VfB unterliegt mit deutlichem 2:7 in Dresden

Lübeck: Die deutliche 2:7 (1:4)-Niederlage des VfB Lübeck am Samstag bei Dynamo Dresden hatte neben dem an vielen Stellen schlechten Abwehrverhalten des VfB auch ihre Gründe in vielen unglücklichen Momenten – von einer klar unberechtigten Roten Karte, über abgefälschte Tore des Gegners, einen verschossenen Elfmeter bis hin zu einem unglücklichen Eigentor.

Dabei überraschte die Lübecker Mannschaft – ohne den werdenden Vater Robin Velasco, dafür mit dem Ex-Dresdner Marius Hauptmann – die insgesamt 26.377 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion mit einer mutigen Anfangsphase. Die erste Ecke, der erste Torschuss, mehr Spielanteile – das alles hatten zu Beginn die Grün-Weißen. Allerdings agierte Dynamo auf der anderen Seite äußerst effizient. Aus einem ersten guten Konterangriff fiel ein glückliches 1:0. Der Schuss von Kyu-Hyun Park wurde erst von einem Lübecker Bein, dann von Dynamos Niklas Hauptmann unhaltbar zum 1:0 abgefälscht (9.). Fünf Minuten später hatte Luca Herrmann einen besonderen Auftritt und zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern zum 2:0 genau in den linken Torwinkel (14.). Mit dem 2:0 bekamen die Gastgeber das Spiel besser unter Kontrolle – nun aber hatte der VfB die Großchance zum 2:1. Doch nach einem Taffertshofer-Steilpass behielt Torhüter Kevin Broll im Eins-gegen-eins-Duell mit Daouda Beleme das bessere Ende für sich (24.). Dynamo hingegen nutzte auch die dritte klare Chance zu einem Treffer: Niklas Hauptmann konterte über die linke Seite und legte im Strafraum einmal quer für Jakob Lemmer, der zum 3:0 traf (28.). Kurz darauf verhinderte Philipp Klewin gegen Lemmer sogar ein mögliches viertes Tor (31.). So fand der VfB zurück ins Spiel. Nach einem abgewehrten Einwurf zog Marius Hauptmann aus gut 17 Metern ab und traf flach zum 3:1 (32.). Doch die Hoffnung, vielleicht doch noch in Reichweite eines Überraschungspunkts zu kommen, war noch vor der Pause dahin. Erst köpfte Stefan Kutschke nach einer Flanke von Lemmer zum 4:1 ein (38.). Dann sah Jannik Löhden eine unberechtigte Rote Karte, als einzig der Schiedsrichter in einem Zweikampf mit Kutschke ein Nachtreten wahrgenommen haben wollte (40.).

In Unterzahl blieb der VfB nach der Pause aber durchaus weiterhin im Spiel – auch wenn natürlich kein Punktgewinn mehr drin war. Doch Marius Hauptmann prüfte erst Keeper Broll (51.) und wurde in der folgenden Szene von einem langen Bein von Park im Strafraum gestoppt – Elfmeter. Daouda Beleme machte es allerdings etwas zu genau und traf nur den rechten Torpfosten (52.). Das 5:1 war wiederum ein Beleg dafür, wie unglücklich es für den VfB an diesem Nachmittag lief: Niklas Hauptmann traf mit seinem Schuss Tommy Gruppe im Gesicht, von wo der Ball unhaltbar für Klewin zum 5:1 abgefälscht wurde (60.). Das muntere Spielchen ging aber weiter: Auf der Gegenseite rempelte Claudio Kammerknecht im Strafraum Jan-Marc Schneider, als der versuchte, eine Flanke von Marius Hauptmann zu erwischen. Diesen Elfmeter nutzte Aaron Herzog zum 5:2 (62.). Dresden blieb in Überzahl natürlich am Drücker und hatte durch Niklas Hauptmann (66.), Robin Meißner (70.) und Lemmer (75.) weitere Schusschancen. Das 6:2 fiel erneut unglücklich, als Grupe in eine flache Hereingabe von Meißner rutschte und diese ins eigene Netz lenkte (82.). In der Nachspielzeit setzte Lemmer im Anschluss an einen Arslan-Freistoß noch den Schlusspunkt zum 7:2 (90./+2).

Für die Grün-Weißen gilt es nun, diesen Tiefschlag schnell abzuschütteln. Dass die Mannschaft es besser kann, hat sie bereits bewiesen – und gegen Kontrahenten von anderem Kaliber als der spielstarke Zweitliga-Aspirant Dresden wird das in den kommenden Wochen auch noch wichtiger sein. Nächste Gelegenheit dazu ist das Heimspiel gegen Preußen Münster am kommenden Samstag (14 Uhr) auf der Lohmühle.

Der VfB unterlag in Dresden deutlich.

Der VfB unterlag in Dresden deutlich.


Text-Nummer: 164109   Autor: VfB/red.   vom 10.02.2024 um 21.43 Uhr

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