriger. Wenn jemand sagt "Da möchte ich nicht mehr hingehen, da fühle ich mich unwohl" reiche das aus, um das Thema aufzuarbeiten. Dafür gebe es seit 13 Jahren Regelungen in den Gemeinden.

"Wir haben in den letzten 70 Jahren zu wenig hingeguckt", so die Pröpstin. Jetzt sei jeder Kirchenvorstand genauso gefragt wie jedes Gemeindemitglied.

Petra Kallies warnt aber auch vor einem Generalverdacht gegen alle engagierte Menschen in der Kirche. Häufig würde in der Presse der Eindruck erweckt, dass diese Vorfälle die Regel in der Kirche seien. Die meisten Menschen würden sich mit Begeisterung für eine gute Sache einsetzen.

Das vollständige Interview von Oswald Becker mit Pröpstin Petra Kallies hören Sie im Original-Ton unterhalb des Bildes.

Pröpstin Petra Kallies hat bei Lübeck FM im Offenen Kanal Stellung zu den Vorwürfen von sexualisierter Gewalt in der Kirche genommen. Foto, O-Ton: Oswald Becker

Pröpstin Petra Kallies hat bei Lübeck FM im Offenen Kanal Stellung zu den Vorwürfen von sexualisierter Gewalt in der Kirche genommen. Foto, O-Ton: Oswald Becker


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 163973   Autor: red.   vom 03.02.2024 um 16.10 Uhr

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