Ehemaliges Karstadt-Haus: Kunst im Leerstand

Lübeck - Innenstadt: In ihrer aktuellen künstlerischen Forschungsarbeit Lübecker Dialoge thematisiert das Künstlerinnenkollektiv "die brachiale" den urbanen Leerstand, künstlerische Interventionen und die zukunftsorientierte Stadt. Dazu nutzen sie jetzt auch die Schaufenster leerstehender Geschäfte.

Die Künstlerinnen erörtern die Möglichkeiten einer kreativen Zwischennutzung in der Innenstadt Lübecks in Zeiten von Strukturwandel und daraus bedingtem Leerstand. Da ist es kein Zufall, dass die beiden Künstlerinnen Berit Kröner und Mirja Schellbach ganz im Sinne des Projektes Übergangsweise auch die Schaufenster des seit Mitte Januar 2024 leerstehenden Karstadt-Hauses A für sich und ihre Installationen entdeckt haben.

Seit dem 22. März 2024 führen sie dort in vier Schaufenstern ihr Kunstprojekt Lübecker Dialoge bis Mitte April fort. Bisherige Standorte im Leerstand auf der Altstadtinsel waren das Haerder-Center, die alte Post in der Königstraße, die ehemalige Phoenix-Apotheke und Café Maret am Markt. Die Aktion wird von den „Kulturfunken“ der Possehl-Stiftung gefördert und von der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) organisatorisch unterstützt.

Die Schaufenstergestaltung in Leerstandsimmobilien auf der Altstadtinsel ist Teil des Projektes "Wandel Erleben", das die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) im Rahmen des städtischen Projektes "Übergansweise" betreibt. Ziel ist die Stärkung der Innenstadt durch die (Um-)Gestaltung öffentlicher Räume zum Erleben und Begegnen. Im vergangenen Jahr war die LTM in Sachen Schaufenstergestaltung bereits in der Fußgängerzone Breite Straße aktiv und hatte exemplarisch die Schaufenster von drei leerstehenden Geschäften - ehemals Esprit, S. Oliver und Gerry Weber - in der unteren Breite Straße gestaltet. Die Aktion zeigt, wie Schaufenster im Leerstand übergangsweise lebendig gestaltet werden können bis eine Nachnutzung feststeht, statt nach außen nur den Leerstand zu zeigen.

Vier Schaufenster des ehemaligen Karstadt Haus B in der Königstraße sind zurzeit ebenfalls im Rahmen von "Übergansweise" gestaltet und weisen im Sinne eines Baustellenmarketings auf den Umbau zur bevorstehenden Zwischennutzung als Kultur- und Kreativraum und digitaler Lernort für alle hin. Wenn das Kunstprojekt brachiale in Karstadt Haus A beendet ist, wird ein anderes Kulturprojekt in die Schaufenster Einzug halten. Hier dreht sich dann alles um das Thema „Kittelschürze“ als Phänomen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Ein weiteres Schaufenster in Haus A wird vom Lübeck Management e.V. mit den schönsten Bildern des Fotomarathons 2023 dekoriert und ein weiteres wird von der LTM gestaltet, um den Wandel in der Innenstadt weiter zu thematisieren.

Die leerstehenden Schaufenster werden jetzt künstlerisch genutzt. Foto: LTM

Die leerstehenden Schaufenster werden jetzt künstlerisch genutzt. Foto: LTM


Text-Nummer: 164908   Autor: LTM/red.   vom 23.03.2024 um 12.03 Uhr

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